Agenda der Manage Agile 2018

Zeit
09:00 Begrüßung und Eröffnung Manage Agile 2018
09:15 Keynote Konsens wird Euch ruinieren - Das enorme Potenzial dezentralisierter Entscheidungsfindung

Bastian Wilhelms, sipgate GmbH
10:15 Kaffeepause
Track

Change

Moderation: Harald Pross

Transformationsprozesse

Moderation: Andreas Skuin, Kaizen Institute GmbH

Agile Führungsmodelle

Moderation: Andreas Ulrich, DB Systel GmbH

Kurzworkshops

Agile Games
"Kooperation & Team"

10:40 Di1.1 Upscaling Culture: Die Schaffung von Organisationsstrategien, die sich auch kulturell skalieren lassen

Sudan Jackson, REWE Digital GmbH
Di2.1 Ganzheitliches Change Management mit dem Integralen Modell von Ken Wilber

Katja Keller, Boris Gloger Consulting GmbH
Di3.1 Natürlich erfolgreich - Evolution von agilen Unternehmenskulturen

Dr. Ulrich Lohmann, scalamento
Di4.1 Kurzworkshop:
Wie sieht Führung im agilen Umfeld aus?

Tina Busch und Jan Höser, oose Innovative Informatik eG
Agile Games
"Kooperation & Team"

u.a. Keep Talking and nobody explodes, Product Owner Value Game, Chair Wars

Host: Julian Kea, [ki:]®Learning
11:25 Zeit für Raumwechsel
11:35 Di1.2 Agile HR bei DB Vertrieb: Wie ein radikales Organisationsexperiment in der Praxis funktioniert

Thomas Martin und Daniela Hintze-Nicolaus, DB Vertrieb GmbH
Di2.2BOSSA nova: Unternehmensweite Agilität mit Beyond-Budgeting, Open Space & Soziokratie

Jutta Eckstein
Di3.2 Team of Teams - x-funktionale Führungsteams als effektive Taktgeber für Veränderungen unter Komplexität

Stefan Willuda und Cathleen Bredemeyer, idealo internet GmbH
12:20 Mittagspause / Lunch Buffet
13:20 Lunch-Keynote Was Führungskräfte tun, wenn sie (scheinbar) nicht mehr gebraucht werden

Björn Schotte, Mayflower GmbH
14:20 Zeit für Raumwechsel
Track

Wettbewerbsvorteile durch Agilität

Transformationsprozesse

Agile Führungsmodelle

Design Thinking Kurzworkshop

Agile Games
"Kooperation & Team"

14:30 Di1.3 Dem Neandertaler wären agile Transformationen misslungen

Marcell Dietz
Di2.3 Agile Sales: Scrum in einer Vertriebsorganisation.

Halina Maier, Agile Sales Company GmbH und Christian Düngfelder, MINT Solutions GmbH
Di3.3 How do you know your team is broken?

Anika Köhler und Jan Hegewald, Zalando SE
14:30 - 17:00 Uhr

Di4.3 Design Thinking: Quick & Dirty

Andrea Kuhfuss Kurswechsel Unternehmensberatung
Agile Games
"Kooperation & Team"

u.a. Keep Talking and nobody explodes, Product Owner Value Game, Chair Wars

Host: Julian Kea, [ki:]®Learning
15:15 Kaffeepause
15:45 Di1.4 Kurzworkshop:
Die Systemtheorie als Denkmodell zur konkreten Gestaltung einer Organisation

Florian Gaspar, TOPSIM GmbH
Di2.4 Kurzworkshop:
Wie viel Agilität verträgt Ihre Organisation?

Hendrikje Kühne und Silvia Worbe, osb Hamburg GmbH
Di3.4 Kurzworkshop:
agil kommunizieren - miteinander mehr erreichen

Martin Bonensteffen, AVAKOM Kommunikation wirkt
17:15 Zeit für Raumwechsel
17:25 Abendkeynote Information is going down, implementation is going up.

Alexandra Stalder, PCP Impulse AG
ab 18:25 Get together

Zeit
09:00 Begrüßung zum zweiten Tag der Manage Agile 2018
09:10 Keynote Kleine Reise durch Disruptionen

Gunter Dueck
10:10 Elevator Pitch
10:20 Kaffeepause
Track

Agile Contracts / Betriebswirtschaftliche Aspekte

Moderation: Birgit Mallow, Birgit Mallow Organisationsentwicklung und Prozessberatung

Transformationsprozesse

Moderation: Markus Willner, Detecon International GmbH

Agile Führungsmodelle

Moderation: Erik Mautsch, EMCC.BIZ | Universität Potsdam

Kurzworkshops

Agile Games
"Kommunikation & Emotion"

10:50 M1.1 Agile Verträge rechtssicher gestalten! #agile #smart law

Kristian Borkert, JURIBO Legal & Consulting
M2.1 Der Wind weht von allen Seiten - Kurs halten und die Transformation zielgerichtet steuern

Dr. Christina Otte und Heiko Scharding, msg systems ag
M3.1 Mit der richtigen Flughöhe die Organisation steuern

Robert Gies, 123Agile
M4.1 Kurzworkshop:
Understanding and developing agile leadership

Gregory Keegan, Russell Hill, Christine Brunn und Michèle Twomey, agile42
Agile Games
"Kommunikation & Emotion"

u.a. XY Game, Barnga, Escape

Host: Julian Kea, [ki:]®Learning
11:35 Zeit für Raumwechsel
11:45 M1.2 Das Märchen von der Auslastung

Reiner Kühn, 1&1
M2.2 Wo ist der Schiedsrichter, wenn man ihn braucht?

Claudia Simsek-Graf, viadee IT-Unternehmensberatung AG
M3.2 Wie "agilisiere" ich Führung?

Dr. Erik Lenhard und Dr. Philipp Kolo, The Boston Consulting Group
12:30 Mittagspause / Lunch Buffet
13:30 Lunch-Keynote Und Augenhöhe geht doch - Wie wir Mitarbeitergespräche mit einem Canvas neu erfunden haben

Udo Wiegärtner und Doris Dietz, conplement AG
14:30 Zeit für Raumwechsel
Track

Transformationsprozesse

Transformationsprozesse

Agile Führungsmodelle

Kurzworkshop

Agile Games
"Kommunikation & Emotion"

14:40 M1.3 Von Motivation zu Verwirrung - Von Scrum/Kanban im Software Development/IT Service zu "So. Jetzt werden wir erstmal agile."

MarcO Mathews, Hellmann Worldwide Logistics
M2.3 Eine wahre Geschichte - Eine Bank wird agil

Karina Laffrenzen, Hanseatic Bank und Winald Kasch, ORGANEO
M3.3 Erfahrungen mit Objectives und KeyResults in der Enterprise-Softwareentwicklung

Paul Möller, SAP SE
M4.3 Kurzworkshop:
Fast and furious decision-making for agile leaders

Gregory Keegan, Russell Hill, Christine Brunn und Michèle Twomey, agile42
Agile Games
"Kommunikation & Emotion"

u.a. XY Game, Barnga, Escape

Host: Julian Kea, [ki:]®Learning
15:25 Zeit für Raumwechsel
15:35 M1.4 Einfach mal agil #machen mit 70 Leuten - im Konzern.

Jörg Landmann, Lufthansa Technik AG und Erik Hogrefe, Holisticon AG
M2.4 Erfolgreiche Veränderung beginnt im Management - mit Reflexion

Katja Roth, kommitment GmbH & Co. KG
M3.4 Der Weg entsteht beim Gehen - Die unterschiedlichen Perspektiven auf dem Weg zur Selbstorganisation

Stefan Rudnitzki, Europace AG und Susanne Schwarzer, Hypoport AG
16:20 Kaffeepause
16:50 Abendkeynote Social Energy: der emotionale Gewinn der Selbstorganisation

Ulf Brandes, BRANDES & PARTNERS
18:10 - open end Fishbowl Diskussion "Agile Leadership"

Experten: Lars Vollmer; Jens Maser, REWE digital; Bent Myllerup, agile42
ab 18:45 Abendveranstaltung

Zeit
09:00 Begrüßung zum dritten Tag der Manage Agile 2018
09:10 Keynote Wie sich Menschen organisieren, wenn ihnen keiner sagt, was sie tun sollen

Lars Vollmer
10:10 Kaffeepause
Track

Entscheidungsfindung

Moderation: Stefan Hilmer, Acando GmbH

Transformationsprozesse

Moderator: Timothée Bourguignon, MATHEMA Software GmbH

Agile Führungsmodelle

Moderation: Frank Edelkraut, Mentus GmbH

Agile Games
"Führung & Flow

10:40 Do1.1 Kurzworkshop:
Entscheidungstechniken situativ im agilen Kontext sinnvoll einsetzen

Artur Strasser und Kai Witte, frobese GmbH
Do2.1 Von der agilen Unterminierung zur Transformation im Kerngeschäft

Sven Christian Andrä, K-Mail Order GmbH & Co. KG (Klingel Gruppe)
Do3.1 Wie wir auf der Suche nach Fairness einmal fast unsere Gehälter offengelegt hätten

Boris Steiner und Stefan Mieth, NovaTec Consulting GmbH
Agile Games
"Führung & Flow"

u.a. Feel free, Ball Point Game, Agile Battleships, Delegation Poker

Host: Julian Kea, [ki:]®Learning
11:25 Zeit für Raumwechsel
11:35 Do2.2 "Culture eats Strategy for Breakfast" - Strategies for Change based on Culture

Gregory Keegan, agile42
Do3.2 Einführung von Agile Leadership im Bereich Automotive & MI der T-Systems

Thomas Winden, T-Systems International GmbH
12:20 Mittagspause / Lunch Buffet
13:20 Lunch-Keynote Fair Pay – Gehaltsfindung als Teamsport

Joachim Seibert und Paul Herwarth von Bittenfeld, //SEIBERT/MEDIA und Sven Franke, CO:X UG
14:20 Zeit für Raumwechsel
14:30 Do1.3 Formeln, Bauchgefühl, Erfahrung - wie bestimmt man "Wert"

Georg Blume-Schulz, SinnerSchraderDeutschland GmbH
Do2.3 Taylor ist tot, es lebe der Mensch – Führung in der lernenden Organisation

Frank Düsterbeck, Kurswechsel Unternehmensberatung GmbH
Do3.3 Endlich Agile Leader - oder plötzlich schwache Führungskraft!?

Thomas Schwitzer und Stefan Neubauer, Interhyp AG
Agile Games
"Führung & Flow"

u.a. Feel free, Ball Point Game, Agile Battleships, Delegation Poker

Host: Julian Kea, [ki:]®Learning
15:15 Kaffeepause
Track

Zielsetzung & Motivation / Transformationsprozesse

Transformationsprozesse

Agile Führungsmodelle

Agile Games
"Führung & Flow"

15:45 Do1.4 Vision trumpft Motivation

Silas Hörler und Kai Mosebach, IntegralWorks AG
Do2.4 Loose Coupling, High Cohesion - produktübergreifende agile Koordination

Joris Wachter, viadee Unternehmensberatung AG
Do3.4 Europameister '92 - 5 Faktoren für erfolgreiche Teams

Felix Braun, codecentric AG
Agile Games
"Führung & Flow"

u.a. Feel free, Ball Point Game, Agile Battleships, Delegation Poker

Host: Julian Kea, [ki:]®Learning
16:30 Zeit für Raumwechsel
16:40 Do1.5 Psychologische Sicherheit - das Fundament gelingender Arbeit im Team

Hias Wrba, UX&I GmbH und Dr. Herbert A. Meyer, artop - Institut
Do2.5 Selbstorganisation: Wie sich innerhalb weniger Wochen eine ganze Teamlandschaft erfolgreich umstrukturierte.

Karl Fuchte und Claudia Deckert, FFG Finanzcheck Finanzportale GmbH
Do3.5 Wie agile Führung (nicht) „...pleite geht“.

Jörg Krauter und Udo Krauss, SYNK GROUP GmbH & Co. KG
17:25 Ende der Manage Agile 2018


Backup-Vortrag: Andreas Mitter, BearingPoint: Mit Karategürteln zur agilen Organisationen

Backup-Vortrag: Ingo Sauer, DB Systel GmbH: Arbeiten ohne klassischen Chef: die DB Systel auf dem Weg in die Selbstorganisation

 Änderungen vorbehalten

Konsens wird Euch ruinieren - Das enorme Potenzial dezentralisierter Entscheidungsfindung

Referent: Bastian Wilhelms, sipgate GmbH

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 09:15 - 10:15 Uhr

Abstract: Agil ist heute Standard. IT-Unternehmen, die im Jahr 2018 gar keine agilen Methoden einsetzen, gibt es praktisch nicht mehr. Doch wieso gibt es so wenige Unternehmen, in denen agile Arbeitsweisen auf allen Ebenen, in der gesamten Organisation, eingesetzt werden? Wieso nur in diesem einem Projekt, in diesem einen Team, warum nur in der IT-Abteilung?

Die meisten Organisationen legen zu viel Wert auf Konsens. Das macht sie langsam. Viele müssen erst lernen, die Koexistenz unterschiedlicher Konzepte und Meinungen innerhalb eines Unternehmens zu akzeptieren. Erst dann kann Agilität sich im gesamten Unternehmen durchsetzen und zum Beispiel als dezentrale, missionsbasierte Organisation enorme Potenziale freisetzen.

Management hat dann nichts mehr mit einer höheren Stufe auf der Karriereleiter zutun. Es ist ein völlig anderer Job mit ganz neuen Aufgaben und Anforderungen. Welche das sind, was gut funktioniert und welche Nachteile daraus resultieren, behandelt die Keynote von Bastian Wilhelms am Beispiel seiner Erfahrungen beim Telekommunikations-Innovator sipgate.


Bastian Wilhelms, sipgate GmbHBastian Wilhelms ist seit 2003 bei sipgate und heute für die Bereiche Organisation und Portfolio verantwortlich. Bei sipgate hat Bastian den Wandel zu einer agilen, dezentralen und missionsbasierten Organisation maßgeblich gestaltet. Er ist Experte für die Fragestellung, wie man eine agile Kultur stärkt und gleichzeitig dafür sorgt, dass ein Unternehmen den heutigen unternehmerischen Anforderungen gerecht wird. Er teilt sein Wissen und seine Erfahrungen in Sachen Agile Methoden, Experimente, Innovation, Entscheidungsfindung und Management gerne mit anderen Organisationen.

Was Führungskräfte tun, wenn sie (scheinbar) nicht mehr gebraucht werden

Referent: Björn Schotte, mayflower GmbH

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 13:20 - 14:20 Uhr

Abstract: Die agile Welt jagt von einer Identitätskrise zur nächsten. Mit „Lehmschicht“ wird das Middle Management oft despektierlich bezeichnet. „Wir brauchen Euch nicht mehr, wir haben jetzt Scrum Master und Agile Coaches“, rufen selbstbewusst die agilen Software-Teams - oft ohne zu ahnen, welchen Sinn und Zweck Führung hat. In diesem Vortrag zeigen wir auf, wie Führungskräfte sich in einem agilen Umfeld neu orientieren können, um den Teams ihrer Organisation und letztlich den Märkten, denen die Organisation dient, wertschöpfend zu begegnen.

Bezug zum Management: Im Vortrag gehe ich auf die oft vernachlässigte "Schicht" der Führungskräfte ein, die in agilen Transformationen in Identitätskrisen schlittert, und biete neue Orientierung.

Mit dabei:

- Selbstorganisation braucht Führung
- Arbeit am vs im System
- Veränderung beginnt bei sich selbst (Selbst-Reflektion)
- Wie kann ich den Teams "dienen"? Was bedeutet "dienen" / servant Leadership?
- Leadership on all levels


Björn Schotte, mayflower GmbHBjörn Schotte ist Geschäftsführer und Senior Consultant der MAYFLOWER GmbH. Er berät Kunden in Fragen der Digitalen und Agilen Transformation. Die agilen Software-Teams der MAYFLOWER realisieren Lösungen, die Kunden in hochdynamischen Märkten nach vorne bringen. Er ist auf Xing (https://www.xing.com/profile/Bjoern_Schotte), twitter (https://twitter.com/BjoernSchotte) und Slideshare (https://de.slideshare.net/BjoernSchotte) zu finden.

"Geht's raus und spielt's..." Agilität beim Aufbau und der Führung von Teams

Referent: Mario Klessascheck, suxeo gmbh

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 17:25 - 18:25 Uhr

Abstract: "Geht’s raus und spielt’s Fußball." – ist der Satz den Franz Beckenbauer 1990 seiner Mannschaft vor dem WM Endspiel gegen Argentinien gesagt hat.

Der Satz hat auf den Punkt alles gesagt, was für den Moment zu sagen war. Jeder Spieler war optimal vorbereitet und wusste was zu tun war. In diesem Vortrag lernen Personen mit und ohne Führungsverantwortung ein einfaches und mächtiges Werkzeug kennen, mit dem es möglich ist „Kultstätten“ für dauerhafte Erfolge zu schaffen.

Wir zeigen vier reale und typische Kurzgeschichten aus dem Alltag von Führungspersonen in Management und Entwicklung. Sie lernen die grundlegenden Menschen-Typen kennen und wir zeigen wie Menschen ihre Talente auf ihre individuelle Art leben. Dieses Wissen schafft Verständnis dafür wie Menschen Dinge tun und wie sie kommunizieren und hilft dabei andere einfacher, schneller und umfassender zu verstehen.

Führungspersonen erhalten ein Werkzeug mit dem sie die Individualität von Menschen gezielt nutzen und entwickeln können um erfolgreiche Teams zusammenzustellen. Das Werkzeug unterstützt durch seine spielerische und kreative Art und Weise die agilen Grundsätze. Der Vortrag ist für Querdenker und Vorwärtsdenker.


Mario Klessascheck, suxeo gmbhMario ist ein begeisterter und passionierter Technologieexperte. Ihn fasziniert das Thema Technologie und Mensch und wie kreative Unternehmen ganze Branchen aus den Fugen heben. Er war selbst Entwickler, Projektleiter und BU Manager und kennt daher die Herausforderungen von Technologieunternehmen. Er beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit der Fragestellung wie zukunftsorientierte Technologieunternehmen gestaltet und geführt werden müssen. Mit seiner Firma suxeo unterstützt er Firmen beim Aufbau innovativer und vorwärts gerichteter Führungsmethoden sowie beim Aufbau schlagkräftiger Talent-Teams. In diesem Zusammenhang entwickelt er neue und kreative Konzepte im Bereich agile Leadership. Als Querdenker hinterfragt und konfrontiert er geerbte Überzeugungen.

Upscaling Culture: Die Schaffung von Organisationsstrategien, die sich auch kulturell skalieren lassen

Referent: Sudan Jackson, REWE Digital GmbH

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. Oktober 2018, 10:40 - 11:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Um dem Konsumentenverhalten von heute und der Zukunft gerecht zu werden, und um innovativer unterwegs zu sein wollen wir in der Business-Welt agiler werden und wir wollen neue Ansätze der Lösungsfindung anwenden. Wir brauchen menschliche Umgebungen die es uns ermöglichen kollaborativ unterwegs zu sein und uns somit dabei unterstützen, kreative, kundenorientierte Ansätze zu finden. Dabei dürfen wir Business-Value und Delivery-Qualität nicht aus den Augen verlieren. Für die digitale Zukunft benötigen wir qualifizierte Mitarbeiter, die in adaptiven,Umgebungen unterwegs sind. Wir müssen aber auch den Mut haben, gewisse Sachen einfach zu lassen wie sie sind. Der Raum wo Interaktionen zwischen “Alt” und “Neu” stattfinden braucht ein “Common Understanding”.

So rasant wie sich das Konsumentenverhalten verändert, umso schneller wachsen unsere Organisationen - und jeder Zuwachs bringt eine Veränderung unserer Kultur mit sich. Es geht beim Upscaling also nicht nur um Processes und Tools: Culture, Behaviours, und Attitudes werden umso wichtiger, je mehr wir über Selbstorganisation, Agilität und Autonomie in immer größer werdenden Teams sprechen.

In der Technology-Abteilung von REWE Digital haben wir erkannt: einfach nur “größer werden” kann nicht das Ziel sein. Die Frage ist, wie wir die Praktiken, Leitplanken und Kulturelementen die “im kleinen” funktionieren auch in einer immer großer werdenden Organisation auf die richtige Schiene bringen - dabei müssen wir uns Gedanken, u.A., um Produktionsstandorte machen.

Es braucht dabei eine Rolle die ein Verständnis für die kulturellen Anforderungen an den verschiedenen Standorten gewinnt und die Schaffung von einheitlichen Strukturen und Prozessen für nicht-technische Themen vorantreibt. Er ist aktiver "Botschafter" der REWE Digital Kultur, Werte und Prinzipien, und sorgt für die Förderung der Zusammenarbeit und Kollaboration über Standorte und Einheiten hinweg.

Wichtig ist die richtige Balance zu finden: der “Kultur-Botschafter” darf nicht nur der “Feel-Good Manager” sein. Neben den sehr wichtigen “nicht-technischen” Themen muss er sehr klare und spezifische Aktionspläne entwickeln und umsetzen, er muss Leitfigur und Mitgestalter der digitalen Transformation sein, und er muss für flexible Ressourcen- und Kompetenzallokation und Wissensaustausch sorgen. Durch neue Ansätze in der Skalierung der Zusammenarbeit wollen wir auch Delivery Improvements und somit eine Erhöhung des Business-Value erreichen.

In diesem Vortrag stellt Sudan Jackson dar, wie genau diese Themen bei REWE Digital im Rahmen der Rolle des Organisational & Cultural Development Managers behandelt werden.

Bezug zum Management: Wir brauchen menschliche Umgebungen die es uns ermöglichen kollaborativ unterwegs zu sein und uns somit dabei unterstützen, kreative, kundenorientierte Ansätze zu finden. Dabei dürfen wir Business-Value und Delivery-Qualität nicht aus den Augen verlieren. Für die digitale Zukunft benötigen wir qualifizierte Mitarbeiter, die in adaptiven,Umgebungen unterwegs sind. Wir müssen aber auch den Mut haben, gewisse Sachen einfach zu lassen wie sie sind. Der Raum wo Interaktionen zwischen “Alt” und “Neu” stattfinden braucht ein “Common Understanding”.


Sudan Jackson, REWE Digital GmbHSudan Jackson ist Manager Organisational and Cultural Development im Bereich Technologie bei REWE Digital. Er hat über 20 Jahre Erfahrung als Personalentwickler, Projektmanager, IT-Berater und Business Coach - dabei hat er erfolgreiche Leadership-, Empowerment- und Talentmanagement-Programme konzipiert und umgesetzt. Ihm liegt viel daran (und es macht ihm großen Spass), neue Wege zu entdecken diese Themen immer weiter zu modernisieren und zu optimieren.

Ganzheitliches Change Management mit dem Integralen Modell von Ken Wilber

Referentin: Katja Keller, borisgloger consulting GmbH

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 10:40 - 11:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Über die Natur von Change-Initiativen gehen die Meinungen weit auseinander. Sie reichen von "Change-Initiativen sind langwierig und haben unsichere Erfolgsaussichten" bis zu "Change passiert über Nacht - man muss nur den richtigen Schalter umlegen". Wie so oft liegt die Wahrheit zwischen den Extremen. Die Herausforderung ist, diesen Weg auch zu sehen: Er zieht sich durch eine Vielzahl an zu treffenden Entscheidungen und zu koordinierenden Beteiligten hindurch und wird von den Dynamiken eines komplexen Veränderungsprozesses geformt.

Mit dem Integralen Ansatz von Ken Wilber lässt sich ein umfassendes Bild aus allen relevanten Perspektiven zeichnen. Auf Basis dieses Bilds können Sie einen abgestimmten und ganzheitlichen Change-Prozess gestalten: Sie decken die Dynamiken eines sich verändernden Systems auf und identifizieren jene Interventionen, mit denen Sie nachhaltige Veränderungen etablieren können.

Katja Keller stellt Ihnen in diesem Vortrag die Grundlagen des Modells vor und zeigt an konkreten Beispielen auf, wie auf dieser Basis Veränderungen erfolgreich umgesetzt werden können.

Bezug zum Management: Das Modell von Wilber ist ein Analysewerkzeug und dient dem Manager zur Entscheidungsfindung über Handlungs- und Steuerungsoptionen.


Katja Keller, Boris Gloger Consulting GmbHKatja Keller ist Betriebswirtin, Informatikerin und Coach und seit nunmehr 15 Jahren im Berater-Geschäft.
Seit 2008 ist sie Certified Scrum Master und Certified Product Owner und arbeitet seit 2014 bei Boris Gloger Consulting. Sie begleitet als Agiler Coach Scrum-Einführungen von Hardware und Software Produkten.
Ihr Anliegen ist es Arbeitsumfelder zu gestalten, in denen wertvolle Produkte entstehen, weil jeder sein Bestes beitragen kann und gern zur Arbeit geht.

Natürlich erfolgreich - Evolution von agilen Unternehmenskulturen

Referent: Dr. Ulrich Lohmann, scalamento

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 10:40 - 11:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Agile Führung folgt agiler Kultur; und die Umsetzung von Unternehmenskultur ist Chefsache. Das ist die Kernaussage des Vortrags über die Transformation von konventionellen Führungsmodellen mit klassischen Hierarchen zu agilen Führungsstrukturen. Am Beispiel der Firma allsafe GmbH wird die spannende Geschichte der Evolution zu einer agilen Entwicklungsorganisation erzählt. Von außen betrachtet hat sie sich in den letzten zehn Jahren vom handwerklichen Mittelständler zum prozessorientierten, international tätigen Weltmarktführer (hidden champion) entwickelt. Von innen betrachtet hat eine werteorientierte Führungskultur das individuelle Potential jedes Mitarbeiters in den Mittelpunkt der Unternehmensentwicklung gerückt. Dabei wurden Hierarchien abgeschafft und durch flexible Projektarbeit mit kundenorientierten Kernprozessen ersetzt.

Bezug zum Management: Hierarchien können abgebaut, Kontrolle durch Regulation ersetzt werden. Der Abbau von Hierarchien erfordert neue Rollen und Verantwortungen von Führungskräften. Mitarbeiter können nur dann erfolgreich in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, wenn die ihnen übertragene Verantwortung für das Ergebnis von Arbeitsprozessen transparent gemacht werden. Dafür bedarf es einer starken Vertrauenskultur mit einer natürlichen Akzeptanz von Fehlern.


Dr. Ulrich Lohmann, scalamentoAls promovierter Biologe blickt Ulrich Lohmann auf 15 Jahre in leitender Position bei internationalen Pharmakonzernen zurück. Seit 2005 hat er dann die Unternehmensentwicklung der allsafe GmbH & Co KG geleitet und dabei den Kulturwandel hin zu agilen Führungsstrukturen mitgestaltet. Seit 2018 ist er bei scalamento in Hamburg als Chief Value Officer als Berater für die agile Transformation auf den Chefetagen seiner Kunden verantwortlich. Seine Leitbilder für Veränderung bezieht Ulrich Lohmann aus grundlegenden Prinzipien der biologischen Evolution. Er träumt von einer Arbeitswelt, in der freie Menschen werteorientiert mit Sinn ihre Stärken leben und sich dabei in Verantwortung für das Unternehmen ständig weiter entwickeln können.

Agile Games "Kooperation & Team"

Host: Julian Kea, [ki:]®Learning

Es gibt viele Arten Aha-Momente auszulösen. In diesem Jahr ermöglichen wir sie auch mit Lernspielen! Serious Games (wie sie auch genannt werden) eignen sich sehr gut, um unsere favorisierten Verhaltensweisen zu spiegeln, Gruppendynamiken erlebbar zu machen und bieten häufig auch den Rahmen Neues gefahrlos auszuprobieren. In jedem Fall kann eine Gruppe das gemeinsam Erlebte reflektieren, um so zukünftige Verbesserungen anstoßen.

Agile Games sind eigens für den agilen Kontext entwickelte oder angepasste Simulationen, Karten- und Brettspiele. Vielleicht fühlen Sie sich an der ein oder anderen Stelle zurück in Ihre Jugend versetzt.

An jedem Konferenztag steht ein anderes Thema im Vordergrund: Dienstags Kooperation & Team, Mittwochs Kommunikation & Emotion und Donnerstag Führung & Flow.

Neben den Agile Games gibt es kurze „Lightning Talks“ über Lernspiele und deren Einsatz in verschiedenen Kontexten, über Serious Games Konferenzen sowie die Bedeutung des Debriefings und Do‘s and Don‘ts beim Einsatz von Serious Games.

Garantierte Spiele zu Kooperation & Team

Keep Talking and nobody explodes: Ein echter Kooperationstest. (Host: Markus Wissekal)
Product Owner Value Game: Wert, User Stories und Features stehen im Mittelpunkt dieses Kartenspiels.
Chair Wars: Erleben Sie was ein Ziel mit einem Team machen kann.


Julian Kea, [ki:]®LearningJulian Kea schafft mit hands-on Workshop-Methoden aktivierende Lernumgebungen!
Diese ermöglichen Teams einen authentischen Austausch, fördern das gegenseitige Verständnis und stärken das Miteinander. Komplexes wird im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar und erlebbar. Julian's Mantra lautet "Rediscover Learning. Work Smarter."

Julian Kea veranstaltet das #LSPmeetup rund um LEGO® SERIOUS PLAY® in Berlin (http://LSPmeetup.com) und die Unkonferenz #play14 rund um Serious Games in Berlin/Hamburg (https://play14.org/.) Er twittert über seine Trainingsthemen via http://twitter.com/kiLearning/.

Markus WissekalMarkus Wissekal ist ein akkreditierter Kanban Trainer, Lego Serious Play Facilitator und erfahrener agiler Coach, der seit mehr als 15 Jahren in der IT arbeitet. Er begann seinen Weg als technischer Lead eines Startups. Nach dem Studium besann er sich weniger auf das Erzeugen von Software, als auf das Erzeugen effektiver Teams. Mittlerweile hat er seinen Erfahrungsschatz auf leistungsfähige Abteilungen im Enterprise-Umfeld erweitert. Themen wie das Verständnis von agilen Werten liegen ihm am Herzen.

Agile HR bei DB Vertrieb: Wie ein radikales Organisationsexperiment in der Praxis funktioniert

Referenten: Thomas Martin und Daniela Hintze-Nicolaus, DB Vertrieb GmbH

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 11:35 - 12:20 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Moderne Organisationsentwicklung. Mehr Transformationsbegleitung. Weniger Personaladministration. Schneller, besser, anders zusammenarbeiten. Kompetenz vor Hierarchie. Kreis statt Kästchen. Selbstorganisiert. Selbstverantwortet. Partizipativ.
Die Personaler der DB Vertrieb GmbH sind vor über einem Jahr mit einem experimentellen Organisationsmodell jenseits klassischer Konzernstrukturen gestartet. Daniela Hintze-Nicolaus und Thomas Martin geben einen Einblick in den Alltag, die Entstehung, Strukturen und Rollen sowie die learnings mit der agilen HR des Vertriebs, für die sich die Mitarbeiter in geheimer Wahl selbst entschieden haben. Der Fokus liegt hierbei auf der Frage, wie sich Führung im agilen Business Circle verändert hat. Agiles Arbeiten funktioniert weitgehend hierarchiefrei aber eben nicht ohne Führung. Klar aufeinander abgestimmte Rollen sind erfolgskritisch und der Übergang ins agile Arbeiten stellt gerade die etablierten Führungskräfte, die nun Teil unseres Business Circle sind, vor große Herausforderungen. Nach dem Input freuen wir uns auf den spannenden Austausch mit allen Interessierten zu agilem Arbeiten, Hierarchiefreiheit und den Besonderheiten des Lebens auf einer agilen Insel im klassischen Konzernumfeld.


Thomas Martin, DB Vertrieb GmbHThomas Martin: Begleitet seit mehr als 10 Jahren Führungskräfte und Mitarbeiter unterschiedlicher Organisationseinheiten in Veränderungsprozessen - von 2005 bis 2013 bei der Deutschen Lufthansa und seit 2013 für die DB Vertrieb GmbH. Das zur Zeit spannendste Projekt ist die Gestaltung der Veränderung des eigenen Bereichs als CPO. Sein aktuelles learning: In der Rolle eines Experten für Veränderungsmangement Führungskräfte und Mitarbeiter zu beraten und im Prozess zu begleiten, bereitet nur bedingt vor auf die spannenden Herausforderungen, die die radikale Neuausrichtung des eigenen Bereichs bei gleichzeitig hohem operativen workload mit sich bringen.

Daniela Hintze-Nicolaus, DB Vertrieb GmbHDaniela Hintze-Nicolaus: Expertin für Veränderungen in der agilen HR Organisation bei DB Vertrieb. Sie begleitet Teams und Einzelne in Phasen des Wandels und in komplexen Transformationen. In dieser Rolle integriert sie Ihre Erfahrung als Personalleiterin mit ihrer Expertise als Coach und Beraterin sowie ihre eigenen Erlebnissen in der selbstorganisierten HR. Als Entwicklerin mit systemischer Haltung hat sie dabei stets die Interaktion zwischen Mensch und Organisation im Fokus.

BOSSA nova: Unternehmensweite Agilität mit Beyond-Budgeting, Open Space & Soziokratie

Referentin: Jutta Eckstein

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 11:35 - 12:20 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Heutzutage sind Unternehmen gefordert flexibel zu sein und dabei sowohl Disruptionen zu gestalten als auch zu überleben (Stichwort Resilienz). Diese (Heraus-)Forderung bedeutet nichts anderes als unternehmensweite Agilität. Jedoch ist es etwas anderes ob man Agilität mechanisch verwendet oder agil (von der Einstellung her) ist. Die Einstellung erlaubt die flexible Verwendung von agilen Verhaltensmustern nicht nur für Software-Teams sondern auch für das Gesamtunternehmen. So lässt sich zum Beispiel die Umsetzung unternehmensweiter Agilität nicht direkt von agilen Software Teams ableiten: ein Unternehmen ist nicht dadurch agiler, dass es Scrum auch auf Managementebene anwendet.

Unternehmensweite Agilität erfordert vielmehr einen ganzheitlichen Ansatz, eine Kombination verschiedener Prinzipien. Allen voran der Prinzipien von Beyond Budgeting (adaptive Budgetierung), Open Space (die Innovationskraft aller Mitarbeiter wirksam einsetzen), Soziokratie (flexible Unternehmensstrukturen, die dezentrale Entscheidungen ermöglichen) und Agilität (kontinuierliches Lernen durch Experimente und Feedback). Jutta Eckstein veranschaulicht wie unternehmensweite Agilität durch diese Kombination – BOSSA nova – gelingen kann.

Bezug zum Management: BOSSA nova zeigt auf inwiefern sich das Management anders in der Unternehmensstruktur aufstellen, Prozesse durch dezentrale Entscheidungen beschleunigen und strategische Innovation durch fortlaufende (bewährte) Experimente (Probes) ermöglichen kann (und muss).


Jutta EcksteinJutta Eckstein arbeitet seit über zwanzig Jahren als Business-Coach, Change-Manager, Beraterin und Trainerin im In- und Ausland. Weltweit verfügt sie über eine einzigartige Erfahrung bei der erfolgreichen Umsetzung agiler Prozesse in mittleren bis großen, verteilten, unternehmenskritischen Projekten, wovon auch ihre Bücher Retrospectives for Organizational Change, Agile Softwareentwicklung mit verteilten Teams, Agile Softwareentwicklung in großen Projekten und zusammen mit Johanna Rothman Diving for Hidden Treasures: Uncovering the Cost of Delay in your Project Portfolio handeln. Ihr neueste Buch (veröffentlicht zusammen mit John Buck) trägt den Titel Company-wide Agility with Beyond Budgeting, Open Space & Sociocracy.

Jutta Eckstein ist Mitglied der AgileAlliance und im Programmkomitee verschiedener europäischer, amerikanischer und asiatischer Konferenzen. Jutta wurde 2011 von der Computerwoche in die Top 100 der bedeutendsten Persönlichkeiten der Deutschen IT gewählt.

Team of Teams - x-funktionale Führungsteams als effektive Taktgeber für Veränderungen unter Komplexität

Referenten: Stefan Willuda und Cathleen Bredemeyer, idealo internet GmbH

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 11:35 - 12:20 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: idealo ist trotz seiner etablierten Position ein Angreifer im E-Commerce Markt. Das Umfeld, in dem wir uns bewegen, ist auf unterschiedlichen Ebenen geprägt von Komplexität und kontinuierlicher Veränderung. Diese Komplexität im Innen und Außen verlangt von uns schnelle und handlungswirksame Entscheidungen in den Teams und über die Grenzen einzelner Teams hinweg. Um diesem Entscheidungsbedarf zu entsprechen und um wirksames Handeln zu ermöglichen, setzen wir auf "Team of Teams" als Führungsinstrument.
Im Vortrag werden wir ein konkretes Beispiel eines solchen skalierten Führungsteams im Detail betrachten. Dazu blicken wir auf eine „Product and Technology“ Business Unit (bei idealo „Product Area“* genannt), die mehrere hoch-agile Produktentwicklungsteams zusammenfasst, und das agile Führungsmodell des „Team of Teams“ sehr erfolgreich einsetzt.

Die Besonderheit eines solchen „Team of Teams“? Alle Personen, die in ihrer Rolle die Rahmenbedingungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Business Unit gestalten, betreiben gemeinsam Organisationsentwicklung auf den Ebenen Produktstrategie (unter Einsatz des OKR Management Frameworks), Organisations- und Zusammenarbeitsstruktur sowie Organisationskultur (konkret beobachtbares Verhalten). Ausgehend vom konkreten Zweck dieser Business Unit bündeln wir die Führungsverantwortung zur gemeinsamen Organisationsentwicklung und leben diese im Interesse aller Kolleginnen und Kollegen.

Wir nehmen die x-Funktionalität dabei sehr ernst. Jene Rollen, die Rahmenbedingungen gestalten, sind dabei nicht nur die „klassischen“ disziplinarischen Führungskräfte, wie etwa Teamleiter, Head Of Product oder Head of Technology. Auch Product Owner und Agile Coaches sind beispielsweise explizit Teil dieses Führungsteams. Zugleich basiert die Zusammenarbeit in dem Team of Teams auf stärkeorientierter, persönlicher Interaktion jenseits der Rollen und formalen Autoritäten. Ein x-funktionales Team of Teams ist kein Steuerungskreis, es ist kein Gremium und auch keine Interessenvertretung. Es unterscheidet sich im täglichen Handeln und in der Interaktion der Teammitglieder erheblich von klassischen „Führungskräfterunden“, die primär als Advokaten ihrer jeweiligen Funktion oder Organisationseinheit agierten. Das x-funktionale Team of Teams, das wir vorstellen wollen ist ein echt agiles Team, so wie wir es aus der agilen Produktentwicklung im besten Sinne kennen, jedoch in einem agil skalierten Umfeld.

Die vortragenden Agile Coaches hatten sich in der Begleitung der Business Unit vorgenommen ein Führungsteam zu entwickeln, das der Taktgeber für die Weiterentwicklung dieser Business Unit ist. Der Vortrag wird konkret darstellen, mit welchem Auftrag dieses Führungsteam sich formte und wie der Aufbau dieses x-funktionalen Führungsteams gelang. Wir werden darauf blicken, welche Wirksamkeit dieses Team entfaltet und warum wir dieses Führungsteam als zentrales agiles Führungsmodell nicht mehr aufgeben wollen.
Darüber hinaus stellen wir dar, wie die tägliche Zusammenarbeit in diesem Führungsteam gelingt, wie wir uns organisieren, welche konkreten Handlungen das Team vollzieht und welche Entscheidungen es trifft. Dabei werden wir den Führungsauftrag an einem Modell der Organisationsentwicklung entlang verständlich darstellen und konkrete Rahmenbedingungen des Erfolgs benennen.

Heute ist das x-funktionale Team of Teams tatsächlich der Taktgeber für die Weiterentwicklung der Business Unit. Bis zu diesem Punkt haben wir viel gelernt, Herausforderungen gemeistert und viel erreicht. Von diesen Erfahrungen möchten wir berichten, um Managern und Agile Coaches Mut zu machen und um die Bekanntheit dieses erfolgreichen agilen Führungsmodells zu erhöhen. Zum Abschluss werden wir einen kurzen Ausblick darüber geben, welche Herausforderungen nun noch vor uns liegen.

* Eine Product Area verantwortet einen großen und relevanten Teil der Customer Journey und ist „End-2-End“ dafür verantwortlich. Entsprechend diesem Anspruch ist eine Product Area mit allen Rollen und Fähigkeiten ausgestattet, die sie braucht um erfolgreich und schnell liefern zu können. Jede Form der externen Abhängigkeit wird nach Kräften vermieden. Eine Product Area besteht aus mehren Teams und zugehörigen „Querschnittsfunktionen“ und sitzt räumlich zusammen.

Bezug zum Management: Wir sind überzeugt davon, dass das Gelingen agiler Transformations- und Veränderungsprozesse von wirksamen agilen Führungsmodellen abhängt. Ein gelungenes agiles Führungsmodell möchten wir vorstellen. Es zeigt, welche konkrete Zusammenarbeitsform Führungskräfte wählen sollten, um wirksame Führung unter Unsicherheit sicherzustellen und effektiv Veränderungsarbeit im Sinne der Organisationsentwicklung betreiben zu können. Die Perspektiven der Organisationsentwicklung - Markt und Nutzer, Produkt und Strategie, Organisationsstruktur, Prozesse und Zusammenarbeitsmodelle, Werte und Kultur bis hin zum konkreten Verhalten der Menschen in der Organisation - müssen heute schneller und effektiver integriert und aufeinander ausgerichtet werden, um auf Umweltveränderungen schnell und adäquat reagieren zu können. Das Spannungsfeld zwischen Autonomie und Alignment von Menschen in agilen Organisationen steigert die Komplexität des Führungshandelns zusätzlich.

Das x-funktionale Team of Teams ist ein erwiesen effektives Führungsmodell, das schon Peter Drucker für das Top-Management vorschlug. Dennoch ist die Verbreitung dieses Führungsmodells aktuell im deutschsprachigen Raum gering. Dieses agile Führungsmodell ist ein bedeutender Baustein für modernes Führungshandeln. Das Modell ist in der Lage, das Verhalten der beteiligten Manager positiv zu beeinflussen. Es führt zu enger und vertrauensvoller Kollaboration mit hoher Effektivität. Die Gestaltung von Organisationen gelingt dabei durch zielgerichtetes und absichtsvolles Handeln ohne die oft befürchteten Verwerfungen und Spannungen, die nicht selten mit der Veränderungsarbeit assoziiert werden.


Stefan Willuda, idealo internet GmbHStefan Willuda ist Agile Coach bei der idealo internet GmbH

Stefan glaubt an eine humane Weltwirtschaft. In dieser Mission arbeitet er seit Jahren als Scrum, Kanban und Management Consultant sowie als Agile Coach. Die Theory of Constraints ist seine große Leidenschaft.

Cathleen Bredemeyer, idealo internet GmbHCathleen Bredemeyer ist Agile Coach bei der idealo internet GmbH

Cathleen engagiert sich als Agile Coach und Organisationsentwicklerin für neues Arbeiten. Sie ist überzeugt davon, durch Etablierung neuer Führungskonzepte und selbstorganisierter Teams einen positiven Beitrag zu gesellschaftlichem Wandel zu leisten.

Von einem der auszog coole Mitarbeiter für ein langweiliges Unternehmen zu rekrutieren...

Referent: Peter Schnell, Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 14:30 - 15:15 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Nein, ich finde unser Unternehmen nicht langweilig – ja, ich arbeite für die IT einer Bank…

Aber versuchen Sie mal coole und innovative IT-Mitarbeiter für eine Bank zu finden. Da geht es um Finanzen und Regulatorien. Und ganz schnell stehen da Attribute wie steif, spießig, konservativ oder sogar rückständig im Raum. Wer will da schon hin, wenn man sich seinen Job aussuchen kann und coole Startups und Internet-Firmen locken?

Kennen Sie das, wenn das Bewerbungsgespräch plötzlich andersherum verläuft und Sie dem Bewerber das Unternehmen anpreisen?

Dieser interaktive Vortrag erzählt davon, wie wir uns als Firma und ganz besonders als IT-Abteilung gewandelt haben (noch wandeln), damit wir einerseits im gewandelten Markt auch weiterhin noch bestehen können und andererseits auch die Menschen an Bord bekommen, die gemeinsam mit uns die Firma weiterentwickeln. Das bedeutet einen (agilen) Change-Prozess für unsere IT und auch für das Unternehmen, der noch längst nicht abgeschlossen ist. Genau darüber und wie wichtig und notwendig das ist, um neue Mitarbeiter zu rekrutieren (und die bestehenden zu halten) möchte ich mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Ein agiler Chance bedeutet in der Regel auch eine Revolution in der Unternehmenskultur. Starre Hierarchien und feste Strukturen und eine lange Historie ("...das haben wir schon immer so gemacht...") stehen auf einmal selbstverantworteten, crossfunktionalen Teams, einer neuen Fehlerkultur ("Inspect and adapt") und einem ganz anderen Arbeitsstil gegenüber (Werte- statt Budgetorientiert, Time-to-Market statt Auslastungs- und Kosten optimiert).

Dieser Vortrag, mehrmals unterbrochen von kurzen, gemeinsamen Diskussionen, gibt einen Einstieg in unseren Weg in einen agilen Change und was das für die Mitarbeiterführung und Mitarbeiter-Recruitierung bedeutet. Er berichtet von unseren und anderen Erfahrungen mit einer agilen Transition im eher konservativen Umfeld mit dem Fokus auf Mitarbeiter-Recruitierung.

Was läßt sich in der Regel gut umsetzen, welche Widerstände haben wir vorgefunden und wann und wo sind wir eher gescheitert?

Wie hat sich das Denken und Handeln unserer Führungskräfte verändert ? Oder wie sollte es sich verändern? Welche Rolle spielt die HR-Abteilung oder welche sollte sie spielen?

Was sind die Erfahrungen der Teilnehmer ? Es wird ein paar Feedback-Runden und Diskussionen innerhalb des Vortrags geben, in denen wir in kleinen Gruppen gemeinsam über unsere Erfahrungen und unsere Einschätzungen diskutieren werden und die Ergebnisse allen über ein Online-Tool präsentieren werden.

Bezug zum Management: Für das Top-Management und die verschiedenen Führungsebenen ist die Transformation eines Unternehmens in ein agiles Unternehmen insbesondere im eher konservativen Umfeld eine echte Herausforderung.
Die Methoden müssen verstanden werden, die Prinzipien dahinter müssen akzeptiert und gewollt werden … dann muss das Ganze auch noch in die Kultur des Unternehmens eingebaut und dort fixiert werden.
Die Methodiken stehen aber zum Teil diametral zur bisher gelebten Praxis, die möglichen Widerstände (aus dem Management, dem Konzern, von HR, dem Betriebsrat...) sind daher nicht zu unterschätzen. Aber auch damit lernt man umzugehen...
Andererseits ist das Management auch in der Verantwortung neue Kräfte für das Unternehmen zu finden und die bereits vorhandenen zu motivieren und zu halten, um die Strategien für die Zukunft erfolgreich umzusetzen. Das geht unserer Meinung heutzutage auch und insbesondere im eher konservativen Umfeld nur dann, wenn man sich wandelt und die Themen Agilität, Management 3.0, Work-Life-Balance, eigenverantwortliches Arbeiten, selbstorganisierende Team usw. usw. eine bedeutende Rolle spielen. Nur so gelingt es unserer Meinung nach auch in Zukunft kreative Köpfe für das Unternehmen zu gewinnen und zu halten.


Peter Schnell, Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbHPeter Schnell ist Dipl. Informatiker und seit 1994 in der IT-Branche tätig. Sein beruflicher Werdegang führte ihn vom IT-Projektleiter einer Versicherung und IT-Abteilungsleiter einer Autobank über das Beratungs- und Trainingsgeschäft in die Leitung eines IT-Bereiches einer Bank. Seine Schwerpunkte sind die Durchführung agiler Transitionen, agiles Coaching, das Projektmanagement von klassischen und agilen Projekten im Banken- und Versicherungsbereich, sowie Interims-und Personalmanagement. Er hat seine langjährige Erfahrung in eine Vielzahl von Vorträgen und Publikationen eingebracht.

Agile Sales: Scrum in einer Vertriebsorganisation.

Referenten: Halina Maier, Agile Sales Company GmbH und Christian Düngfelder, MINT Solutions GmbH

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 14:30 - 15:15 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Mit erfrischender Offenheit wird in diesem Beitrag der Wandel des Unternehmens zur agilen Organisation dargestellt. Zu Beginn wird geschildert, wie es zu dem Wunsch nach dem Einsatz von Scrum mit den Elementen Planning, Daily Stand-up und Review kam. Mit dem Ziel, in drei Teams an zwei Standorten mehr Selbstkontrolle, -verantwortung und -verpflichtung auf der Basis einer Lern- und Fehlerkultur zu schaffen, wurde der Prozess von oben angestoßen, um sich von innen heraus entwickeln zu lassen. Der gewählte experimentelle Ansatz abseits vom Lehrbuch führte jedoch auf Umwege und bremste die Akzeptanz und Motivation. So gab es einige Anlaufschwierigkeiten und Hindernisse während der Implementierung. Schließlich nutzte man diese Erfahrungen und Erkenntnisse, um die agilen Instrumente richtig einzusetzen und zu ergänzen und aus dem Experiment eine gelungene Transformation zu machen. Das Ergebnis: Der Umsatz stieg um 40%.

Theoretisches Knowhow und Empfehlungen für ein erfolgreiches Vorgehen flankieren dieses Praxisbeispiel. Auf eindrucksvolle Weise wird nachgewiesen, dass agile Methoden wie Scrum und Kanban auch außerhalb von IT-Projekten funktionieren. Mit fachlicher Beratung und Begleitung. Mit Transparenz und kontinuierlicher Kommunikation. Mit Zeit, Geduld und Willenskraft. So zeigt sich: Agil belebt. Die Motivation, die Zusammenarbeit und das Geschäft.

Bezug zum Management: Wir berichten von der agilen Transformation bei Mint Solutions GmbH:

1. Aus der Sicht vom Geschäftsführer mit den Tipps für andere Gas und Teamleiter,

2. aus der Sicht des Agile Coaches mit Tipps für Management.


Halina Maier, Agile Sales Company GmbHHalina Maier ist Geschäftsführerin der Agile Sales Company, Autorin des Buches „Agiles Verkaufen“ und begleitet Unternehmen als Trainerin, Scrum Master und Agile Sales Coach.

Christian Düngfelder, MINT Solutions GmbHChristian Düngfelder ist Geschäftsführer der MINT Solutions GmbH, eines Personalberatungsunternehmens mit der Spezialisierung auf die Besetzung von Positionen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

How do you know your team is broken?

Referenten: Anika Köhler und Jan Hegewald, Zalando SE

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 14:30 - 15:15 Uhr

Level: Experte

Abstract: For large organizations, organizational improvement work is very much a guessing game. Often, engineering teams and managers cannot exactly determine what needs to be improved, and whether actions implemented by them actually help improving.

In order to reduce some of the ”guessiness” and to holistically evaluate team health, Zalando introduced a systemic approach - the Team Health Check (THC). The purpose of this tool is to help teams to assess, to visualize and to monitor how well they are performing at the different stages of the product development life cycle: Do they have all the inputs required to build a product creating value for the customer? Are they technically capable of building the product right? Does the working environment foster the delivery of high quality products?

In this presentation, we will share our journey and insights that led to our current solution, present the gamification elements in it, and explain how it helps to continually improve team productivity.

Bezug zum Management: Creating and developing healthy teams is one of the prevalent tasks of management, especially in the context of agility. Also, being part of a continuous improvement process makes this a valuable tool for management.


Anika Köhler, Zalando SEAnika Köhler works at Zalando as Agile Coach/Scrum Master since three years. Her professional journey started on a waterfall managed project in the automotive industry for a consultancy company. Her passion for Agile Management came with Zalando’s transition into an agile company. Since then she is, inter alia, coaching teams to become self-organized and autonomous.

Jan Hegewald, Zalando SEJan Hegewald works at Zalando as Head of Product Offer Platform. His professional focus is on Agile Leadership and Product Development in the e-commerce industry. Being a computer scientist, he developed custom software and helped companies structuring their project management capabilities before that for several years.
You can read about his thoughts on Agile Leadership at www.agil-gefuehrt.de.

Design Thinking: Quick & Dirty

Referentin: Andrea Kuhfuß, Kurswechsel Unternehmensberatung GmbH

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 14:30 - 17:00 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Lust auf eine bessere Kommunikation und Zusammenarbeit im Team? Brauchen Sie neue Ideen zur Verbesserung von Arbeitsabläufen? Sind Sie auf der Suche nach innovativen Geschäftsmodellen für Ihre Kunden? Dann besuchen Sie den Quick & Dirty Design Thinking Workshop, der Ihnen interaktiv die Grundsätzlichkeiten der Methodik vermittelt. Perspektivwechsel, Reaktionsfähigkeit, Kreativität und Empathie für Ihre Teammitglieder und Ihre Kunden stehen im Vordergrund.

Sie erhalten einen Überblick über die für den Design Thinking Prozess essentiellen Phasen Verstehen, Beobachten, Sichtweise definieren, Ideen generieren, Sie entwickeln einen Prototypen und lassen diesen von Ihren Mitstreitern testen. Herausgefordert werden Sie mit einer Design Challenge, die Sie in Höchstgeschwindigkeit in die Zukunft bringt.

Nehmen Sie die Herausforderung an?

Bezug zum Management: Die Managementebene erlebt, dass das Gegenteil von Silodenken, nämlich das kooperative Arbeiten in interdisziplinären und abteilungsübergreifenden Teams wertschöpfender ist, weil sowohl Experten als auch Novizen ihr Knowhow und ihre Neugierde in einen Prozess einfließen lassen, der zunächst lösungsoffen erscheint, aber stets zu neuen Erkenntnissen führt. Manager werden wieder zum Teil eines Teams und erfahren, wie essentiell ihre Expertise, aber auch die der anderen ist. Auf Augenhöhe entwickeln die Teams neue Ideen für Geschäftsmodelle, Prozesse oder Dienstleistungen. Die Teilnehmenden bekommen Impulse, wie wichtig es ist, Fragen zu stellen und zuzuhören, um dem wahren Bedürfnis ihres Kunden näher zu kommen und den Sinn ihres Unternehmens besser zu verstehen.


Andrea Kuhfuß, Kurswechsel Unternehmensberatung GmbHDurch den Parcours de Force treibt Sie die Agile Beraterin/Design Thinking Coach Andrea Kuhfuß, Kurswechsel Unternehmensberatung GmbH aus Bremen. Andrea Kuhfuß war als Wirtschaftsassistentin, Kunsthistorikerin und Innovationsmanagerin tätig. Sie leitete den Think Tank DIGILAB Brennerei 4.0 in Bremen. Mit Abschluss des Zertifikatsstudiums „Leading Digital Transformation and Innovation“ am Hasso Plattner Institut in Potsdam und an der Stanford University begleitet sie nun IT- und Non-IT-Unternehmen bei der Organisationsentwicklung.

Die Systemtheorie als Denkmodell zur konkreten Gestaltung einer Organisation

Referent: Florian Gaspar, TOPSIM GmbH

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 15:45 - 17:15 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Der Umgang mit Komplexität wird als die wichtigste Zukunfts-Kompetenz von Mitarbeitern eingeschätzt. Die Systemtheorie liefert wichtige Denkmodelle zum Umgang mit dieser Komplexität und damit eine Grundlage für die Gestaltung von zukunftsfähigen Unternehmen.
In diesem Workshop soll die eher sperrige Systemtheorie durch konkrete Anwendung erlebbar gemacht werden. Die Teilnehmer erarbeiten auf Basis eines systemtheoretischen Denkmodells konkrete Veränderungsimpulse für ihre eigenen Organisationen.

Bezug zum Management: Der Umgang mit Komplexität wurde im Future of Jobs Report des Weltwirtschaftsforums als die mit Abstand wichtigste zukünftige Kompetenz für Mitarbeiter in Organisationen eingeschätzt.
Die Systemtheorie bietet wichtige Beiträge, wie Organisationen mit dieser Komplexität umgehen können. Die Denkmodelle der Systemtheorie sind damit wichtige Werkzeuge für die Gestaltung von anpassungsfähigen Unternehmen
Es bietet sich daher für alle Mitarbeiter, die die Struktur ihrer Organisation mitgestalten, an, auf die Systemtheorie als Entscheidungsgrundlage zurückzugreifen.


Florian Gaspar, TOPSIM GmbHFlorian Gaspar koordiniert bei der TOPSIM GmbH seit mehreren Jahren die Entwicklung von Unternehmenssimulationen. Nach der Einführung von ersten agilen Methoden hat er die Entwicklung hin zu einem selbstorganisierten bzw. kollegial geführten Unternehmen initiiert und begleitet.
Daneben ist er als Senior Trainer für die Konzeption und Durchführung von Führungskräfteseminaren zu verschiedenen Themenbereichen verantwortlich. Er unterrichtet an der Universität Mannheim zum Thema „Umgang mit Komplexität“ und ist ausgebildeter Agiler Organisationsbegleiter & Coach.

Wie viel Agilität verträgt Ihre Organisation?

Referentinnen: Hendrikje Kühne und Silvia Worbe, osb Hamburg GmbH

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 15:45 - 17:15 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Organisationen sollen heute schneller, responsiver, beweglicher und kreativer werden. Das geht weit über die gelegentliche Anwendung einzelner Methoden in der IT, wie Scrum hinaus. Wir wollen mit viel Praxis-Insights und der Durchführung eines Agile-Quick-Check Ihrer Organisation zeigen, wo es bei der Einführung von organisationaler Agilität knirscht und wo und wie passende Maßnahmen ansetzen können.

Muss jetzt alles und jeder in der Organisation agil werden? Was bringt Agilität konkret, wo bringt es nichts und was genau verändert sich in der Organisation? Das sind nur einige der Fragen mit denen sich die Teilnehmer unserer Studie „Agilität als Antwort?“ beschäftigt haben. Anhand zahlreicher Beispiele aus der Studie und unseren Projekten sowie der aktuellen Managementliteratur, beschäftigen wir uns in dem Workshop mit folgenden Themen:

• Wie kommt Agilität in die Organisation?
• Wo passt Agilität und wo nicht?
• Wie kann das Nebeneinander von Hierarchie und Netzwerk, aussehen?
• Wie sind die Servant Leader von morgen gestrickt?

Wir wollen mit den Teilnehmern einen Agile-Quick-Check, einen Statuscheck als Ausgangspunkt für eine erfolgversprechende organisationale Implementierung, durchführen und mit ihnen erste pragmatische Maßnahmen zur Umsetzung skizzieren.

Bezug zum Management: Das Management hat den Bedarf nach mehr Agilität in der Organisation längst erkannt. Der Markt, die Konkurrenz und die technologische Entwicklung erzwingen in der Organisation eine stark erhöhte Taktzahl. Doch wie viel Agilität darf es denn sein, wo passt agiles Arbeiten und wo aber auch nicht? Die Einbettung von Selbstorganisation und Entscheidung im Team finden nicht alle Führungskräfte super. Mit der Entscheidung, Agilität als übergeordnetes Prinzip für Selbstverständnis und kollaboratives Handeln zu implementieren, stellen sich dem Management viele neue Fragen. In dem Workshop adressieren wir diese und skizzieren erste Lösungsansätze.


Hendrikje Kühne, osb Hamburg GmbHHendrikje Kühne ist Soziologin, IT Netzwerktechnologin und Senior Beraterin der systemischen Beratung osb Hamburg. Sie ist zertifiziert für agiles Projektmanagement und den dazugehörigen Methoden agiler Arbeitsweisen. Nach zehn Jahren als Systemingenieurin in der IT hat sie sich auf die Schnittstelle von Organisation und Technik spezialisiert. Derzeit leitet sie ein Lean Strategy Projekt und ist aktiv bei der Beratung zur Einführung und Einbettung agiler Arbeitsweisen in die Organisation. Sie ist Mitautorin der Studie „Agilität als Antwort?“ und ihr besonderes Augenmerk richtet sich auf das Thema Agilität aus der Perspektive des Nutzens für die Organisation.

Silvia Worbe, osb Hamburg GmbHSilvia Worbe ist Pädagogin und Senior Beraterin der systemischen Beratung osb Hamburg. Neben ihren Ausbildungen zur Mediation, Potenzialeinschätzungen von Führungskräften und Coaching, hat sie sich spezialisiert auf die Begleitung komplexer Veränderungsprojekte und die Unterstützung von Führungskräften. Der systemische Ansatz zur Organisationsentwicklung ist fester Bestandteil ihrer Arbeit. Neben ihren laufenden Projekten entwickelt sie derzeit zusammen mit KollegInnen einen praxisorientierten Ansatz, mit der HR auf die besondere Herausforderung von Agilität in der Organisation und der digitalen Transformation begegnen kann.

agil kommunizieren - miteinander mehr erreichen

Referent: Martin Bonensteffen, AVAKOM Kommunikation wirkt

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 15:45 - 17:15 Uhr

Level: Einsteiger, Fortgeschrittene und Experten

Abstract: Agile Kommunikation will die Leistungsfähigkeit, Effektivität und Resilienz von Teams verbessern und langfristig erhalten, indem es die fünf wichtigsten Erfolgsfaktoren* stärkt: Psychische Sicherheit – Zuverlässigkeit – Struktur und Klarheit – Sinn – Wirksamkeit. Das übergeordnete Ziel ist dabei kommunikative Flexibilität und der Hauptfokus liegt auf Ausrichtung, Handlung und Wirkung.

Hierfür fasst dieser pragmatische OpenSource-Ansatz die wichtigsten Erkenntnisse unterschiedlicher Wissenschafts- und Philosophie-Bereiche** auf dem neuesten Stand zusammen, vermittelt sie leicht lernbar und macht sie für den Arbeitsalltag anwendbar.

Konkret bietet Agile Kommunikation praxiserprobte 'Landkarten', Modelle und Vorgehensweisen an und lädt dabei aber vor allem ein, im Team-Kontext das mechanistische Richtig-Falsch-Denken zu verlassen und das vielleicht noch ungewohnte systemische Sowohl-Als-Auch-Denken immer häufiger auszuprobieren. Letzteres funktioniert im Kontext sozialer Systeme und menschlicher Kooperation in den allermeisten Fällen besser. Es ermöglicht z.B. … dass Konflikte als Chancen und Unterschiedlichkeit als Ressource erlebt werden können … dass es auf der Basis eines vertrauensvollen (psychisch sicheren) menschlichen Kontakts möglich wird, Klartext zu reden und wirklich produktiv zu sein … und dass die Teammitglieder immer häufiger aus kräftezehrenden unproduktiven Kommunikationsschleifen aussteigen und stattdessen ein kreatives und hochwirksames Miteinander erleben.

Dieser interaktive Kurzworkshop will Ihnen in kleinen Übungen ermöglichen, dass Sie auf der Basis von "Ich fühle mich sicher genug, das auszuprobieren!" eigene Erfahrungen dazu machen und so:

• einen 'Geschmack' davon bekommen, welchen Unterschied Agile Kommunikation machen kann.
• eine erste Idee entwickeln, welches Potenzial die zugrundeliegende Haltung wecken kann.
• entscheiden können: "Will ich mich damit weiter beschäftigen?"

* Im Projekt Aristoteles – so genannt nach seiner Idee "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile" – wollten Google-Forscher die Geheimnisse effektiver Teams lüften. Neben den fünf Effektivitätsfaktoren ist die wichtigstes Erkenntnis: "Es kommt weniger darauf an, wer im Team ist, als vielmehr darauf, wie das Team zusammenarbeitet."
** Zugrundeliegende Wissenschafts- und Philosophie-Bereiche: interpersonelle Neurobiologie, funktional kontextuelle Verhaltenswissenschaft, achtsamkeitsbasierte neurosystemische Psychologie, Embodied Communication, Gewaltfreie Kommunikation und Selbstorganisation.

Bezug zum Management: Agile Methoden und Vorgehensweisen stellen in vielen Unternehmen lange eingeübte und für richtig befundene Verhaltensweisen und Glaubenssätze radikal in Frage. Dominante Denkweisen und Erklärungsmodelle kommen gemeinsam mit gewachsene Strukturen und Hierarchien ins Wanken.

Damit die Teamleiter und Führungskräfte den hierdurch entstehenden Unsicherheiten begegnen und die Entwicklung einer agilen Organisation positiv und motiviert mitgestalten können, benötigen sie ein klares und attraktives Bild ihrer zukünftigen Rolle, ein gutes Verständnis agiler und resilienter Führungsprinzipien und 'stimmende Landkarten' für das noch wenig bekannte 'Terrain'.

Agile Kommunikation ergänzt hier Management 3.0 und andere agile Führungskonzepte mit pragmatischen Ansätzen für die alltägliche Kommunikation in einer VUCA-Welt.


Martin Bonensteffen, AVAKOM Kommunikation wirkt

Martin Bonensteffen, Dipl.-Ing. (FH), Trainer, Coach und Facilitator für Agile Kommunikation begleitet Teams und Organisationen auf ihrem Weg zu besseren Ergebnissen durch gelebte Agilität. Seine Klienten profitieren von seinen Erfahrungen und seiner Methodenkompetenz, die er in zehn Jahren internationalem technischen Vertrieb und fast zwei Jahrzehnten freiberuflicher Begleitung von Unternehmen aus der IT, dem Maschinenbau und der KFZ-Zulieferindustrie erworben hat. Mit natürlichem Interesse an den beteiligten Menschen und Offenheit für die individuelle Situation ermöglicht er Teams und Organisationen, ihre eigenen Erfolgsmuster gelebter Agilität zu entwickeln und für ihre nachhaltig positive Entwicklung zu nutzen.

Wie sieht Führung im agilen Umfeld aus?

Referenten: Tina Busch und Jan Höser, oose Innovative Informatik eG

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 10:40 - 12:20 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Agiles Arbeiten erfordert offensichtlich neue Führungsmodelle. Häufig ist allerdings unklar, wie Führung dann eigentlich konkret aussehen kann. Wie sehen Entscheidungsprozesse aus? Wer ist für was verantwortlich? Braucht es die Führungsrolle überhaupt noch?

Den Antworten auf dies Fragen können die Teilnehmenden dieses aktiven Workshops auf spielerische Art und Weise mit der LEGO Serious Play - Methode näher kommen.


Tina Busch, oose Innovative Informatik eGTina Busch ist als Trainerin, Coach und Teamentwicklerin bei oose im Bereich Soft Skills u.a. für die Themen Kommunikation, Konfliktmanagement, Führung auf Augenhöhe sowie LEGO® Serious Play® tätig. Sie unterstützt Unternehmen und Teams dabei, auf spielerische Weise mal neue Perspektiven einzunehmen und Mut für neue Wege zu entwickeln.

Jan Höser, oose Innovative Informatik eGJan Höser ist Trainer und Berater bei oose und sein Schwerpunkt liegt im agilen Projektmanagement.
Er unterstützt Unternehmen bei der Transition und beim Teambuilding mit Schulungen, Beratung und Coaching. Für ihn gilt es, die richtigen Gewohnheiten zu finden und zu etablieren, um erfolgreich zu werden.

Kleine Reise durch Disruptionen

Referent: Gunter Dueck

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 09:10 - 10:10 Uhr

Abstract: Heute können wir verstehen, warum Kodak pleite ging, Nokia den Tastenhandymarkt verlor oder Kaufhäuser nicht mehr so gut als "brick & mortar" funktionieren. Es lag an der Digitalisierung. Abgehakt. Es geht doch aber darum, dass möglichst ein jeder die Disruptionen auf seinem eigenen Gebiet noch zu seinen Lebzeiten erkennt! Das erscheint schwierig, wie man Diskussionen rund um Selbstfahrautos oder T-Zellen erkennt. Erhitzte Meinungskriege helfen da nicht, wir müssen einen nüchternen Blick auf die wirklichen ökonomischen Treiber richten.


Gunter DueckGunter Dueck (Jahrgang 1951) lebt als freier Schriftsteller, Philosoph, Business Angel und Speaker in Waldhilsbach bei Heidelberg. Er ist derzeit als einer der Initiatoren für das "Wiki of Music" tätig. Nach einer Karriere als Mathematikprofessor arbeite er fast 25 Jahre bei der IBM, zuletzt bei seinem Wechsel in den Unruhestand als Chief Technology Officer.

Dueck ist korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Fel-low des amerikanischen Ingenieursverbandes IEEE und Fellow der Gesellschaft für Informa-tik. Er ist Autor vieler Bestseller, zuletzt "Das Neue und seine Feinde", "Schwarmdumm" und "Flachsinn". Seit 2017 schreibt er die FAZ-Kolumne "Dueck dagegen...".

Und Augenhöhe geht doch - Wie wir Mitarbeitergespräche mit einem Canvas neu erfunden haben

Referenten: Udo Wiegärtner und Doris Dietz, conplement AG

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 13:30 - 14:30 Uhr

Abstract: Das offizielle Mitarbeitergespräch – oft einer der gefürchtetsten Termine des Jahres, den beide Seiten schnell abhaken wollen. Im schlimmsten Fall droht ein Gespräch als Formularschlacht, für das man sich vorher Antworten zurechtgelegt hat, um die Bewertung durch den Chef in den gewünschten Bereich zu manövrieren.

Der Vortrag zeigt, wie wir durch ein selber entwickeltes Mitarbeiter-Canvas unsere Mitarbeitergespräche neu erfunden haben. Auf einmal fallen im Gesprächs-Feedback Begriffe wie Augenhöhe, Wertschätzung, ganzheitliche Sicht und oft sogar der Wunsch der Mitarbeiter nach Verlängerung des Gesprächs.

Der Vortrag stellt unsere Idee des Mitarbeiter-Canvas und seine Verwendung vor und zeichnet seine iterative Entstehungsgeschichte á la Design Thinking nach.

Doris und Udo wollen Lust machen, das Open-Source Canvas der conplement AG zu verwenden oder sogar ein eigenes zu entwickeln.


Udo Wiegärtner, conplement AGUdo Wiegärtner ist als Agile Innovation Coach bei der conplement AG in Nürnberg tätig. Er hilft Teams und Organisationen bei der Einführung und Weiterentwicklung von agilen Herangehensweisen. Durch seine Laufbahn als Softwareentwickler, Entwicklungsleiter, Product Owner oder Scrum Master oder auch als Führungskraft kennt er sowohl die Herausforderungen als auch die positive Energie, die im Thema Agilität und Agile Leadership stecken. Als Design Thinking Facilitator begleitet Udo zudem Teams bei Innovationsprojekten für Produkte und Dienstleistungen. Seine Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit agilen Teams gibt er regelmäßig als Sprecher auf Konferenzen weiter. Seine Keynotes wurden schon mehrfach zur besten Session der Manage Agile gewählt.

Doris Dietz, conplement AGDoris Dietz ist Teamleiterin und Agile Coach bei der conplement AG in Nürnberg mit langjähriger Erfahrung zuerst als Projektleiterin und später als Product Owner oder Scrum Master. Doris ist Führungskraft für eines der Teams der conplement AG und stellvertretende Bereichsleiterin. Ihre Leidenschaft gilt vor allem dem Thema Servant Leadership. Hier verknüpft sie agile Ansätze mit klassischen Führungsinstrumenten und schafft so "neue" Werkzeuge im Bereich der Mitarbeiterführung bei der conplement AG. Doris ist Sparringspartner, wenn es darum geht, Entwicklungspotential bei Menschen zu erkennen und zu begleiten.

Social Energy: der emotionale Gewinn der Selbstorganisation

Referent: Ulf Brandes, BRANDES & PARTNER

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 16. Oktober 2018, 16:50 - 17:50 Uhr

Abstract: Bei großer Komplexität hat ‚Agile‘ beträchtliche Vorteile gegenüber traditionellen Arbeitsweisen. Doch mehr und mehr agile Transitionen drohen zu scheitern. Denn wo Menschen in einen agilen Kulturwandel mitgenommen werden sollen, fehlt es häufig an Zutrauen, an geeigneten Haltungen und echtem Engagement. Dass all dies unverzichtbar ist, haben viele Unternehmen längst erkannt. Nur: Wie können sich Haltungen ändern – angefangen mit unseren eigenen? Ulf Brandes illustriert bewährte Wege mit zahlreichen griffigen Metaphern und Praxisbeispielen.


Ulf Brandes, BRANDES & PARTNERUlf Brandes begleitet als agiler Coach für Organisationsentwicklung, Executive Coaching und Gruppenarbeit seit 8 Jahren als systemischer Coach, agiler Scrum-Master, Product Owner, klassischer Projektleiter und angehender Gestalt-Psychologe Unternehmen und Menschen in Veränderungsprozessen. Zuvor leitete der Diplom-Physiker und Volkswirt knapp 20 Jahre lang komplexe Veränderungs-Projekte im Management amerikanischer Konzerne und mehrerer Start-up-Unternehmen. Einem breiten Publikum bekannt wurde er u.a. durch seine populären Praxisleitfäden zur Neuen Arbeitswelt: die Bücher „Management Y“ (2014) und „Social Energy“ (2018, beide erschienen im Campus-Verlag), sowie die NewWork-Dokumentarfilmkampagne „Augenhöhe —Film und Dialog“ (2014).

Agile Verträge rechtssicher gestalten! #agile #smart law

Referent: Kristian Borkert, JURIBO Legal & Consulting

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 10:50 - 11:35 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Agile Projekte lassen sich regelmäßig nicht mit den bestehenden Verträgen abbilden. In Einkauf, Rechtsabteilung und Controlling besteht häufig kein oder nur ein rudimentäres Verständnis von agiler Zusammenarbeit. Das agile Mindset, Veränderungen zu begrüßen und flexibel auf sie einzugehen, ist in der Vertragswelt noch nicht angekommen.

Daher passten die Verträge häufig nicht zur Realität im Projekt. Sie fordern eine vertragliche Zusammenarbeit, die nicht zu der agilen passt. Daher können Verträge die Vorteile der agilen Zusammenarbeit ausbremsen oder Verhindern. Der Vortrag geht ein auf die aktuelle Rechtsprechung. Weiter gibt er Tipps aus der Praxis für die Gestaltung von Verträgen für agile Projekte.

Folgende Inhalte werden im Detail angesprochen

• Übersicht aktueller Ansätze und rechtliche Beurteilung
• Definition of Done, Abnahme und Mängelhaftung
• Vertragsaufbau und einzelne Klauseln
• Empfehlungen zur Vertragsgestaltung
• Wo sind agile, wo klassische Konstellationen sinnvoll?
• Wann ist welche Form von Verträgen angezeigt?
• Was ist eigentlich der “agile Festpreis”? Alter Wein in neuen Schläuchen?
• Money for nothing, Change for Free – Risk und Gain Sharing sowie Zusammenarbeitsmodelle

Bezug zum Management: Verträge sind eines Bestandteils des Risikomanagements. Sofern Verträge nicht zur gelebten Realität des Projektes passen, sind sie im Fall der Fälle regelmäßig kaum justiziabel. Das Management erhält Empfehlungen für die rechtssichere Gestaltung von Verträgen für agile Projekte hinsichtlich Aufbau, Vertragsart, ausgewählte Klauseln, etc. Dieses Wissen wird auch in der internen Diskussion mit Einkauf, Rechtsabteilung und Controlling sehr wertvoll sein.


Kristian Borkert, JURIBO Legal & ConsultingKristian Borkert ist Gründer der JURIBO Anwaltskanzlei. Er betätigt sich seit rund zehn Jahren als IT-Jurist, Datenschutzbeauftragter, Einkäufer und Scrum Master. Zuvor hat er u.a. den globalen IT-Einkauf der Celesio AG (jetzt McKesson Europe) sowie den Einkauf von Projekten und Dienstleistungen bei der W&W Gruppe verantwortet.

Seine Expertise umfasst insbesondere IT & Business Process Outsourcing, SLA, Softwarelizenzen, IT-Projektverträge, Datenschutzvereinbarungen und andere Themen im IT Sourcing.

Er ist Redner, Autor, Blogger, Lehrbeauftragter sowie Referent (BME Akademie). Sein besonderes Interesse gilt agilen Methoden und Zusammenarbeitsmodellen sowie digitaler Transformation unter Einsatz von Blockchain-Technologie.

Der Wind weht von allen Seiten - Kurs halten und die Transformation zielgerichtet steuern

Referenten: Dr. Christina Otte und Heiko Scharding, msg systems ag

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 10:50 - 11:35 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: In der Theorie sieht es ganz leicht aus: agiles und flexibles Management, Teams, die sich mit Hilfe von Scrum selbst organisieren, eigenverantwortliches Arbeiten und viel Gestaltungsfreiheit, alle sind zufrieden, vom Mitarbeiter bis zum Kunden...

Die Ziele für eine Transformation sind nachvollziehbar, der Weg dahin jedoch oft beschwerlich. Die Steuerung einer Transformation ist geprägt von experimentellen Ansätzen und häufig ohne konkrete Ziele und eine klare Messbarkeit der Ergebnisse.

Aus Sicht des Managements ist dies eine unbefriedigende Situation und es braucht ein transparentes, steuerbares und messbares Vorgehen.

In diesem Vortrag geben wir Beispiele aus der Praxis, wie der Spagat zwischen „loslassen“ und einer transparenten Steuerung nach messbaren Zielen gelingt. msg hat Werkzeuge entwickelt, mit denen eine Transformation effizient geführt werden kann.

Heiko Scharding und Dr. Christina Otte zeigen, wie sie Fortschritt im Projekt sicht- und messbar machen und wie das Management Orientierung in unbekannten Gewässern bekommt.


Christina Otte, msg systems agDr. Christina Otte ist Lead Consultant bei der msg systems ag.
Christina ist promovierte Mathematikerin und bringt mehr als 5 Jahre Erfahrung im Bereich Anforderungsmanagement, Konzeption und Implementierung von großen IT-Systemen im internationalen Umfeld mit. Dabei hat sie die fachliche Führungsrolle sowohl in klassischen, als auch in agilen Projektvorgehen inne und überzeugt durch ihre pragmatische, lösungsorientierte Art. Im Rahmen von agilen Transformationen coacht sie die beteiligten Projektmitglieder und begleitet sie sicher in die neue Rolle.

Heiko Scharding, msg systems agHeiko Scharding ist Principal Consultant bei msg systems ag in Hamburg.
Als langjähriger Agilist verknüpft er IT Know-How mit umfangreicher Management Erfahrung und umschifft damit so manche Untiefe in Transformations-Projekten. In der Beratung und Begleitung von komplexen Veränderungsprozessen glaubt Heiko daran, dass Klarheit und Transparenz die Schlüssel zum Erfolg sind. Daher schnackt er auch nicht lang, sondern erläutert im Vortrag auf der Manage Agile 2018, wie er das umsetzt.

Mit der richtigen Flughöhe die Organisation steuern

Referent: Robert Gies, 123Agile

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 10:50 - 11:35 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Das Ziel einer agilen, lernenden Organisation sind autonom handelnde Organisationseinheiten. Eine strikt hierarchische Steuerung durch die Geschäftsführung ist in diesem Kontext nicht mehr zeitgemäß. Dadurch entstehen neue Herausforderungen. Wie stellt man nun sicher, dass auf ein gemeinsames Ziel hin gearbeitet wird? Wie kann man einen Überblick über die gesamte Arbeitsauslastung bekommen? Wie kann man eine Systemüberlastung effektiv verhindern? Wie erreicht man vollständige Business Agilität? Hierfür wird ein völlig neues Ziel- und Leitsystem benötigt. Wie so etwas in der Praxis aussehen kann wird in diesem Vortrag vorgestellt.

Bezug zum Management: In einer agilen Organisation funktionieren klassische Management Werkzeuge nicht mehr. Klassische Management Werkzeuge müssen durch agile Systeme ausgetauscht werden.


Robert Gies, 123AgileRobert Gies bringt über 30 Jahre Erfahrung in der Software-Entwicklung mit und ist seit vielen Jahren im Aufbau und der Führung von agilen Entwickler-Teams aktiv. In mehr als 150 nationalen und internationalen Projekten u.a. für Kunden wie Apple Inc., Nestlé, Procter&Gamble, Lufthansa, BASF, Daimler, BMW, Opel, Telekom, Shell, Red Bull konnte er wertvolle Projekterfahrung sammeln. 2001 entwickelte er eine Softwareplattform die bis heute Marktführer im Bereich Brand-/Markenmanagement ist und u.a. bei Apple in Cupertino USA für das weltweite Marketing eingesetzt wird.

Als zertifizierter Scrum Master setzte er sich vor einigen Jahren das Ziel individuell optimierte agile Prozesse einzuführen. Während seiner Arbeit in mehreren großen Agenturen (u.a. Pixel Factory, BBDO, Peter Schmidt Group, Serviceplan, Cocomore AG) und Softwareherstellern (u.a. GFT, Dr. Wirth IT, iBrams GmbH, Shopgate GmbH) perfektionierte er kontinuierlich diese Vorgehensmodelle.

Er arbeitete 8 Jahre lang mit Adobe USA zusammen, um als Technologiepartner mit Adobe Produktmanagern und Entwicklern Adobe Produkte zu verbessern. 2008 wurde er von Adobe mit dem Innovationspreis für eine besonders kreative Systemlösung ausgezeichnet. Einige seiner Ideen sind in die Adobe Creative Suite Produkte eingeflossen.

Seit 2013 ist er Management 3.0 zertifiziert und hat mehrere Veranstaltungen mit Jurgen Appelo (Gründer und Autor von Management 3.0) organisiert. Er ist aktiv in vielen agilen User Groups, renommierter Speaker auf Konferenzen und organisiert die Scrum User Group sowie die Management 3.0 Community in Frankfurt. Heute beschäftigt er sich neben der kontinuierlichen Verbesserung von Abläufen in der agilen Software Entwicklung auch mit der Optimierung von "Business Agility" Geschäftsprozessen auf Geschäftsführungsebene. Dazu gehört die Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette und das Entwickeln von stabilen agilen Systemen.

Seine Mission ist es Unternehmen dabei zu helfen Denkweisen, Abläufe und Strukturen auf maximale Wertschöpfung & Zufriedenheit hin zu optimieren.

Understanding and developing agile leadership

Referenten: Gregory Keegan, Russell Hill, Christine Brunn und Michèle Twomey, agile42

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 10:50 - 12:30 Uhr

Abstract: With a rapidly changing world and increasing uncertainty, agile leadership may provide several benefits to you and your organisation. Agile leaders understand the importance of culture and self-organizing teams, moreover they come to learn self-awareness, empathy, motivation and social skills. They also have the ability to employ different leadership styles depending on the context and organisational climate.

In this workshop we will explore different leadership styles as well as the most suitable style that may be chosen to serve a given situation best and how this can be developed over time. The learning from this workshop will be carried over and applied in the afternoon workshop.


Gregory Keegan, agile42Gregory Keegan started his agile journey more than 10 years ago and has been working the last 4 years as an Agile Coach at agile42. This has given him the opportunity to train and coach many and various teams, Scrum Masters and Product Owners. He has also supported senior management and Transition Teams from a wide array of businesses and organisations to initiate and navigate their way through organisational agile transitions.

Besides having gained Certified Scrum Master® (CSM) and Certified Scrum Professional® (CSP), he became one of the first five Certified Teams Coaches (CTC) with the Scrum Alliance during its pilot introduction in 2016.

Prior to joining agile42, Gregory worked as a Scrum Master and Agile/Kanban Coach for six years at a company in the finance and banking industry in Berlin. He joined them initially as a software developer, but after learning about Scrum in his first year, he followed his calling to become Scrum Master and to help teams learn how improve their ways of working.

His previous experience includes everything from working as a project manager on government-funded community improvement projects, starting up a business in the travel industry, being a web application developer, a business language consultant, a construction builder and even a commercial fisherman in the Bering Sea.

In addition to coaching, he often runs workshops and presentations at conferences and Scrum Gatherings and is a regular attendee of Scrum User Group – Scrumtisch Berlin.

Certifications: CSM, CSP, CTC

Russell Hill, agile42Russell is an Agile coach and practitioner of Scrum and Kanban specialising in the development of software products. Regardless of the agile framework used, the common underlying goal is to help organisations and teams find a more effective way to deliver high quality, fast to market software products.

Christine Brunn, agile42Christine has started as software developer and worked several years as manager. People and how they can succeed were always her main motivation. Systemic coaching principles were her foundation when working as team lead and project lead. Now as coach at agile42 Christine enjoys inspiring people to succeed with the agile approaches.

Michèle Twomey, agile42As an agile coach, Michèle's goal is to support organizations and their teams find the most suitable agile framework that will lead to more responsive ways of learning and adapting rapidly to changes in order to deliver high quality.
Her background experience in the public health and emergency care environment ranges from community-based first responder systems to triage in acute care systems where lean thinking and value stream mapping proved helpful in providing transparency and clarity.

Agile Games "Kommunikation & Emotion"

Host: Julian Kea, [ki:]®Learning

Es gibt viele Arten Aha-Momente auszulösen. In diesem Jahr ermöglichen wir sie auch mit Lernspielen! Serious Games (wie sie auch genannt werden) eignen sich sehr gut, um unsere favorisierten Verhaltensweisen zu spiegeln, Gruppendynamiken erlebbar zu machen und bieten häufig auch den Rahmen Neues gefahrlos auszuprobieren. In jedem Fall kann eine Gruppe das gemeinsam Erlebte reflektieren, um so zukünftige Verbesserungen anstoßen.

Agile Games sind eigens für den agilen Kontext entwickelte oder angepasste Simulationen, Karten- und Brettspiele. Vielleicht fühlen Sie sich an der ein oder anderen Stelle zurück in Ihre Jugend versetzt.

An jedem Konferenztag steht ein anderes Thema im Vordergrund: Dienstags Kooperation & Team, Mittwochs Kommunikation & Emotion und Donnerstag Führung & Flow.

Neben den Agile Games gibt es kurze „Lightning Talks“ über Lernspiele und deren Einsatz in verschiedenen Kontexten, über Serious Games Konferenzen sowie die Bedeutung des Debriefings und Do‘s and Don‘ts beim Einsatz von Serious Games.

Garantierte Spiele zu Kommunikation & Emotion

XY Game: Ein Dilemma nach dem anderen.
Barnga: Kulturschock hautnah.
Escape - Flucht aus dem Tempel: Unterschiedliche Stresslevel und ein gemeinsames Ziel.

Feststehende Lightning Talks:

Björn Meschede, viadee Unternehmensberatung AG
Beyond Badges, Points & Leaderboards
Punkte sammeln, Auszeichnungen einheimsen und sich mit anderen in der Rangliste vergleichen - auch beim Einsatz von Gamification gerät man schnell in die Gefahr, genau jene Routine zu reproduzieren, die man eigentlich abschaffen wollte. Doch es gibt so viel mehr Optionen als "Points, Badges & Leaderboards" - ein Blick über den Tellerrand und ein Plädoyer für mehr Mut.


Julian Kea, [ki:]®LearningJulian Kea schafft mit hands-on Workshop-Methoden aktivierende Lernumgebungen!
Diese ermöglichen Teams einen authentischen Austausch, fördern das gegenseitige Verständnis und stärken das Miteinander. Komplexes wird im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar und erlebbar. Julian's Mantra lautet "Rediscover Learning. Work Smarter."

Julian Kea veranstaltet das #LSPmeetup rund um LEGO® SERIOUS PLAY® in Berlin (http://LSPmeetup.com) und die Unkonferenz #play14 rund um Serious Games in Berlin/Hamburg (https://play14.org/.) Er twittert über seine Trainingsthemen via http://twitter.com/kiLearning/.

Das Märchen von der Auslastung

Referent: Reiner Kühn, 1&1

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 11:45 - 12:30 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Hohe Auslastung von Ressourcen wird oft mit hoher Produktivität gleichgesetzt. Das ist in der fertigenden Industrie meist auch der Fall – zumindest, wenn es um Serien- oder Variantenfertigung geht.

Aber selbst in Organisationen, deren Wertschöpfung mehrheitlich durch Wissensarbeit entsteht, ist dieses Mantra nicht nur im Management bewusst oder unterbewusst tief verwurzelt. So sieht man durchaus, dass Mitarbeiter zu 120% verplant werden, weil ja einige Aufgaben nicht kommen werden und man so eine Auslastung von >80% erreicht.

Leider führt eine hohe Auslastung in der komplexen Wissensarbeit in vielerlei Hinsicht zu nicht erwünschten Effekten: Steigender Planungs- und Eskalationsmanagementkosten, sinkende Liefergeschwindigkeit, schlechter Qualität, unzufriedenen Kunden und Mitarbeitern, fehlender Verbesserung und fehlender Innovation.

Dieser Vortrag durchleuchtet die Problematik einer hohen Auslastung in unterhaltsamer Art und Weise und bietet zahlreiche Reflektionspunkte und Denkanstöße. Dennoch kommt auch die Lösungsseite nicht zu kurz – auch wenn es in diesem Märchen vermutlich keine Wunder geben wird…

Bezug zum Management: Das Mantra, dass hohe Auslastung mit hoher Produktivität einhergeht, hält sich selbst in den Köpfen von Managern von Wissensarbeitern hartnäckig. Begünstigt durch individuellen Leistungszielen aber auch bedingt durch das fehlende Verständnis für die Wirkzusammenhänge von komplexer Wissensarbeit werden die Potentiale nicht optimal genutzt.
Dieser Vortrag möchte hier Denkanstöße geben und machbare Lösungsideen geben.


Reiner Kühn, 1&1Reiner Kühn ist als Agile Coach, Trainer und Katalysator bei 1&1 tätig. In über sechs Jahren hat er viele Teams begleitet und ist ein geschätzter Austauschpartner auf allen Organisationsebenen nicht nur in agilen Methoden.

Reiner ist Gründer und Mit-Organisator der Limited WIP Society Karlsruhe (Kanban User Group).

Davor war Reiner in Managementpositionen in international tätigen IT-Firmen im Wasserfall und agil unterwegs.

Diese Managementerfahrung inspirierte ihn zu diesem Thema. Reiner ist inzwischen Auslastungsgegner und versucht Manager auf allen Ebenen dabei zu unterstützen, der Vollauslastung abzuschwören und Produkte und Leistungen schneller, besser, günstiger liefern zu können und zufriedenere Kunden und Mitarbeiter zu haben.

Wo ist der Schiedsrichter, wenn man ihn braucht?

Referentin: Claudia Simsek-Graf, viadee IT-Unternehmensberatung AG

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 11:45 - 12:30 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Durch die agile Transformation werden Teams zu selbstorganisierten und selbstbestimmten Systemen. Mit dieser neu gewonnen Freiheit geht auch ein höheres Maß an Verantwortung für jedes Teammitglied einher. Schon bei der Übernahme dieser Verantwortung ergeben sich oft Widerstände: Unklare Strukturen, unklare Zuständigkeiten und das Wegfallen der „entscheidenden Instanz“ begeistern nicht alle. Denn diese Form der Freiheit bedeutet auch mehr Unsicherheiten. Bisher konnten der Team-, Abteilungsleiter oder weitere Führungsebenen im Streitfall eine Entscheidung treffen, was für das Team und den Einzelnen durchaus eine Schutzfunktion war, hatte diese Entscheidung doch ein anderer getroffen. Im agilen System fehlt dieser „Schiedsrichter“. Konflikte treten aber gerade in Veränderungsprozessen häufiger auf als im ruhigen Fahrwasser. Wie können agile Teams lernen, damit umzugehen?

Der Case:

In einem Unternehmen wurde der Wandel hin zu agilen Vorgehensweisen ausgerufen. Mehrere Entwicklungsteams arbeiten agil. Jedes Team verantwortet ein bestimmtes System von der Idee bis zur Produktion. Die EntwicklerInnen können sich „aussuchen“ welches System sie betreuen und verantworten möchten. Viele Teams sind relativ stabil, einige haben eine hohe Fluktuation. Immer wenn neue KollegInnen in ein Team kommen, gibt es Unruhe und auf Dauer auch Konflikte.

Da bisher die Konflikte eher von einer „höheren“ Instanz entschieden wurden, fällt es den Teams noch schwer mit der Konfliktbearbeitung selbständig ihre eigenen Lösungen zu finden. Für erfolgreiche Teams ist das eine unerlässliche Kompetenz, die gelernt sein will.

In diesem interaktiv gestalteten Vortrag möchten wir von unseren Erfahrungen bei der Begleitung von Teams in der agilen Transformation berichten, zur Diskussion einladen und die unterschiedlichen Erkenntnisse zu einer gemeinsamen Idee entwickeln. Relevante Themen sind dabei folgende:

• Konfliktmanagement ohne „Schiedsrichter“: Aufbau von individueller und gemeinsamer Konfliktfähigkeit
• Gemeinsame Entwicklung von Konfliktkultur
• die neue Rolle der Führungskraft (“Schiedsrichter”) als Konfliktnavigatoren

Bezug zum Management: Bei der agilen Transformation sind insbeondere die Führungskräfte in einer verzwickten Lage. Rationalisieren sie sich durch die neue Methode / Organisationsform selber weg? Wie sieht ihr zukünftiges Aufgabenspektrum aus? Dabei kann ein möglicher Weg sein, Teams auf dem Weg hin zu mehr Konfliktkompetenz zu begleiten. Was braucht es dafür? Dazu möchte dieser Vortrag Anregungen geben und Möglichkeiten aufzeigen, wie diese spannende Aufgabe gelebt werden kann.


Claudia Simsek-Graf, viadee IT-Unternehmensberatung GmbHClaudia Simsek-Graf hat Technische Informatik studiert und arbeitet seit mehr als 20 Jahren in IT-Projekten. Schwerpunkte sind hierbei das Testmanagement, die Verbesserung von Software-Entwicklungsprozessen und das Projektmanagement. Durch ihre früheren Aufgaben als Team- und Abteilungsleiterin kennt Sie die Herausforderung im Umgang mit den menschlichen Faktoren aus eigener Erfahrung.

Neben der Projektmanagementausbildung ist sie Wirtschaftsmediatorin und vertritt in der viadee den Kompetenzbereich Soft-Skills.

Wie "agilisiere" ich Führung?

Referenten: Dr. Erik Lenhard und Dr. Philipp Kolo, The Boston Consulting Group

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 11:45 - 12:30 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Während das Wort „Agile“ zahlreich Eingang in das Vokabular von Führungskräften und Top Management in vielen Unternehmen und Branchen gefunden hat, ist das Bild bei der Umsetzung agiler Prinzipien im eigenen Alltag von Führungskräften deutlich limitierter.

Fakt ist: Viele Unternehmen haben agile Pilotprojekte aufgesetzt. Vom Top-Management wird fachübergreifend, in iterativem Zyklus an Digitalthemen gearbeitet und kontinuierlich Projektergebnisse geliefert. Neue Rollen, Arbeitsweisen, Führungsstile, Formen der Zusammenarbeit und Entscheidungsprozesse werden ausprobiert.

Entscheidet sich die Unternehmensführung aufbauend auf positiven Ergebnissen dazu, das Thema „Agile“ zu skalieren und als Organisationsprinzip und Arbeitsmodell auf Geschäftsbereiche oder das Gesamtunternehmen auszudehnen, wird sie zum integralen Bestandteil der agilen Transformation.

Moderne Ansätze für agile Organisationsformen, wie z.B. Holacracy, Teal, etc, liefern auf die Frage, wie dieser „shift“ zu erreichen ist, keine Antwort. Sie setzen ein entsprechendes Mindset voraus, geben ein Prozess-Regelwerk vor und etablieren Coaching-Praktiken. Aber empirische Erfahrungen und Ansätze der Verhaltensforschung zeigen, dass es mit Training und klassischem Coaching allein nicht getan ist.

Wir zeigen einen programmatischen Ansatz auf, hinterlegt mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Verhaltensforschung, wie es gelingen kann, die notwendigen Veränderungen im Verhalten von Führungskräften zu etablieren.

Unterfüttert von zahlreichen Fallbeispielen zeigen wir ganz konkret, mit welchem Maßnahmenset es Unternehmen geschafft haben, auf der kritischen Dimension „Führung“ agile Prinzipien und Verhaltensweisen dauerhaft zu verankern. Techniken wie „leader action plans“, „scene writing“ und „resource menus“ werden dargestellt und detailliert, welche Fallstricke es bei der Agilisierung von Führung zu vermeiden gilt.

„Culture eats strategy for breakfast – but leaders eat culture for dinner“

Bezug zum Management: Die Bedeutung der Unternehmensführung für eine erfolgreiche Agile Transformation wird häufig unterschätzt. Stattdessen wird bei agilen Transformationen ein Fokus auf Rollen, Prozesse und Technologien gelegt. Die betrifft nicht nur die oberste Führungsebene sondern Führungskräfte aller Ebenen, deren Rolle sich fundamental ändern muss.

Führungskräfte sind entscheidender Bestandteil der Unternehmenskultur. Da jede agile Transformation mit einer Veränderung der Unternehmenskultur einhergeht, sofern sie erfolgreich sein will, kommt den Führungskräften hier eine entscheidende Rolle zu. Allerdings sind viele Führungskräfte meist durch andere Einstellungen und Verhaltensweisen erfolgreich in ihre jetzige Position gekommen.

„Agile Führung“ muss daher integraler Bestandteil jeder Agilen Transformation sein und das Mandat, hier Veränderungen anzustoßen muss aus der obersten Führungsebene selbst kommen.


Dr. Erik Lenhard, The Boston Consulting GroupDr. Erik Lenhard ist Associate Director bei BCG in der Technology Advantage Practice Group. Er leitet BCGs Agile Praxisgruppe in Europa. Dr. Lenhard ist seit 2006 im agilen Themenumfeld unterwegs und besitzt umfangreiche Expertise in agiler Softwareentwicklung und Information Management. Bei BCG leitet er die agile Praxisgruppe, unterstützte mehr als 50 Projekte im Bereich "Agile Transformation" und führte mehr als 100 Workshops zu „Agil“ durch. Zuvor war er bei Kabel Deutschland und bei Solon Management Consulting tätig. Er studierte und promovierte in Darmstadt und London. Dr. Lenhard ist zertifizierter Scrum Master, Product Owner und Agile Coach.

Dr. Philipp Kolo ist Principal bei BCG und Kernmitglied der People und Organization Praxisgruppe. Er treibt das Thema Agile Organisation bei BCG in Europa. In seinen Beratungsprojekten unterstützt Dr. Kolo Unternehmen speziell in Fragestellungen zu Leadership, Führungskräfteentwicklung und Kulturwandel – besonders vor dem Hintergrund sich wandelender agiler Organisationen. Dr. Kolo studierte und promovierte in München und Göttingen in Volkswirtschaftslehre und ist zertifizierter Scrum Master,

Von Motivation zu Verwirrung - Von Scrum/Kanban im Software Development/IT Service zu "So. Jetzt werden wir erstmal agile."

Referent: MarcO Mathews, Hellmann Worldwide Logistics

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 14:40 - 15:25 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Bei dem Logistiker Hellmann Worldwide Logistics gibt es eine Anzahl von ueber 200+ IT Mitarbeitern, die Ihre Service-Dienstleistungen fuer die operativen Betriebseinheiten verrichten. In 2016/2017 wurde durch einen IT Führungswechsel eine Dynamik im IT Team erzeugt, die dazu fuehrte dass neue Formen der Zusammenarbeit innerhalb des IT Teams "geschaffen" wurden - durch die Teams selbst. Durch die Einstellung von neuen Mitarbeitern und Führungskraeften in 2017 und durch eine dadurch neu geschaffene Kommunikationskanäle wurden neue Team- und Organisations-Strukturen geschaffen, die nicht einhergingen mit der anfaenglichen selbst definierten Teamdynamik. Wie haben die Teams reagiert, als nach Jahren der erfolgreichen Zusammenarbeit eine Kommunikation getae4tigt wurde, dass jetzt alle "agile" werden muessen. Was wurde aus dem Management heraus dann getan gegen diese Verwirrung?

Bezug zum Management: Welche Kommunikationen wurden getaetigt aus dem Management heraus, die zu einer Verwirrung fuehrten und was wurde im Team mit den Führungskräften getan, um dieses zu korrigieren?
Vermeidung von Fehlern in der Kommunikation mit den Teams.


MarcO Mathews, Hellmann Worldwide LogisticsMarcO Mathews ist Enterprise Architekt (Fokus Enterprise Strategie und Prozesse ) bei Hellmann Worldwide Logistics. Neben vielen Jahren im Management-Bereich der IT-Infrastruktur und IT Prozess-Welt (u.a. mit Design und Einführung von IT Service Management Prozessen), beschäftigte er sich mit Reorganisationsprojekten fuer adminstrative Teams seit 2009. Er erzeugte dafür ein eigenes KVP / Lean Management TrainingsKonzept und führte diese in vielen Teams national und international ein. 2013 erzeugte er dazu einen Prozess namens Daily Task Management der Themen wie u.a. Kanban, Scrum, Project Portfolio Management, Demand Management beinhaltet. Zu dessen Einführung baute er ein spezielles Trainingskonzept auf und sorgte dafür das ein nachhaltige Verbesserung auch ohne sein weiteres Zutun nach dem Workshops gesichert war. Aktuell fokussiert er sich auf die Erstellung und Einführung eines Business Process Management Prozesses im globalen Bereich.

Eine wahre Geschichte - Eine Bank wird agil

Referenten: Karina Laffrenzen, Hanseatic Bank und Winald Kasch, ORGANEO

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 14:40 - 15:25 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Woran denkt man, wenn man das Wort "agil" hört? An Banken? Ganz bestimmt nicht! Bis jetzt. Die Hanseatic Bank aus Hamburg hat sich Anfang 2017 gemeinsam mit ORGANEO auf den Weg einer modernen Transformation begeben und begonnen eine agile Organisation aufzubauen. Fertig sind wir noch lange nicht - aber vielleicht agil? Wir teilen unsere abenteuerliche Geschichte mit euch, ganz ohne Tüdelkram.

Bezug zum Management: Jede strukturelle Veränderungen einer Organisation hat Einfluss auf das Thema Leadership. Führungspersonen erhalten Einblick, wie wir den Veränderungen in der Führungsaufgabe begegnen, welche Maßnahmen wir bereits beispielsweise in der Entscheidungsfindung erprobt und welche Effekte wir damit bisher erzielt haben.
Seid also gespannt auf interessante Geschichten aus der Praxis!


Karina Laffrenzen, Hanseatic BankKarina Laffrenzen ist Product Manager bei der Hanseatic Bank - eigentlich. Seit 2017 befasst sie sich umfassend mit den Themen 'agile Transformation' und 'Change'. Sie gehört von Beginn an zum Kernteam der Hanseatic Bank, welches den Wandel der Bank vordenkt und treibt. Karina ist somit tagtäglich und live dabei, wie sich ein Unternehmen Stück für Stück strukturell verändert, welche Herausforderungen und enormen Chancen für alle entstehen und wie diese gemeinsam bewältigt bzw. genutzt werden können.

Winald Kasch, ORGANEOWinald Kasch ist moderner Organisationsberater und Gründer von ORGANEO. Zusammen mit seinen Kollegen unterstützt er die Hanseatic Bank seit Anfang 2017 in deren Transformation.
Winald beschäftigt sich seit 2009 mit dem Thema „Lebendiges Unternehmen“, praktisch und theoretisch. Als Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens hat er mit seinen Kollegen einen Veränderungsprozess hin zu einem dynamikrobusten und agilen Unternehmen entworfen und begleitet. Im Vordergrund standen dabei eine hohe Autonomie und Selbstorganisation von Teams, die konsequente Orientierung an Kunden und der Wertschöpfung und ein Fokus auf den erfolgreichen Umgang mit Überraschungen und Werten. Das Unternehmen hat in diesem Zuge unterschiedliche Arbeitgeberprämierungen erhalten, „Hamburgs Beste Arbeitgeber“ und „Great Place to Work“. 2014 hat er ORGANEO ins Leben gerufen und begleitet seitdem mit seinen Kollegen Unternehmen bei agilen Organisationsvorhaben.

Erfahrungen mit Objectives und KeyResults in der Enterprise-Softwareentwicklung

Referent: Paul Möller, SAP SE

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 14:40 - 15:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Objectives und Key Results (OKRs) sind ein Management-Framework, welches Transparenz und Fokus in Unternehmen verschiedenster Größen bringen kann. Das Konzept wurde ursprünglich von Andrew Grove bei Intel eingeführt und fand später Verbreitung bei Softwareanbietern wie Google, LinkedIn und mittlerweile auch vielen Berliner Startups. Durch die iterative Natur der Methode und einer klaren Abgrenzung zur Mitarbeiterbewertung, bieten OKRs einen strategischen Rahmen für agile Teams.

Erfahren Sie im Vortrag von Paul Möller, welche Erfahrungen er als Führungskraft bei der Einführung von OKRs in seinem Team und einer Software-Entwicklungsabteilung mit ca. 100 Mitarbeitern gemacht hat. Wie schafft man die ursprüngliche Motivation um mit OKRs loszulegen? Welche Vorteile zum klassischen Management by Objectives (MBOs) motivieren die Abteilungssteuerung mit OKRs zu vertiefen? Welche Herausforderungen und Spannungsfelder ergeben sich durch die Methodik? Welche BestPractices haben sich mittlerweile etabliert?

Bezug zum Management: Objectives und KeyResults sind ein Framework, welches die Art und Weise wie die der Zielvereinbarung gehandhabt wird definiert - sowohl zwischen Mitarbeitern und Management, als auch innerhalb der Management-Hierarchie. Zur Schaffung agiler Organisationen reicht es nicht, Mitarbeiter und Teams auf Agilität zu trimmen, es erfordert auch eine Evolution des Managment-Apparates.


Paul Möller, SAP SEPaul Möller ist Führungskraft am Innovation Center Potsdam beim Marktführer für Unternehmenssoftware SAP. Zusammen mit einem Team talentierter Softwareentwickler treibt er innovative Ideen aus dem Bereich Enterprise Resource Planning (ERP) vom Prototypen bis zur global verfügbaren Konzern-Softwarelösung. Sein Interesse für Industrie-Technolgietrends und agile Entwicklungskultur treiben ihn an, stetig Potenziale für Software-Entwicklungsprozesse zu ergründen.

Vor seiner Rolle als Führungskraft erkundete Paul als Produkt Manager, welche Geschäftsprozessverbesserungen sich durch Geschwindigkeitsvorteile der In-Memory Datenbank SAP HANA für Unternehmen ermöglichen lassen. Seine Schwerpunktthemen waren Cash Management und die Digitalisierung des Boardrooms. Ursprünglich ist Paul studierter Software Entwickler vom Hasso-Plattner-Institut Potsdam mit Fokus auf agile Softwareentwicklung.

Fast and furious decision-making for agile leaders

Referenten: Gregory Keegan, Russell Hill, Christine Brunn und Michèle Twomey, agile42

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 14:40 - 16:20 Uhr

Abstract: As the complexity in an organisation is continually deepening, theoretical models and hierarchical decision-making processes no longer serve the need to respond to uncertainty and rapidly changing situations in the market and within the organisation.

In this workshop we build on the learning from the morning session by presenting a sense-making approach which will enable a better understanding of the context in which decisions are made which supports the usage of a more empirical and agile approach. We will demonstrate how a contextual model emerges from the data within an organisation to equip leaders to make better decisions.


Gregory Keegan, agile42Gregory Keegan started his agile journey more than 10 years ago and has been working the last 4 years as an Agile Coach at agile42. This has given him the opportunity to train and coach many and various teams, Scrum Masters and Product Owners. He has also supported senior management and Transition Teams from a wide array of businesses and organisations to initiate and navigate their way through organisational agile transitions.

Besides having gained Certified Scrum Master® (CSM) and Certified Scrum Professional® (CSP), he became one of the first five Certified Teams Coaches (CTC) with the Scrum Alliance during its pilot introduction in 2016.

Prior to joining agile42, Gregory worked as a Scrum Master and Agile/Kanban Coach for six years at a company in the finance and banking industry in Berlin. He joined them initially as a software developer, but after learning about Scrum in his first year, he followed his calling to become Scrum Master and to help teams learn how improve their ways of working.

His previous experience includes everything from working as a project manager on government-funded community improvement projects, starting up a business in the travel industry, being a web application developer, a business language consultant, a construction builder and even a commercial fisherman in the Bering Sea.

In addition to coaching, he often runs workshops and presentations at conferences and Scrum Gatherings and is a regular attendee of Scrum User Group – Scrumtisch Berlin.

Certifications: CSM, CSP, CTC

Russell Hill, agile42Russell is an Agile coach and practitioner of Scrum and Kanban specialising in the development of software products. Regardless of the agile framework used, the common underlying goal is to help organisations and teams find a more effective way to deliver high quality, fast to market software products.

Christine Brunn, agile42Christine has started as software developer and worked several years as manager. People and how they can succeed were always her main motivation. Systemic coaching principles were her foundation when working as team lead and project lead. Now as coach at agile42 Christine enjoys inspiring people to succeed with the agile approaches.

Michèle Twomey, agile42As an agile coach, Michèle's goal is to support organizations and their teams find the most suitable agile framework that will lead to more responsive ways of learning and adapting rapidly to changes in order to deliver high quality.
Her background experience in the public health and emergency care environment ranges from community-based first responder systems to triage in acute care systems where lean thinking and value stream mapping proved helpful in providing transparency and clarity.

Einfach mal agil #machen mit 70 Leuten - im Konzern.

Referenten: Jörg Landmann, Lufthansa Technik AG und Erik Hogrefe, Holisticon AG

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 15:35 - 16:20 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Wir sind eine junge, wachsende Product Division inmitten eines großen Konzerns. Wir arbeiten aktuell mit etwa 70 Personen in 7 crossfunktionalen Teams. Wir entwickeln ein digitales Produkt. Das machen wir seit gut zwei Jahren.

Wir sind zwei agile Coaches, die den Menschen in der noch jungen Organisation einen agilen Rahmen geben, der ihnen hilft, tolle Produkte zu entwickeln. Dabei probieren wir ständig neue Dinge aus und helfen den Teams, sich immer weiter zu verbessern. Was wir Euch in diesem Vortrag mitbringen, ist ein aktueller Schnappschuss dessen, was wir tun, wie wir arbeiten und agil machen, welche Voraussetzungen wir dafür sehen und wie wir mit den Teams versuchen, den Spagat zwischen Autonomie und Alignment zu schaffen. Manche Praktiken, die wir ausprobierten, brachten nicht das erhoffte Ergebnis, andere funktionieren und wir behalten sie bei. An all dem möchten wir Euch gerne teilhaben lassen und werden den Vortrag gemeinsam mit Euch gestalten.

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit Euch.

Bezug zum Management: - Das Management bekommt einen direkten und authentischen Erfahrungsbericht.
- Das Management erfährt, wie es in der agilen Produktentwicklung hilfreich sein kann.
- Das Management erfährt, wie es agiles Arbeiten ermöglicht.
- Das Management erfährt, wie agile Entwicklung auch mit mehreren Teams funktioniert.


Jörg Landmann, Lufthansa Technik AGJörg Landmann
Ich bin Agiler Coach in der Product Division Digital Fleet Solutions bei der Lufthansa Technik AG. Dort war ich zuvor Application Owner, klassischer Projektleiter und agiler Product Owner und spreche und verstehe mit diesen Erfahrungen die Sprachen vieler Beteiligter im und um das Unternehmen.

Erik Hogrefe, Holisticon AGErik Hogrefe
Als Agiler Coach, Berater und Trainer bei der Holisticon AG in Hamburg unterstütze ich Teams und Unternehmen bei der Einführung von agilen Vorgehensweisen und Durchführung von agilen Projekten. Als ausgebildeter systemischer Coach habe ich ein besonderes Interesse daran, Menschen dabei zu unterstützen, mit ihrer Arbeit nach außen und von innen her erfolgreich zu sein.

Erfolgreiche Veränderung beginnt im Management - mit Reflexion

Referentin: Katja Roth, kommitment GmbH & Co. KG

Tag und Uhrzeit: Dienstag, 17. Oktober 2018, 15:35 - 16:20 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Sie sind für ein mittelständisches Unternehmen tätig, das schon lange mit seinem Geschäftsmodell erfolgreich ist. Die Strukturen sind etabliert. Das Management organisiert, plant und kontrolliert.

Aber die Dinge ändern sich und Sie beginnen sich Fragen zu stellen. Wie geht eigentlich Innovation? Betrifft uns die Digitalisierung? Wie können wir in Zukunft erfolgreich sein? Wann haben wir zum letzten Mal etwas Neues auf den Markt gebracht? Wie geht der Weg zum richtigen Produkt?

Gleichzeitig sehen Sie, dass es im Unternehmen nicht mehr so richtig rund läuft. Nichts wird fertig. Sie haben zwar viele Ideen, aber es kommt einfach nichts Neues auf den Markt. Zu allem Überfluss haben Sie den Eindruck vom Wettbewerb mit neuen Produkten überholt zu werden. Und Ihre Mitarbeiter machen das was ansteht ohne große Leidenschaft.

Zur Lösung der Probleme haben Sie den Pausenraum modernisiert und einen Kicker gekauft. Aber nichts hat sich geändert. Sie haben neue Prozesse eingeführt, die die Time to Market verkürzen sollten. Auch das hatte keine Wirkung. Was braucht es dann, um die Leidenschaft der Mitarbeiter für das Unternehmen (wieder) zu entfachen und innovativer zu werden?

Statt pauschaler Maßnahmen zur Veränderung Ihrer Mitarbeiter müssen Sie sich selbst auf die Reise machen. Sie als Führungskraft wollen andere Ergebnisse. Deshalb müssen Sie Ihre eigenen Sichtweisen und Ihr eigenes Verhalten erkennen, verstehen und ändern. Wenn Sie sich nicht bewegen, werden sich Ihre Mitarbeiter auch nicht bewegen.

Beginnen Sie deshalb Ihre Reise mit einer bewussten Beobachtung dessen, was in Ihrem Unternehmen vor sich geht. Suchen Sie nach Erklärungen, für das was Sie dort sehen. Fragen Sie sich, welchen Einfluss Ihr eigenes Verhalten auf das Gesehene hat. Nutzen Sie aktive Perspektivwechsel, um weitere Einsichten über das Beobachtete zu generieren. Entwerfen Sie alternative Verhaltensweisen, probieren Sie diese aus und reflektieren Sie immer wieder die Wirkung Ihrer Veränderungen.

Der Vortrag zeigt, wie Sie mit mit einer Kombination aus Management by Walking Around und einem Daily Insights & Reflections Board ein Führungsverhalten etablieren, das Innovationsbereitschaft und Leidenschaft im ganzen Unternehmen entfacht.

Bezug zum Management: Der Vortrag zeigt, dass Veränderung vom Management ausgehen muss, wenn sie erfolgreich sein soll. Voraussetzung für erfolgreiche Veränderung ist, dass sich das Management reflektiert und basierend auf im Unternehmen gemachten Beobachtungen das eigene Verhalten behutsam anpasst. Manager erfahren in dem Vortrag wie diese Verhaltensänderung mit einfachen Mitteln ohne großes Veränderungsprojekt und ohne große Risiken erfolgreich gestaltet werden kann.


Katja Roth, kommitment GmbH & Co. KGKatja Roth ist seit vielen Jahren als Projektmanagerin und Agile Coach in verschiedenen Branchen tätig. Sie befähigt Unternehmen mit Veränderung erfolgreich umzugehen. Nach vielen Jahren als Freiberuflerin ist sie seit 2018 bei kommitment.

Der Weg entsteht beim Gehen - Die unterschiedlichen Perspektiven auf dem Weg zur Selbstorganisation

Referenten: Stefan Rudnitzki, Europace AG und Susanne Schwarzer, Hypoport AG

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, 15:35 - 16:20 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Wehren sich Menschen gegen Veränderung? Brauchen sie jemanden, der ihnen sagt was sie machen sollen? Verändern sich die Ergebnisse eines Teams dramatisch ohne Führungskräfte oder Entscheider? Inwiefern beeinflussen Holacracy, Sociocracy oder ähnliche Ansätze die Wertschöpfungskette? Was ist der Einfluss auf Teams? Sind diese Ansätze wirklich neu, innovativ und erstrebenswert? - Diese Fragen entstehen, wenn sich ein Unternehmen mit den Folgeschritten von „being agile“ beschäftigt.

Dieser Vortrag teilt Beobachtungen und Erkenntnisse der letzten drei Jahre, welche Coaches und ich während der selbstorganisierten Einführung von Selbstorganisation hatten. Dabei werden Potenziale und Herausforderungen deutlich, welche innerhalb der Teams im Veränderungsprozess in Richtung Selbstorganisation und der Produktentwicklung sichtbar wurden. In diesem Zusammenhang werden Antworten aus einer Perspektive aufgezeigt, welche Empathie, Zweck der Existenz des Individuums und des Unternehmens, Achtsamkeit und emotionale Intelligenz beinhaltet.

Bezug zum Management: Führungskräfte und Teams können anhand von Erfahrungen einen Einblick in die Einführung von Selbstorganisation (konkret Holacracy) bekommen und welche Herausforderungen uns in den letzten drei Jahren begegnet sind. Besonders bei der Beurteilung inwiefern Selbstorganisation für das eigene Unternehmen ein interessanter nächster Schritt sein könnte und welchen Perspektiven (z.B. bzgl. Kultur, Coaching, Achtsamkeit) Aufmerksamkeit gewidmet werden muss stehen im Vordergrund.


Stefan Rudnitzki, Europace AGStefan Rudnitzki arbeitet als Lead Softwareentwickler bei der Europace AG. Mit seinem Fokus Softwareentwicklung ist er sowohl Frontend und Backend als auch im Backend tätig. Mit dem Fokus Führung ist er verantwortlich für die Bereiche Teamorganisation und -entwicklung, Selbstorganisation, Employer Branding und Recruiting. Seit mehr als 10 Jahren ist er dabei Teil von agilen Teams und konnte dabei die unterschiedlichen Perspektiven von agilen Vorgehensmodellen aus Entwickler- und Managersicht kennenlernen. Des Weiteren organisiert er die MongoDB Usergroup Berlin und das Async Cat Herding Meetup. Zusätzlich ist er Mitgründer der FOSS Backstage Konferenz.

Susanne Schwarzer, Hypoport AGSusanne Schwarzer arbeitet als Organisationsberaterin und Coach bei der Hypoport AG. Seit mehr als 15 Jahren begleitet Sie Führungskräfte und Teams im Rahmen der Personalentwicklung, Resilienzaufbau und Stressprävention. Sie unterstützt Organisationsentwicklung durch den gezielten Einsatz von Persönlichkeitsmodellen, positiver Psychologie zum ressourcenorientierten Arbeiten und Potentialentfaltungscoachings, sowie der bewussten Betreuung von Change- und Teamprozessen. Des Weiteren entwickelt Sie nachhaltige und interdisziplinäre Trainingskonzepte für Unternehmen.

Fishbowl Diskussion "Agile Leadership"

Experten: Lars Vollmer; Jens Maser, REWE digital GmbH; Bent Myllerup, agile42

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 17. Oktober 2018, ab 18:10 Uhr

Abstract: Dieses Jahr bieten wir eine Fishbowl Diskussion zum Themenkomplex "Agile Leadership" an. Die Experten werden am Anfang kurz Ihre Thesen rund um Agile Leadership präsentieren, um sich dann anschließend einer Fishbowl Diskussion mit allen Teilnehmern "hinzugeben". Hierbei wird im Innenkreis ein freier Stuhl für die Teilnehmer zur Verfügung stehen, um an der Diskussion aktiv teilnehmen zu können.

Fishbowl: Bei der Fishbowl-Methode diskutiert eine kleine Gruppe von Teilnehmern im Innenkreis (im „Goldfisch-Glas“) das Thema, während die übrigen Teilnehmer in einem Außenkreis die Diskussion beobachten.

Möchte ein Teilnehmer aus dem Außenkreis zur Diskussion beitragen, gibt es verschiedene Formen:

Bei der Methode mit dem „Gast-Stuhl“ steht im Innenkreis ein freier Stuhl. Ein Teilnehmer aus dem Außenkreis kann darauf Platz nehmen und mitdiskutieren, bis er alles gesagt hat oder ein weiterer Teilnehmer aus dem Außenkreis auf dem Gast-Stuhl Platz nehmen will. Oder ein Teilnehmer aus dem Innenkreis kann seinen Platz freimachen, um einem Teilnehmer aus dem Außenkreis die Mitarbeit im Innenkreis zu ermöglichen.


Lars VollmerLars Vollmer, Jahrgang 1971, promovierter Ingenieur und Honorarprofessor der Leibniz Universität Hannover, ist Unternehmer, Bestsellerautor und Begründer von intrinsify.me, dem größten offenen Thinktank für die neue Arbeitswelt und moderne Unternehmensführung im deutschsprachigen Raum. Er lehrt an mehreren Universitäten und Instituten und ist gefragter Redner auf internationalen Kongressen und Unternehmensveranstaltungen. Er spielt Jazzpiano, trinkt gerne Weltklasse-Kaffee und lebt in Barcelona. Sein aktuelles Buch: »Wie sich Menschen organisieren, wenn ihnen keiner sagt, was sie tun sollen«.

Mehr unter www.larsvollmer.com

Jens Maser, REWE digital GmbHJens Maser arbeitet als Head of Delivery im Bereich Produkt bei REWE Digital. Seit 2012 ist er als Führungskraft im agilen Umfeld unterwegs und seit 2014 gestaltet er mit anderen die Agilität und das Wachstum bei REWE Digital. Seine Erfahrungen teilte er in den letzten Jahren schon auf diversen renommierten Konferenzen der agilen Community.

Agile Leadership bedeutet für mich den Fokus auf transformationale Führung zu legen und Netzwerken von Menschen beim Wachsen zu helfen, die sich selbst tragen und komplexe Aufgaben bewältigen können.

Wie sich Menschen organisieren, wenn ihnen keiner sagt, was sie tun sollen

Referent: Lars Vollmer

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 09:10 - 10:10 Uhr

Abstract: Der Reflex, der in jedem Unternehmen, jeder Organisation, jeder Gruppe wach wird, sobald Menschen zusammen arbeiten und etwas erreichen wollen, ist: Wer ist zuständig und wer verteilt weitere Zuständigkeiten? Und wie selbstverständlich bilden sich daraus Hierarchien und Abteilungen. Statt sich diesen starren Strukturen unterzuordnen, inspiriert uns Lars Vollmer zu mehr Initiative, Verantwortung und der Überlegung, wie es gelingen kann, Organisationen voller Agilität und Freiheit zu gestalten.

Die zentrale Frage dabei ist: Wie organisieren sich Menschen eigentlich, wenn starre Führungsrollen ausbleiben und ihnen niemand mehr sagt, was genau sie tun sollen? Anhand überraschender Beispiele aus Gesellschaft und Wirtschaft macht sich Lars Vollmer in seinem Vortrag siebeneinhalb aufrüttelnde Gedanken über eben jene Entwicklung, die Menschen vollführen, wenn ihnen keine Führungskraft Zeit-, Ziel- oder sonstige Pläne vor die Nase setzt.


Lars VollmerLars Vollmer, Jahrgang 1971, promovierter Ingenieur und Honorarprofessor der Leibniz Universität Hannover, ist Unternehmer, Bestsellerautor und Begründer von intrinsify.me, dem größten offenen Thinktank für die neue Arbeitswelt und moderne Unternehmensführung im deutschsprachigen Raum. Er lehrt an mehreren Universitäten und Instituten und ist gefragter Redner auf internationalen Kongressen und Unternehmensveranstaltungen. Er spielt Jazzpiano, trinkt gerne Weltklasse-Kaffee und lebt in Barcelona. Sein aktuelles Buch: »Wie sich Menschen organisieren, wenn ihnen keiner sagt, was sie tun sollen«.

Mehr unter www.larsvollmer.com

Fair Pay – Gehaltsfindung als Teamsport

Referenten: Joachim Seibert und Paul Herwarth von Bittenfeld, //SEIBERT/MEDIA und Sven Franke, CO:X UG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 13:20 - 14:20 Uhr

Abstract: In dieser Keynote berichten Paul Herwarth von Bittenfeld und Joachim Seibert vom offenen und verteilten Prozess der jährlichen Gehaltsrunde bei //SEIBERT/MEDIA, in dem ein gewählter Gehaltsentscheiderkreis die führende Rolle einnimmt.

Sven Franke reichert dies mit alternativen Gehaltsmodellen an und erklärt die Prinzipien, die hinter erfolgreichen Gehaltsfindungsprozessen stehen.


Joachim Seibert, //SEIBERT/MEDIAJoachim Seibert ist Geschäftsführer von //SEIBERT/MEDIA und überzeugter Verfechter agiler Software-Entwicklung. Er hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, Software-Entwicklungsteams agiler zu machen und zu besserer Zusammenarbeit zu führen. Dabei kommt zum einen sein fundiertes Methodenwissen zum Thema Scrum und Continuous Delivery zum Tragen. Andererseits beschäftigt er sich aber auch mit Themen wie kooperativer Führung und den Herausforderungen, in Gruppen gemeinsam die richtigen Entscheidungen zu treffen. Für //SEIBERT/MEDIA macht er sich Gedanken, wie die Firma trotz Wachstum weiterhin agil bleiben kann.

Paul Herwarth von Bittenfeld, //SEIBERT/MEDIAPaul Herwarth von Bittenfeld ist Partner und Prokurist bei //SEIBERT/MEDIA mit einem Schwerpunkt auf Produkt- und Geschäftsmodellentwicklung mit leanen und agilen Ansätzen. Seit 2003 im Unternehmen, hat er mit Software-Entwicklungsteams in verschiedenen Umgebungen zusammen gearbeitet, u.a. als Geschäftsführer mehrerer Tochtergesellschaften. Als Product Owner im Scrum-Pilotprojekt von //SEIBERT/MEDIA sowie anschließend als ScrumMaster und Agile-Coach hat er die agile Transition innerhalb des Unternehmens sowie bei Kunden begleitet.
Nach dem Aufbau der Social Intranet-Lösung LINCHPIN und der Implementierung in diversen großen Organisationen in Deutschland und weltweit liegt sein Fokus auf der Google-Partnerschaft des Unternehmens.

Sven Franke, CO:X UG„Experimente wagen und Neuland erkunden“, nach dieser Maxime lebt und arbeitet Sven Franke. Er ist Organisations- und Prozessbegleiter, Sparringspartner für Führungskräfte und Betriebsräte, Autor und Keynote-Speaker. Seit seiner ersten Führungsverantwortung beschäftigt er sich mit den Themen Kooperation, Potentialentfaltung und Zusammenarbeitskultur. 2014 und 2015 initiierte er gemeinsam mit Weggefährten die Projekte „AUGENHÖHE - Film und Dialog“ und „AUGENHÖHEwege - Film und Dialog“. Im März 2017 wurde Sven Franke mit dem New Work Award von Xing ausgezeichnet. Der Preis würdigt sein vielseitiges Engagement als "New Worker" und ist Bestätigung für sein Streben nach einer neuen, besseren Arbeitswelt.

Entscheidungstechniken situativ im agilen Kontext sinnvoll einsetzen

Referenten: Artur Strasser und Kai Witte, frobese GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 10:40 - 12:20 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Ein wichtiger Teil der Arbeit einer Führungskraft liegt im Treffen von (möglichst richtigen) Entscheidungen. Einige Entscheidungen werden in wenigen Sekunden „aus dem Bauch“ heraus entschieden, über Andere wird tage- oder wochenlang nachgedacht. Sobald die Entscheidung getroffen ist, bleibt die Hoffnung, dass es die Richtige war und die Konsequenzen einer möglichen Fehlentscheidung klein ausfallen.

Für Entscheidungsfindungen werden nach wie vor „Klassiker“ verwenden: Die hierarchische Anweisung und die demokratische Abstimmung per Konsens. Dabei bestehen eine Reihe von weiteren Methoden, die Führungskräfte situativ sinnvoll einsetzen können. Wir stellen einige Methoden vor und wenden Sie mit Ihnen situationsbedingt an, um zu möglichst „richtigen“ Entscheidungen zu gelangen. Zu diesen Methoden gehören: Konsultativer Einzelentscheid, Entscheidungsmatrix, Konsent und Intuition.

Im Mittelpunkt steht das Situative. Wann sollte ich die Entscheidung gemeinsam in der Gruppe treffen, wann selbst und sind Entscheidungen delegierbar? Welche Methode ist in welchem Szenario die Richtige? Wie stärke ich agilen Teams den Rücken und befähige Sie selbst Entscheidungsstärke aufzubauen?

Bezug zum Management: Die Entscheidungsfindungsmethoden sind für Führungskräfte und Situationen, denen Führungskräfte begegnen, zugeschnitten. Wir legen einen klaren Fokus auf das Management, in dem wir diese Zielgruppe fokussieren. Die Führungskräfte sollen diese Methoden kennenlernen, anwenden und in der Praxis situativ sinnvoll einsetzen können, um ihre Entscheidungen zu optimieren sowie ihre Teams zu befähigen, selbst Entscheidungsstärke zu zeigen.


Artur Strasser, frobese GmbHArtur Strasser ist Managing Consultant bei der frobese GmbH und ist als zertifizierter CSP als agiler Coach, Scrum Master und Product Owner tätig. In den vergangenen Jahren unterstützte er verschiedenste Kunden bei Veränderungsprozessen in ihrem Unternehmen, unter anderem in der Einführung von Scrum und Kanban. Seine Schwerpunkte bilden dabei das Coaching von agilen Softwareentwicklungsteams sowie die Organisationsberatung hinsichtlich der Einführung, Transition und Skalierung in den Branchen Automotive, Bankwesen und E-Commerce. Weiterhin hält er regelmäßig Vorträge und gibt Trainings und ist an mehreren Hochschulen als Dozent für unter anderem agile Themen unterwegs.

Kai Witte, frobese GmbHKai Witte lebt und arbeitet in Hannover als IT-Berater und Coach. Er begleitet seit mehr als 20 Jahren IT-Entwicklungsprojekte in verschiedenen Rollen, vom Programmierer bis hin zum Projekt- und Programmleiter. In den letzten Jahren widmete er sich besonders der Analyse, der Konzeption und der Umsetzung von regulatorischen Anforderungen im Rahmen von IT-Compliance Vorhaben.
Begleitend begeistert sich Herr Witte stets für aktuelle Trends und Neuerungen hinsichtlich Produktentwicklungsmethoden, Vorgehensmodellen und methodischen Verfahren, insbesondere mit dem Schwerpunkt Agilität. Seine Projekt- und Managementerfahrung macht er sich als Coach und Trainer zu Nutze, vornehmlich bei der Einführung und Anwendung agiler Methoden in Teams und Organisationen.

Herr Witte ist verheiratet, zweifacher Familienvater und hat ein Faible für Synthesizer.

Von der agilen Unterminierung zur Transformation im Kerngeschäft

Referent: Sven Christian Andrä, K-Mail Order GmbH & Co. KG (Klingel Gruppe)

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 10:40 - 11:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Der Kontrast zwischen dem traditionellen Familienunternehmen mit 3.000 Mitarbeitern und der agilen Softwareentwicklungstochter mit 35 Mitarbeitern könnte auf den ersten Blick nicht größer sein. Auf der einen Seite klassische Strukturen zwischen Mittelständler und Konzern mit 3 Jahresplan, Kopfmonopolen und Kariereleitern, auf der anderen Seite Selbstorganisation, volle Transparenz über alle Informationen und fluiden Rollen.

Und so kann am Beispiel der Qudosoft innerhalb der Klingel Gruppe eindrücklich dargestellt werden, wie die Durchdringung klassischer Strukturen durch agile Teams einen wichtigen Beitrag zur Transformation im Kerngeschäft leisten kann.

Der Vortrag erzählt von Erfahrungen während dieses Prozesses, von Dingen, die gut gelaufen sind, von Dingen, die man nicht wiederholen sollte und vom aktuellen Stand auf dem Weg zu einer agilen und digitalisierten Gesamtorganisation. Der Fokus liegt dabei auf den organisatorischen und kommunikativen Herausforderungen wobei immer wieder der Bezug zur Unternehmensarchitektur und zur Digitalisierung hergestellt wird. Zu Wort kommen (per Zitat und Video) Mitarbeiter sowohl aus der klassischen Organisation als auch aus den agilen Tochtergesellschaften, die über den Prozess der gegenseitigen Annäherung berichten.

Bezug zum Management: Der Vortrag zeigt Potentiale und Herausforderungen der Veränderung klassischer Unternehmensstrukturen durch Impulse aus vorreitenden Organisationseinheiten auf. Er baut dabei auf der Überzeugung auf, dass die eigentliche Transformation im Kerngeschäft und in der Kernorganisation erfolgen muss um nachhaltig zu wirken.


Sven Christian Andrä, K-Mail Order GmbH & Co. KG (Klingel Gruppe)

Als Chief Digital Officer (CDO) verantwortet Sven Christian Andrä seit April 2018 die digitale Transformation der Klingel Gruppe, eines der großen Versandunternehmens Deutschlands. Davor war er für 4 Jahre Geschäftsführer der Softwareentwicklungstochter Qudosoft innerhalb der Gruppe. Vor seinem Eintritt in die Klingel Gruppe gründete er verschiedene Unternehmen u.a. in den USA.
Als CDO hat er alle zentralen technischen Unternehmensbereiche (von der klassischen IT über E-Commerce, den technischen Tochtergesellschaften bis hin zum Portfoliomanagement) in seinem Verantwortungsbereich.

Wie wir auf der Suche nach Fairness einmal fast unsere Gehälter offengelegt hätten

Referenten: Boris Steiner und Stefan Mieth, NovaTec Consulting GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 10:40 - 11:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Es war einmal ein Team von agilen Coaches, die sich mit der Frage beschäftigten, wie man Gehalt fair verteilen kann. Denn seien wir mal ehrlich, "Management" ist aktuell nicht leicht: Selbstverwirklichung in der Generation Y, intrinsische Motivation stärken, attraktive Mitbewerber und wenig Auswahl am Personalmarkt.

Mit Management 3.0 werden bereits viele wichtige Bereiche unseres Managementalltags adressiert. Wir sollen Mitarbeiter nicht wie Maschinen behandeln, sondern führen. Wir sollen Verantwortung in die Teams delegieren und am Ende für komplexe Fragestellungen gemeinsam eine Lösung auf Augenhöhe finden.

Und dann kommt da auch noch das lästige Thema Gehaltsfindung auf den Tisch. Der fast schon dogmatische Ansatz von M30 – die Gehälter aller Mitarbeiter offen zu legen und eine Gehaltsformel zu erstellen – ist nur in den wenigsten Fällen realisierbar. Wir haben uns daher für einen einfachen, pragmatischen Weg entschieden, der ebenfalls den Grundprinzipien von Fairness, Delegation und Selbstorganisation von M30 entspricht.

Was klingt wie ein Märchen, wird auch als solches erzählt. Neben zahlreichen Fabelwesen, Helden und spannenden Abenteuern beinhaltet es auch eine von uns iterativ entwickelte, neue und zugleich spannend-praxiserprobte Möglichkeit der Gehaltsrunde. Freut euch auf eine Geschichte mit Moral und erfahrt welche grundlegenden Fehler wir auf der Suche nach Fairness bereits für euch gemacht haben.

Bezug zum Management: Wie kann ich als Manager eines selbstorganisierten Teams das Thema "Gehalt" behandeln? Dieser Vortrag ist ein Erfahrungsbericht unseres Teams. Zusammen mit unserer disziplinarischen Führungskraft haben wir uns schrittweise Richtung Teamverantwortung und Selbstorganisation bewegt. Für uns alle hat das zu einer erhöhten Transparenz, Zufriedenheit aber auch Verantwortung geführt und unseren Manager entlastet. Wir wollen mit diesem Vortrag Denkanstöße geben und dazu inspirieren, sich mit seinem Team ebenfalls auf diesen Weg zu begeben!


Boris Steiner, NovaTec Consulting GmbHWas haben Unterwasserrugby und agile Methoden gemeinsam? Bei beiden geht es um einen harten aber fairen Mannschaftssport, bei dem es außer auf schnelle Bewegungen und einem langen Atem vor allem auf das gute Zusammenspiel im Team ankommt. Neben meiner großen Leidenschaft, dem Sport, bin ich seit über 10 Jahren in der IT-Branche tätig und seit 5 Jahren Agile Coach und Trainer für Scrum und Kanban. In meinen Trainings ist es mir wichtig, neben Methoden und Frameworks auch ein agiles Mindset zu vermitteln. Denn das macht nicht nur schneller und effektiver, sondern meistens auch richtig Spaß!

Stefan Mieth, NovaTec Consulting GmbHEine Retrospektive ist wie eine Schachtel Pralinen: Man weiß nie, was man bekommt. Dennoch kann jedes Projekt zu einem Highlight werden, wenn man sie als Chance für einen Perspektivenwechsel versteht. Mein Erfahrungsschatz im Bereich Softwareentwicklung, Team- und Projektleitung reicht bis in das Jahr 2003 zurück. Seit 2009 bin ich zudem als Trainer und Consultant tätig und biete aktuell das Professional Scrum Developer Training sowie das Professional Scrum Foundations Training nach Scrum.org an. Da es mir persönlich wichtig ist, dass agile Werte gelebt werden, teile ich meine Erfahrungen zusätzlich gerne in Blogs, Fachartikeln und Vorträgen.

Agile Games "Führung & Flow"

Host: Julian Kea, [ki:]®Learning

Es gibt viele Arten Aha-Momente auszulösen. In diesem Jahr ermöglichen wir sie auch mit Lernspielen! Serious Games (wie sie auch genannt werden) eignen sich sehr gut, um unsere favorisierten Verhaltensweisen zu spiegeln, Gruppendynamiken erlebbar zu machen und bieten häufig auch den Rahmen Neues gefahrlos auszuprobieren. In jedem Fall kann eine Gruppe das gemeinsam Erlebte reflektieren, um so zukünftige Verbesserungen anstoßen.

Agile Games sind eigens für den agilen Kontext entwickelte oder angepasste Simulationen, Karten- und Brettspiele. Vielleicht fühlen Sie sich an der ein oder anderen Stelle zurück in Ihre Jugend versetzt.

An jedem Konferenztag steht ein anderes Thema im Vordergrund: Dienstags Kooperation & Team, Mittwochs Kommunikation & Emotion und Donnerstag Führung & Flow.

Neben den Agile Games gibt es kurze „Lightning Talks“ über Lernspiele und deren Einsatz in verschiedenen Kontexten, über Serious Games Konferenzen sowie die Bedeutung des Debriefings und Do‘s and Don‘ts beim Einsatz von Serious Games.

Garantierte Spiele zu Führung & Flow

Feel free: Feel free ist eine einfache Simulation zum Erleben von Organisationsstrukturen.
Ball Point Game: Ein Klassiker, wenn es um Agilität geht.
Agile Battleships: Schiffe versenken mit einem agilen Kniff.
Delegation Poker: Sieben Ebenen für mehr Entscheidungsfreiheit.


Julian Kea, [ki:]®LearningJulian Kea schafft mit hands-on Workshop-Methoden aktivierende Lernumgebungen!
Diese ermöglichen Teams einen authentischen Austausch, fördern das gegenseitige Verständnis und stärken das Miteinander. Komplexes wird im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar und erlebbar. Julian's Mantra lautet "Rediscover Learning. Work Smarter."

Julian Kea veranstaltet das #LSPmeetup rund um LEGO® SERIOUS PLAY® in Berlin (http://LSPmeetup.com) und die Unkonferenz #play14 rund um Serious Games in Berlin/Hamburg (https://play14.org/.) Er twittert über seine Trainingsthemen via http://twitter.com/kiLearning/.

"Culture eats Strategy for Breakfast" - Strategies for Change based on Culture

Referent: Gregory Keegan, agile42

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 11:35 - 12:20 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: More and more companies and organizations have come to the realisation that it is getting harder to keep up with the pace of change and are looking for ways to become more agile in their ways of working as an organization. Transitioning to a more agile way of working, however, is not easy. Once they have a couple of Scrum teams up and running, things start to improve. However, that is not enough and if things go right, new obstacles and bottlenecks are discovered within the wider context. Companies are then confronted with more and more difficulties introducing change to the wider organization. This is where real change is needed and this is where the real challenges begin.

Organizations are considered complex, adaptive systems and as such require a more scientific approach to change involving strategic thinking, hypothetical analysis, experimentation, decision making based on empirical data, changing behaviours and creating real life experiences which, in the end, affect the dominant organizational culture.

Transparency and a process for co-creation of a strategy for change are crucial for success as well as an environment of safe-to-fail experimentation is key for a successful transition.

In this talk, I would like to share some of our experiences, as agile coaches at agile42, that have helped other companies to initiate and implement change within their wider organization which, in the end, affected the overall transition of the culture of the organization toward becoming a learning organization and, thereby, more resilient to change.

Bezug zum Management: Management is facing the challenge of the decade. It needs to relearn its role within the organization - moving away from managing the last mile and short-term results towards investing in creating the right experiences and coaching the behaviours that will ultimately change the culture of the organization and its ability to perform in the long-term.


Gregory Keegan, agile42Gregory Keegan started his agile journey more than 10 years ago and has been working the last 4 years as an Agile Coach at agile42. This has given him the opportunity to train and coach many and various teams, Scrum Masters and Product Owners. He has also supported senior management and Transition Teams from a wide array of businesses and organisations to initiate and navigate their way through organisational agile transitions.

Besides having gained Certified Scrum Master® (CSM) and Certified Scrum Professional® (CSP), he became one of the first five Certified Teams Coaches (CTC) with the Scrum Alliance during its pilot introduction in 2016.

Prior to joining agile42, Gregory worked as a Scrum Master and Agile/Kanban Coach for six years at a company in the finance and banking industry in Berlin. He joined them initially as a software developer, but after learning about Scrum in his first year, he followed his calling to become Scrum Master and to help teams learn how improve their ways of working.

His previous experience includes everything from working as a project manager on government-funded community improvement projects, starting up a business in the travel industry, being a web application developer, a business language consultant, a construction builder and even a commercial fisherman in the Bering Sea.

In addition to coaching, he often runs workshops and presentations at conferences and Scrum Gatherings and is a regular attendee of Scrum User Group – Scrumtisch Berlin.

Certifications: CSM, CSP, CTC

Einführung von Agile Leadership im Bereich Automotive & MI der T-Systems

Referent: Thomas Winden, T-Systems International GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 11:35 - 12:20 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Was ist überhaupt "Agile Leadership"? Was bedeutet dies für uns? Wieder nur ein neues Buzzword? Mit diesen und weiteren Fragestellung hat sich ein kleines Team im Bereich Automotive & MI der T-Systems auf den Weg gemacht, nicht nur Antworten zu suchen, sondern echte Lösungen zu finden, die mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgesetzt werden können. Dabei galt es, zum einen die Konzepte des Telekom-Konzerns zu berücksichtigen, zum anderen aber auch die Spezifika des Bereichs nicht außer acht zu lassen.

Der Vortrag beschreibt das Vorgehendes Kernteams, die einzelnen Zwischenschritte (wie Workshops, Management 3.0-Seminare etc.), die Ergebnisse und den aktuellen Stand der Initiative. Was hat sich bewährt, was war weniger erfolgreich. Und: Was ist noch geplant - schließlich befinden wir uns in einem langlaufenden Change-Prozess..

Bezug zum Management: Der Vortrag zeigt auf, wie in einem Bereich eines Großkonzerns eine agilere Führungskultur in kleinen Schritten eingeführt wurde und weiter eingeführt wird. Damit richtet sich der Vortrag vor allen an Führungskräfte, die von den gemachten Erfahrungen partizipieren wollen.


Thomas Winden, T-Systems International GmbHNach seinem Studium des Wirtschatfsingenieurwesens an der Universität Siegen hat Thomas Winden zwischen 1998 und 2006 mehrere Karrierestufen bei KPMG Consulting/BearingPoint durchlaufen und hatte zuletzt als Senior Manager neben Projekt- auch Personalverantwortung.
Nach seinem Wechsel zur T-Systems war Thomas Winden vor allem als Führungskraft tätig und verantwortet derzeit eine Absteilung mit 120 Consultants, Projektmanagern, Architekten und Entwickler im Bereich Product Lifecycle Management. Neben dieser Führungsaufagbe steuert Thomas als Product Owner die Ergebnisse eines internenen Teams agiler Experten und leitet in einem Kernteam die Initiative zu Agile Leadership im Bereich Automotive & Manufacturing Industries. Thomas ist zertifizierter Product Owner (PSPO I) und Management 3.0 Facilitator.

Formeln, Bauchgefühl, Erfahrung - wie bestimmt man "Wert"

Referent: Georg Blume-Schulz, SinnerSchraderDeutschland GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 14:30 - 15:15 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: “Wert” ist einer der wichtigsten Grundlagen in der agilen Software-Entwicklung.
Der Scrum Guide verspricht, dabei zu helfen, Software mit dem “highest possible value” zu produzieren. Doch was bedeutet das? Wie “misst” man Wert und wie schätzt man den Wert von etwas ein, was man noch gar nicht gebaut hat?
In diesem Vortrag werden neben Ansätzen zur Bewertung von Wert auch verschiedene Typen vorgestellt, welche oftmals gleichzeitig um Priorität konkurrieren. Wertschöpfung ist oft kein objektiver Begriff - um so wichtiger ist die Fähigkeit, das Wertesystem eines Produkts zu beschreiben.

Mit einer Mischung aus Theorie und Anekdoten aus der Praxis entstehen Impulse für Manager und Interessierte, welche ihre Diskussionen wert-haltiger gestalten möchten. Das kann euch dabei helfen, euren Teams, Kollegen und Board auf das gleiche Ziel auszurichten und den Return on Invest für eure Produkte zu verbessern.

Bezug zum Management: Die Identifikation von Wertschöpfung ist neben der Unterstützung von Mitarbeitern die wichtigste Kernkompetenz eines Managers.
Zu unterscheiden, welche Tätigkeit werthaltig ist und welche sich nicht lohnen hilft Managern jeglicher Seniorität und Grundlage der Entscheidungskompetenz, welche insbesondere in agilen Umfeldern so kritisch ist..
Durch erfolgreiche - und fehlgeschlagene! - Anekdoten in Kombination mit agilen Good Practices vermittelt der Vortrag Ideen und Ansätze, wie man Teams, Produkte, das eigene Management fokussiert sowie das Backlog priorisiert.


Georg Blume-Schulz arbeitet als Director Product Management bei der SinnerSchrader Deutschland GmbH. Hier unterstützt er Manager und Teams bei der Verbesserung der Produktqualität und der Steigerunger ihrer Umsetzungsgeschwindigkeit.
Dabei helfen ihm 13 Jahre Erfahrung in der Software-Entwicklung. Insbesondere widmet er seine Arbeit der Kommunikation, der Transparenz und dem datengestütztem Anforderungsmanagement, um den Endnutzer in das Zentrum der Entwicklung zu rücken.
Durch seine Erfahrungen sowohl bei in-house Entwicklungen als auch auf Seiten von Umsetzungs-Dienstleistern hat Georg eine umfassende, praxisnahe Expertise im Bereich der agilen Softwareentwicklung aufgebaut.

Taylor ist tot, es lebe der Mensch – Führung in der lernenden Organisation

Referent: Frank Düsterbeck, Kurswechsel Unternehmensberatung GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 14:30 - 15:15 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: „Wir brauchen starke Leader um den Herausforderungen der Digitalisierung energisch entgegen zu treten!“. Wer das denkt ist in diesem Vortrag genau richtig. Denn hier wird aufgeräumt mit Management, Führern und Leadern. Es wird gezeigt warum das agile Prinzip „Die besten Architekturen, Anforderungen und Entwürfe entstehen durch selbstorganisierte Teams“ wichtig ist und warum das mit starken Führern so nicht klappt. Es wird gezeigt was Selbstorganisation bedeutet, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, welche neuen Herausforderungen und Konflikte für Teammitglieder und Führung / Management entstehen und wie ein Team dorthin kommt – oder auch nicht.

Bezug zum Management: Es wird die grundlegende Frage beantwortet, was Management ist und was es sein muss.


Frank Düsterbeck, Kurswechsel Unternehmensberatung GmbHFrank Düsterbeck ist Geschäftsführer der Kurswechsel Unternehmensberatung GmbH und Mitarbeiter bei der HEC GmbH. Kern seiner Arbeit ist die Beratung, Qualifizierung und Unterstützung von Organisationen und Menschen in den Bereichen Organisation, Zusammenarbeit und Führung und Softwareentwicklung – immer mit dem Fokus auf den Einsatz agiler Verfahren. Weiterhin ist er ist Fachbeirat und Sprecher auf diversen Konferenzen und Veranstaltungen.

Endlich Agile Leader - oder plötzlich schwache Führungskraft!?

Referenten: Thomas Schwitzer und Stefan Neubauer, Interhyp AG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 14:30 - 15:15 Uhr

Level: Experte

Abstract: Führungskräfte haben es gerade nicht leicht. Von allen Seiten bekommen sie zu hören, dass sie ihre Mitarbeiter mehr empowern, emphatischer führen und coachen sollen. Also einfach agiler sein. Oder sie sollten gleich weichen für eine neue Ära von Leadern, als stünde es bereits so schlimm um sie.

In vielerlei Literatur um den “neuen Führungsstil” fehlen mir praktische Anleitungen, wie ich mich in konkreten disziplinarischen Aufgaben denn “neuer” verhalten solle. Als Agile Coach und Führungskraft ist es mein Anspruch, meine Mitarbeiter als Servant Leader zu unterstützen und sie zu eigenverantwortlichen, tollen und gut performenden Menschen in der Organisation zu entwickeln.

Meine Erfahrung im Coaching anderer Führungskräfte ist, dass schnell die Annahme herrscht, man würde als “schwache Führungskraft” wahrgenommen, versuche man sich an scheinbar revolutionären Praktiken wie “die Mitarbeiter fragen, wenn man selbst keine Idee mehr hat”. Oder man würde als “überflüssig” abgestempelt, rate man einem Mitarbeiter, die nächst höhere Führungskraft aufzusuchen.

Im Dickicht solcher hinderlichen Annahmen und Glaubenssätze findet sich die Unsicherheit und Führungsmentalität Vieler.
Ich habe mich in das Abenteuer begeben, um an eigener Haut herauszufinden, wie viel hinter den Glaubenssätzen der heute weit verbreiteten Führungsrealität steckt.

In einem unterhaltsamen Vortrag zeige ich Dir an 10 konkreten Challenges, wie “man das üblicherweise so macht” und wie ich sie “neuer” angegangen bin.

... oder wann hast Du Dich das letzte Mal in einem Jourfixe von Deinem Mitarbeiter coachen lassen!?

Bezug zum Management: Ich sammle aktuell viel Erfahrung als Agile Coach, da ich selbst als Führungskraft in einem "Unternehmen in Transition" tätig bin. Diese Erlebnisse und Erkenntnisse, die ich hautnah lerne, möchte ich mit Führungskräften teilen, auf denen ein enormer Erwartungsdruck liegt, sich "agiler" zu verhalten.


Thomas Schwitzer, Interhyp AGMit 12 Jahren begann Thomas Schwitzer das Programmieren, mit 15 Jahren verdiente er sein erstes Geld damit. Als mit 24 Jahren seine erste von inzwischen drei Töchtern zur Welt kam, entschloss er sich zur Selbstständigkeit. Es dauerte nicht lange, als er seine Begeisterung für das Coaching im agilen Umfeld entdeckte und tourte bald ausschließlich als Scrum-Master von Kunde zu Kunde. Nach vielen Jahren Erfahrung mit großen Unternehmen und Konzernen entdeckte Thomas bei seinem "letzten Kunden" die Möglichkeit, eine Agile Transition von Beginn an nachhaltig zu gestalten und mit tollen KollegenInnen etwas großes zu bauen - und wechselte zur Interhyp AG in die Festanstellung. Hier ist Thomas übergreifend verantwortlich für den agilen Change und Führungskraft der Scrum-Master.

Stefan Neubauer, Interhyp AGStefan Neubauer ist Scrum Master und Agile Coach bei der Interhyp AG. Bevor er aus Überzeugung die Linienverantwortung gegen das Prinzip des Servant Leaderships eintauschte, war er 12 Jahre in Agenturen mit unterschiedlichen Führungskulturen konfrontiert und wollte als Bereichsleiter selbst ein besserer Vorgesetzter sein. Dabei begleitete er mehrere Umstrukturierungen und Change Prozesse.

Vision trumpft Motivation

Referenten: Silas Hörler und Kai Mosebach, IntegralWorks AG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 15:45 - 16:30 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Wir verbringen so viel Zeit damit, uns Lösungen für konkrete Probleme auszudenken, dass wir uns kaum je die grundsätzliche Frage stellen: „Warum arbeite ich eigentlich?“

Warum tun wir, was wir tun? Warum besuchen wir Konferenzen? Und warum wollen wir bessere Führungskräfte werden? Schlussendlich führt uns dieser Weg zur Frage, in welcher Welt wir leben wollen und was unsere Aufgabe darin ist.

Wer die Antwort zu diesen Fragen kennt und seine Arbeit mit seiner Vision in Einklang gebracht hat, entdeckt einen vollkommen neuartigen Bezug zu seinem Beruf, seinen Kunden und seinen Mitarbeitern. Beruf wird zu Berufung und Motivation zu Notwendigkeit. Erfolg erhält eine neue Bedeutung, die sich nicht mehr an Einkommen und Status orientiert, sondern an impact auf das Gesamtwohl.

In diesem Vortrag wenden wir uns der Suche nach Vision zu. Ziel ist es, dass jeder und jede im Publikum sich diese Fragen zu stellen traut, sowohl im persönlichen als auch im Team und in der gesamten Organisation.

Bezug zum Management: Nur eine gute Führungsperson kann das Beste in seinem Team zutage fördern. Sie befindet sich selbst im Einklang mit ihrer Vision und mit derjenigen der Organisation. Nur so kann sie ein Team führen, welches ebenfalls diesem Anspruch genügt.

Dieser Vortrag zielt darauf ab, dem Management die Bedeutung der eigenen Vision und derjenigen des Teams vor Augen zu führen und soll Hemmungen abbauen, sich die wirkich zentralen Fragen zu stellen.


Silas Hörler, IntegralWorks AGSilas Hörler ist Life- und Teamcoach in Basel. Er ist Mitbegründer der IntegralWorks AG und dort verantwortlich für die Entwicklung neuer Führungs- und Managementtools. Seine Coachingkompetenzen liegen im Bereich der Gruppenarbeit und des Motivation-Coachings. Er greift dabei auf 7 Jahre Erfahrung mit den Tools Psychodrama, Constellation Work, Gestalttherapie und Transaktionsanalyse zurück.

Kai Mosebach, IntegralWorks AGKai Mosebach ist Gründer und Hauptverantwortlicher für Organisationsentwicklung in der FreshX GmbH. Er ist ausserdem Gründer der IntegralWorks AG, wo er für Workshopentwicklung und neue Trainingskonzepte verantwortlich ist.

Loose Coupling, High Cohesion - produktübergreifende agile Koordination

Referent: Joris Wachter, viadee Unternehmensberatung AG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 15:45 - 16:30 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: „Lose Kopplung und hohe Kohäsion“ – diese Idee zur Strukturierung von Systemen kommt aus der Softwareentwicklung und zielt letztendlich auf höhere Qualität ab. Wir beziehen das Prinzip auf organisationale Strukturen und gehen der Frage zu Abhängigkeiten und Synergien im produktübergreifenden Setting nach: Wie können Teams, die unterschiedliche Produkte entwickeln, gemeinsam agil arbeiten und zu einem lernenden System werden? An welchen Stellen macht gemeinsames Handeln Sinn, wo sind lose, netzwerkartige Austauschformen sinnvoll?

Der Case:

In der internen Entwicklungseinheit der viadee, der „Software-Schmiede“, werden Produkte in mehreren agilen Teams entwickelt, die in sehr verschiedenen Kontexten agieren und daher mit unterschiedlichen Prozessen, Methoden und Abläufen arbeiten.

Dennoch möchten wir von den verschiedenen Kompetenzfeldern profitieren, effizientes Wissensmanagement betreiben und das Rad nicht mehrfach neu erfinden. Es werden individuelle, teamspezifische effiziente Prozesse benötigt und gleichzeitig soll übergreifendes Know-How gefördert werden. Darüber hinaus stellt sich die Herausforderung von flexibler Planung von Personalressourcen.

Die letzten beiden Jahre haben uns gelehrt: ein Patentrezept gibt es nicht. Die Lösung muss eine selbstgestaltete sein, durch gemeinsame, team- und produktübergreifende Retrospektiven und durch das Etablieren einer gemeinsamen Kultur.

In diesem interaktiv gestalteten Vortrag möchten wir zur Diskussion einladen und die unterschiedlichen Erfahrungen zu einer gemeinsamen Idee entwickeln. Relevante Themen sind dabei folgende:

• Gestaltung der agilen Prozesse und Elemente mit verschiedenen Anforderungen (Scrum, Kanban,..)
• Die essentielle Team-Ebene: Flexibilität und Zugehörigkeit bei häufig wechselnder Teamzusammensetzung
• Das Team zwischen Individuum und Organisation: Organisationsdynamische Implikationen
• Gemeinsame Entwicklung von Kultur und Mindset
• Netzwerke, Communities of Practice, Gilden, Task Forces

Bezug zum Management: Agile Arbeitsformen sind nicht immer „exakt“ mit einem Framework wie z.B. Scrum, LeSS, SaFE abbildbar. Die nachhaltigste und hochwertigste Art und Weise, die eigenen Organisationsprozesse zu entwickeln, ist: Die Beteiligten es selbst tun zu lassen.
Für die Steuerung agilen Organisierens ist die systemische Betrachtung von Team und Organisation als Lern- und Entwicklungssystem essentiell und impulsgebend für erfolgreiche Zusammenarbeit.


Joris Wachter, viadee Unternehmensberatung AGJoris Wachter ist Berater und Agiler Coach bei der viadee Unternehmensberatung mit Fokus auf Business Analyse und agiler Kollaboration in komplexen Projektumgebungen. Er ist Psychologe, Informatiker und Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Gruppendynamik und Organisationsberatung (ÖGGO).

Europameister '92 - 5 Faktoren für erfolgreiche Teams

Referent: Felix Braun, codecentric AG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 15:45 - 16:30 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Vom Strandkorb zur Europameisterschaft: Die dänische Fußball-Nationalmannschaft wurde erst wenige Wochen vor der EM '92 nachnominiert. Das Team schien chancenlos; doch der klare Außenseiter gewann sensationell den EM-Titel. Wie war das möglich?

Eine aktuelle, interne Studie von Google benennt fünf Faktoren, die darüber entscheiden, ob Teams bei Google erfolgreich arbeiten oder nicht. In dieser Session werden die verschiedenen Faktoren vorgestellt, und es werden konkrete Tipps für Projekt-Setup und Tool-Einsatz gegeben, um agile Entwicklungsteams in diesen Bereichen zu stärken.

Mit der einen oder andere Anekdote zur EM '92 schauen wir, ob diese Erfolgsschlüssel für moderne IT-Teams auch damals auf dem Fußballplatz schon gültig waren.

Bezug zum Management: Der Vortrag bennent die 5 Dimensionen erfolgreicher Teams, und bietet konkrete Hilfestellung dabei herauszufinden, wie stark Teams in den jeweiligen Dimensionen sind. Für jede der 5 Dimensionen werden verschiedene Aspekte und Tools vorgestellt, die einem Team helfen können, sich dort zu verbessern.


Felix Braun, codecentric AGFelix Braun ist Niederlassungsleiter FFM und Senior Agile IT Consultant bei codecentric. Seine Schwerpunkte sind Microservices, cloud-native Architekturen und agile Entwicklung. Als früherer Volleyball-Profi weiß er, wie wichtig gute Teamarbeit für ein erfolgreiches Projekt ist.

Psychologische Sicherheit - das Fundament gelingender Arbeit im Team

Referenten: Hias Wrba, UX&I GmbH und Dr. Herbert A. Meyer, artop - Institut

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 16:40 - 17:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Hias Wrba und Herbert A. Meyer arbeiten seit Anfang 2017 gemeinsam an einem Vorgehensmodell names UX Thinking (kurz UXT). UXT unterstützt Produktmanager, Product Owner, UX Professionals und Softwareentwickler dabei, in interdisziplinaären Teams digitale Entwicklungsprojekte sowohl agil und als auch menschzentriert zu planen und durchzuführen. UXT verbindet Ansätze aus der agilen Softwareentwicklung, dem menschzentrierten Design, aus Lean Startup und aus der klassischen Produktentwicklung zu einem freien wertgetriebenen Modell, mit dem Teams nachhaltig relevante Produkte entdecken und entwickeln können.

Eine zentrale Rahmenbedingung von UXT ist die Forderung, dass bei der Arbeit im Team ein gemeinsames Verständnis der zu lösenden Problemstellung und der zukünftigen Lösung erzeugt werden muss.

Gut arbeitende Teams sind essentiell für wirksame Resultate. Das gilt auch bei der menschzentrierten Gestaltung, insbesondere bei agiler Entwicklung. Im angloamerikanischen Diskurs taucht auffallend oft der Begriff "shared understanding" auf, wenn es darum geht, den Erfolg der Anwendung bestimmter Methoden beim Human-Centred Design zu begründen. Ob nun Affinitätsdiagramme, Personas oder Journey Mapping zur Modellierung des Ist-Zustands eingesetzt werden, oder Storytelling, Storyboards oder User Story Mapping für Soll-Zustände, immer geht es darum, im Team ein geteiltes Verständnis von Problemräumen und Lösungswegen zu finden. Warum gelingt einigen Teams das mit Leichtigkeit und andere scheitern an Groupthink oder langweiligen Meetings? Psychologische Sicherheit macht den Unterschied. Sie ist das Fundament gelingender Arbeit im Team. Wir stellen dazu die Forschungbemühungen von Google dar und beleuchten das Konstrukt psychologische Sicherheit in theoretischer wie praktischer Hinsicht.

Das Konstrukt "Psychological safety" wurde 2016 mehr oder weniger zufällig von Charles Duhigg, einem amerikanischen Journalisten, in einem Beitrag für die New York Times über sozialpsychologische Forschungsbemühungen im Hause Google aufgedeckt (What Google Learned From Its Quest to Build the Perfect Team, NYT, 25.02.2016, https://www.nytimes.com/2016/02/28/magazine/what-google-learned-from-its-quest-to-build-the-perfect-team.html). Google versucht bei der Auswahl von neuen Mitarbeitenden mittlerweile systematisch zu gewährleisten, dass die psychologische Sicherheit bestehender Teams nicht durch neue Kollegen gefährdet wird (persönliche Mitteilung eines Google-Mitarbeiters). Wir werden die Hauptbefunde der Forschungsanstrengungen von Google (Projekt "Aristotle") vorstellen und besprechen.
Mittlerweile existieren, insbesondere im agilen Kontext, pragmatisch ausgerichtete Anleitungen, wie psychologische Sicherheit in Teams durch Übungen forciert werden kann. Wir werden auf diese Anleitungen hinweisen und sie kritisch würdigen.
Psychologische Sicherheit zeichnet sich nicht durch Merkmale aus, die in der "Sozialpsychologie der Gruppe" traditionell als relevant erachtet werden - beispielsweise eine klare Zielsetzung, gemeinsame Werte und Spielregeln, offene Kommunikation oder wertschätzender Umgang miteinander. Diese Merkmale scheinen allesamt nur Randfaktoren zu sein, die eine Rolle spielen können, aber nicht unbedingt gegeben sein müssen.
Psychologische Sicherheit bei Teams ist, alltagssprachlich formuliert, genau dann gegeben, wenn ein tiefes Vertrauen zwischen den Teammitgliedern besteht, Gefühle zugelassen werden, Fehler toleriert und nicht abgestraft werden, andere Teammitglieder nicht in Verlegenheit gebracht werden und kein Paktieren und Taktieren zu beobachten ist. Auf dieses Fundament aufbauend folgen a) Freude am Konflikt, b) volles Engagement, c) Übernahme von Verantwortung und d) Orientierung am Ergebnis. Mit dieser "Stufentheorie" lehnen wir uns im Ansatz an die Überlegungen von Patrick Lencioni an (The Five Dysfunctions of a Team, 2002).

Bezug zum Management: Gelingendes Arbeiten in weitgehend autonom agierenden Teams zu facilitieren und zu fördern gehört zusehends zu einer der Kernaufgaben moderner Führung. Wir sind uns sicher das wir mit dem Konstrukt der Psychologischen Sicherheit einen wertvollen Beitrag leisten können der sowohl theoretische Fundierung als auch Handlungstipps für die Praxis bietet.


Mathias „Hias“ Wrba arbeitet seit nunmehr fast 15 Jahren als quereingestiegener User Experience Stratege und Designer im Bereich digitale Medien. Seine Schwerpunkte sind research-getriebene Strategie- und Produktentwicklung in agilen Kontexten. Er schult außerdem als Gastdozent bei artop - Institut an der Humboldt-Universität Berlin - das von ihm mitentwickelte Vorgehensmodell UX Thinking und leitet seit 2018 gemeinsam mit Bernd Feldmayer den Münchner Standort der UX&I GmbH.

Dr. Herbert A. Meyer ist Gesellschafter bei artop - Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin. Als Psychologe beschäftigt er sich seit mehr als 20 Jahren in der Forschung, Lehre und Anwendung mit interaktiven Systemen. Bei der Weiterbildung von Usability & User Experience Professionals liegt sein Schwerpunkt bei Methoden und Tools zur Analyse, Gestaltung und Bewertung. Neben seiner Tätigkeit bei artop lehrt er Software- Ergonomie an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW).

Selbstorganisation: Wie sich innerhalb weniger Wochen eine ganze Teamlandschaft erfolgreich umstrukturierte.

Referenten: Karl Fuchte und Claudia Deckert, FFG Finanzcheck Finanzportale GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 16:40 - 17:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: In unserem Unternehmen standen wir während unserer agilen Transformation vor der Herausforderung unsere Produkt- und IT-Abteilung innerhalb kürzester Zeit anhand der Wertschöpfungskette neu auszurichten.

Wir sind eine Netzorganisation mit selbstorganisierten, autonomen Teams, mit überwiegend lateraler Führung. Wie lässt sich eine "Re-Organisation" in einer solchen Organisation im laufenden Betrieb verwirklichen, mit möglichst wenig Störung und Reibungsverlusten?

Wir setzten auf Selbstorganisation und führten als Agile Coaches unsere Teams iterativ durch den Findungsprozess. Das Ziel war es Teamkonstellationen auszumachen, die beides vereinten: in jedem Team sind alle notwendigen Kompetenzen vorhanden und die Vorlieben der einzelnen Mitarbeiter*innen sind ausreichend berücksichtigt. Nach kurzer Zeit saßen die Kolleg*innen in neuer Teamzusammensetzung in neuen Büros. Durch die Neuausrichtung, die hohe Teamzufriedenheit und die gesunkenen Widerstände, stieg am Ende die Produktivität.

In unserem Vortrag stellen wir unsere Vorgehensweise und unsere Haltung als Unternehmen vor, erläutern unsere Methodik und laden zum Nachmachen ein.

Bezug zum Management: Wir stellen eine Methode vor, wie es gelingen kann eine komplette Teamlandschaft in kürzester Zeit umzubauen, und dabei den Wunsch des Managements zu erfüllen: wenige Widerstände, schnell wiedererlangte Produktivität und hohes Commitment der Teams.


Karl Fuchte arbeitet als Agile Coach und begleitet Produktentwicklungs-Teams durch Veränderungsprozesse. Karls Stärke liegt im Aufspüren von Motivationen und Widerständen und im Lösen von Konflikten.

Claudia Deckert beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit Agilität und Teamentwicklung und hat in der Zeit mehrere Transitionen erfolgreich begleitet. Sie hat eine pragmatische Herangehensweise und kombiniert Methoden und Praktiken aus verschiedensten Wissensbereichen, um gemeinsam mit den Teams gute Lösungen zu finden.

Gemeinsam unterstützen wir Teams darin sich zu emanzipieren und mithilfe von Selbstorganisation erfolgreich zu werden - und zu bleiben.

Wie agile Führung (nicht) „...pleite geht“.

Referenten: Jörg Krauter und Udo Krauss, SYNK GROUP GmbH & Co. KG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 16:40 - 17:25 Uhr

Level: Experte

Abstract: Disruptionen werden von Führungskräften als unberechenbar, unsicher und sehr komplex erlebt. Viele Führungskräfte erleben diese als unkontrollierbar und nicht durch eigene Entscheidungen steuerbar. Zunehmend führt dies zu einem Gefühl der Hilflosigkeit, Panik, Schock, Angst, Überforderung und in der Folge zu Burnout. Ein funktionierendes agiles Führungsmodell reduziert diese Risiken und schafft die Möglichkeit für einen erfolgreichen agilen Transformationsprozess. Über drei Ebenen von „leading yourself“, „leading others“ hin zu „leading organizations“ schafft ein agiles Führungsmodell die disruptive Klippe zu überwinden und die agile Transformation des Unternehmens zu sichern. Stärkenorientierung, ein positives Psychologisches Kapital und der authentische Führungsstil fördern dabei eine erfolgreiche Anpassungsleistung als Ausgangspunkt für die Anwendung des adaptiven Führungsansatzes. Die Reduzierung des negativen Einflusses disruptiver Ereignisse auf die Führungskraft durch Antizipation, Sinnstiftung und Selbstreflexion unterstützt dabei den agilen Transformationsprozess.

Bezug zum Management: Konkrete Hinweise für Führungskräfte und Manager wie sie einen agilen Transformationsprozess erfolgreich gestalten und wie sie agile Führung umsetzen können.


Jörg Krauter, SYNK GROUP GmbH & Co. KGJOERG KRAUTER
Geschäftsführender Gesellschafter

Promotion PhD an der University of Gloucestershire, GB
Dipl. Betriebswirt
Fachausbildung Marketing und Controlling
Systemische Trainer- und Coachausbildung
Buchautor

Udo Krauss, SYNK GROUP GmbH & Co. KGUDO KRAUSS
Geschäftsführender Gesellschafter

Advanced Postgraduate Diploma in Business Administration
Dipl. Betriebswirt
Professional Scrum Master
Professional Certified Coach (PCC), International Coach Federation (ICF)
Design Thinking (HPI) nach PCC

Mit Karategürteln zur agilen Organisationen

Referent: Andreas Mitter, BearingPoint

Level: Fortgeschritten

Abstract: Agile Methoden sind mittlerweile Standard in vielen Unternehmen. Doch wie schaut es mit agilen Organisationen aus? Aus meinen Erfahrungen als agiler Coach habe ich viele Unternehmen gesehen, die sich als agile Organisation ansehen, weil sie mit Post-Its arbeiten oder (Teile von) Scrum als Prozess verwenden. Genauer betrachtet ist der agile Reifegrad dieser Unternehmen jedoch gelinde gesagt eher bescheiden.

Wir von BearingPoint Technology haben vor über 10 Jahren mit unserer eigenen Transformation begonnen (die ich noch nicht als abgeschlossen sehe und immer weiter geht) und unterstützen seither viele Unternehmen auf ihrem Weg zur agilen Organisation durch unsere agilen Coaches.

Auf Basis unserer eigenen Erfahrungen haben wir ein eigenes Reifegrad-Modell (BearingPoint Agile Maturity Matrix) entwickelt, das eine wesentliche Unterstützung für den Transformationsprozess darstellt. Es vereint Best Practices mit unseren eigenen Erfahrungen. Mit Hilfe der von uns entwickelten Maturity Matrix zeigen wir auf, dass es eben nicht alleine ausreicht, den Prozess mit Hilfe eines Frameworks wie Scrum oder Kanban umzustellen, sondern insgesamt 6 Dimensionen betrachtet werden müssen, um den wahren Benefit einer agilen Organisationen zu ermöglichen. Diese 6 Dimensionen unterteilen sich wie folgt:

- Prozesse
- Organisations-Struktur
- HR/Mitarbeiter
- Technologie & Technical Excellence
- Projekt
- Produkte

Jede dieser Dimensionen beinhaltet mehrere Reifegrade, die wir mit unterschiedlichen Karategürteln (von weiß bis schwarz) eingeteilt haben. Bereits zu Beginn unserer "Einsätze" analysieren wir den Status Quo des Unternehmens und legen gemeinsam mit dem Kunden pro Dimension den gewünschten Reifegrad fest. Die vielen Fragestellungen, die pro Dimension in unserer Matrix enthalten sind, eignen sich sehr gut, um einen Coaching Backlog abzuleiten und diesen in der Transformation zu verfolgen.

m Vortrag werde ich auf die einzelnen Dimensionen genauer eingehen und aufzeigen, wie unsere Matrix den Transformationsprozess unterstützt und ein Unternehmen sich zur agilen Organisationen entwickeln kann und welche Entwicklungsstufen es dorthin beschreitet.

Bezug zum Management: Das Unternehmen auf Agilität auszurichten, wird in Zukunft mehr und mehr unternehmenskritisch. Eine Transformation zu einem agilen Unternehmen betrifft jedoch die gesamte Organisation und nicht mehr nur einzelne Teilbereiche wie IT. Ein solcher Change bedarf daher allergrößtem Management-Support.


Andreas Mitter, BearingPointAndreas Mitter ist seit mehr als 12 Jahren in der Beratung und beschäftigt sich seit 2007 mit agilen Methoden. Dabei arbeitet er in unterschiedlichsten Rollen als Product Owner, Scrum Master und agiler Coach. Seit 2015 ist Andreas Mitter bei BearingPoint unternehmensweit für den Bereich Agile Advisory verantwortlich und begleitet mit seinem Team seit vielen Jahren verschiedene Unternehmen unterschiedlichster Branchen auf ihrem Weg zur agilen Organisation. Andreas Mitter ist Mitveranstalter der Agile Austria - einer der größten agilen Konferenz in Österreich sowie Mitorganisator der Vienna Scrum Meetup Gruppe mit dem Ziel eine Agile Community in Österreich zu etablieren.

Arbeiten ohne klassischen Chef: die DB Systel auf dem Weg in die Selbstorganisation

Referent: Ingo Sauer, DB Systel GmbH

Level: Einsteiger

Abstract: Die DB Systel, der ICT Dienstleister der Deutschen Bahn, erfindet sich gerade neu. Die Firma, die mit Ihrem Innovationslabor „Skydeck“ schon über die Grenzen des Bahnkonzerns hinaus bekannt wurde, hat vor zwei Jahren einen Prozess eingeleitet, der radikaler nicht sein könnte: die Transformation des Unternehmens in eine selbstorganisierte und hierarchiearme Organisation.

Das Jahr 2014 war für die DB Systel ein Schock. Bei der ersten großen Digitalisierungsoffensive des Bahnkonzerns war die DB Systel nicht eingebunden. Man traute dem (bis dahin) reinen IT-Service Provider der Bahn nicht zu, Kompetenzen im Bereich Digitalisierung zu haben. Da das für die „Systelaner“ nicht ihrem eigenen Anspruch entsprach, entschloss man sich, ganz neue Wege zu gehen.

Als Ergebnis eines Strategieworkshops im März 2015 wurden Initiativen unter dem Namen „Code Zukunft“ eingerichtet. Neu war: Jeder konnte sich einbringen und mitgestalten, d.h. man konnte sich als Mitarbeiter beteiligen, unabhängig von Fachbereich oder Hierarchiestufe. In der Initiative „Mitarbeiter, Führung & Kultur“ wuchs schließlich die Erkenntnis, dass eine neue Form der Zusammenarbeit nötig war, um die künftigen Herausforderungen im Zuge der Digitalisierung zu meistern. Inspiriert von Methoden, wie „Management 3.0“ oder „Holokratie“, kamen immer wieder die Begriffe „Vernetzung“, „Wertschaffungskette“ oder „Selbstorganisation“ auf. Oder kurz: die agile, selbstorganisierte und vernetzte Arbeitswelt - ohne klassischen Chef.

Ingo Sauer erzählt aus einer Doppelrolle als Transformationsbegleiter in einer operativen Einheit und einem der zentralen "Trafo-Teams" von diesem Weg, der Vorgehensweise, den Erfolgen, aber auch den Hürden und Hindernissen: wie viele gemeistert wurden und wie man glaubt, die restlichen noch zu schaffen. Mit Beginn der MANAGE AGIL sind die ersten Teams und Einheiten schon einigen Monaten in der "neuen Arbeitswelt" unterwegs, so dass es auch aktuelle Inhalte zu berichten gibt.

Bezug zum Management: Im Vortrag wird aufgezeigt, wie die Führungsverantwortung einer klassischen Führungskraft auf mehrere Rollen aufgeteilt wird und das Ganze mithilfe des Betriebsrates auch in eine Betriebsvereinbarung über selbstorganisiertes Arbeiten überführt werden kann.


Ingo Sauer, DB Systel GmbHIngo Sauer ist Agiler Berater und Systemischer Coach. Bei dem ICT-Dienstleister der Deutschen Bahn - der DB Systel - hat er zuerst die Veränderungskommunikation betreut und begleitet derzeit mehre Teams auf ihrem Weg der Transformation hin zu selbstorganisierten Teams und Einheiten. Er kommt aus der klassischen Organisationsentwicklung, arbeitet aber schon seit Jahren mit und über agile Methoden im Changemanagement.

Dem Neandertaler wären agile Transformationen misslungen

Referent: Marcell Dietz

Level: Einsteiger

Abstract: Der Vortrag thematisiert den Zusammenhang zwischen der Verhaltensbiologie sowie sozialen Mechanismen von Menschen und jenen Elementen von agilen Vorgehen (insbesondere Scrum) welches die kritischen Faktoren für diese Mechanismen sind. Dazu appelliert der Vortrag für mehr Führungskräfte in agilen Organisation, die die Rolle liebender Eltern einnehmen statt Micro-Manager.

Es werden folgende Punkte thematisiert:

• Kurzer Abriss über soziale Mechanismen von Menschen in Gruppen
• Rolle von Führungskräften in der Steinzeit und heute in Unternehmen
• Spannungsfelder und Chancen von moderner Führung und agilen Vorgehen am Beispiel Scrum
• Beispielhafte Elemente aus dem Framework Scrum an denen gezeigt wird, wie Führungskräfte hier positiv und negative wirken können (Schätzen, Story Points, Roadmapping, Cross-funktionalität und weitere)

Der Verzicht von einer detaillierten Vorabplanung der Tätigkeiten und Arbeitsteilung in agilen Vorgehen im Gegensatz zu klassischen Phasenmodellen (Wasserfall) erfordert einen höheren Grad der Selbstorganisation und mehr Selbstverantwortung des Einzelnen in einer solchen Organisation. Es erfordert einen hohen Abstimmungsgrad zwischen den Beteiligten und den Willen ein gutes Ergebnis zu erschaffen.

Dazu wird ein Klima benötigt in dem sich ein Mitarbeiter sicher fühlt. Nur so kann der einzelne dem Kollektiv vertrauen. Es ist die Aufgabe von Führungskräften dieses Klima zu schaffen und damit mehr zu seien als eine Autorität. Die Mechanismen liegen tief verwurzelt der Psychologie und sind der Grund, warum Homo Sapiens sich gegen andere Menschenarten durchgesetzt hat. Der Vortrag gibt einen kurzen Einblick in diese Mechanismen.

Agile Ansätze sind sehr empfindlich für Dysfunktionen von Gruppen und negativem Führungsverhalten. Es werden exemplarisch eine Reihe von Elementen und Meetings aus den agilen Prozessen dahingehend geprüft, wie stark diese von guter und schlechter profitieren oder behindert werden.

Bezug zum Management: Der Vortrag appelliert an eine moderne Führungskultur und gibt den Führungskräften eine Aufgabe in agilen Vorgehensmodellen. Das Management von agilen Organisationen ist nicht nur das Einführen anderer Prozesse. Auch der Wechsel der Kultur ist zu kurz gegriffen. Der Vortrag zeigt die Notwendigkeit guter Führungskräfte in Unternehmen. Entgegen häufiger Meinung empfiehlt der Vortrag mehr Führungskräfte statt weniger.


Marcell DietzMarcell Dietz ist Informatiker und selbstständiger Agile Coach. Er beschäftigt sich nun schon seit fast 10 Jahren mit agilen Vorgehensmodellen. Er hat in den letzten Jahren mehrere Digitalisierungsvorhaben begleitet, in denen agile Vorgehensmodelle genutzt wurden, darunter unter anderem Lufthansa und Daimler. Weitere Stationen waren die Firmen Deloitte, Ford, VW, Telekom und BMW.

OKR und agile Führung - ein Widerspruch?

Referentinnen: Sophie von Vogel und Kristina Klessmann, idealo internet GmbH

Level: Fortgeschritten

Abstract: Unternehmen als komplexe Systeme von Bezügen, Abhängigkeiten und Paradoxien nutzen Zielsysteme zur Orientierung und Fokussierung aktuellen und zukünftigen Handelns.
Und doch gibt es erstaunlich viele Unternehmen, die bisher noch ohne einen firmenweiten Zielprozess arbeiten. Ist die übergeordnete Zielstellung nicht für alle Beteiligten
klar, behindert dies eine zügige und effiziente Zielerreichung enorm. Orientierungshilfen sind gesucht. Dafür bietet ein Zielmanagement wie mit Objectives und Key Results (OKR) einen guten Lösungsansatz.

Bei idealo haben wir 2016 OKR im Rahmen unserer Strategieentwicklung sukzessive eingeführt für damals 650 Mitarbeiter. In der Praxis zeigen sich, gerade für (agile) Führungskräfte, einige Hürden. Konkret begegnen uns als Organisationsentwicklern immer wieder drei Thesen:

1. In einem effizienten OKR Prozess können nicht alle partizipieren, das würde zu lange dauern.
2. Die Anwendung des OKR Frameworks führt zu Reporting und Monitoring Overhead.
3. Die Planung über OKR passt nicht zu Agilität.

Wie also sollen Führungskräfte mit diesen Fallstricken umgehen, wenn sie doch nur einen effizienten Zielprozess mit motivierten Mitarbeitern im Sinn haben?

Zunächst einmal muss man sich den Begriff der "Führung" konkreter anschauen. Im systemischen Verständnis ist Führung eine Funktion des sozialen Systems "Unternehmen". Das bedeutet, dass Führung nicht ausschließlich von Führungskräften vollzogen wird, sondern von allen Mitarbeitern in unterschiedlichem Ausmaß.

Versteht man also Führung als Funktion, die Unsicherheiten absorbieren und Unentscheidbares entscheidbar machen soll, macht OKR als Basis der gemeinsamen Kommunikation über die Operationalisierung einer Strategie vollends Sinn.

In unserem Vortrag möchten wir auf die drei (Anti-)Thesen eingehen, sie aus Sicht von Führungsarbeit beleuchten und die wichtigsten Lessons Learned von idealo teilen.

1. In einem effizienten OKR Prozess können nicht alle partizipieren, das würde zu lange dauern.
Der Begriff Partizipation ist hier sogar noch zu kurz gedacht. Zunächst muss entschieden werden, welche Teams, welche inhaltliche Arbeit machen und wer welche Entscheidungen trifft. Tritt der Idealfall ein und ein Team hat die für sich richtige Balance gefunden aus Gestaltungsfreiheit und Steuerung, stellt sich vielmehr die Frage: Wo braucht es Partizipation der Führungskräfte und wie viel Führung wird schon vom Team übernommen? Wieviel Grenzziehung braucht es und wie viel Durchlässigkeit?

2. Die Anwendung des OKR Frameworks führt zu Reporting und Monitoring Overhead.
Agile Führung will genau das vermeiden. Die Herausforderung ist es, Fokus herzustellen und die passenden Kommunikationsstrukturen aufzubauen. Nach Wimmer muss hier mit der Paradoxie von der Notwendigkeit des Steuerns und der Intransparenz des Ganzen umgegangen werden.

3. Die Planung über OKR passt nicht zu Agilität.
In komplexen Umfeldern erscheint schon der Begriff "Planung" utopisch. Wie schafft man es eine unkalkulierbare Zukunft zu kombinieren mit der Notwendigkeit einer Umsetzung und damit mit Verantwortung, aktiv zu werden und Ressourcen einzusetzen?

OKR bietet somit ein willkommenes Tool, einen Kommunikationsrahmen, ein Zielsystem, das zu Diskussionen auffordert und zwar auch auf der Meta-Ebene. In Reviews können die Inhalte in der Struktur der Os und der KRs besprochen werden und in Retros kann die Zusammenarbeit reflektiert werden. Nicht selten kommen dabei ganz andere Themen zutage: Der Mangel an Ziel- und Leitbildern, unzureichende Abstimmungsprozesse oder mangelnde Beteiligung von wichtigen Stakeholdern. “OKR” ist somit viel mehr als "nur" ein Zielsystem und macht das komplexe und paradoxe Innenleben einer Organisation erst sichtbar.

Bezug zum Management: Für die Manager bietet der Vortrag eine Möglichkeit zur Reflexion zu den folgenden Aspekten:

Dimension: Thesen
Wie stehe ich zu den Thesen? Welche Überzeugungen werden hier angegriffen oder bestätigt? Welche Rolle spiele ich als Führungskraft bei der Entstehung / Behebung der Anti-Thesen

Dimension: OKR
OKR als Mittel zu welchem Zweck?
Zielvereinbarung, Erreichung und/oder Selbstbeobachtung der Organisation bzw. Verbindung aus inhaltlicher Führung und Organisationsentwicklung

Dimension: Rolle von Führung
Wie verstehe ich Führung in der Anwendung von OKR, welche Einstellung / Rolle beim setzen von Zielen und Messung von Erfolg, bzw. Motivation kommt mir zu?

Dimension: Praxis
Welche Insights und Learnings kann ich aus dem Beispiel idealo mitnehmen? Was leite ich daraus für mein eigenes Vorhaben bzw. die Situation in meiner Organisation ab?

Die Manager haben nach dem Vortrag Betrachtungsweisen zum Thema OKR in seiner Unterstützung der Organsiation auf unterschiedlichenen Ebenen erhalten. Eine Bewertung, welche dieser Dimensionen für sie bei einer Anwendung im Vordergrund stehen sollen, wird so möglich. Die Veranschaulichung am Beispiel idealo gibt Impulse für den Transfer von good practices und Lernfeldern.


Sophie von Vogel, idealo internet GmbHSophie von Vogel begleitet Unternehmen bei Veränderungsprozessen, immer mit einem systemischen Blick auf die Organisation. Bei der idealo internet GmbH gestaltet sie seit 2016 die Organisationsentwicklung und damit auch den firmenweiten Strategie- und OKR-Prozess mit.

Kristina Klessmann, idealo internet GmbHKristina Klessmann lässt seit 8 Jahren Veränderungen durch Organisationsentwicklung nach agilen Prinzipien konkret und umsetzbar werden. Mit ihrer Erfahrung als agile Consultant, Facilitator und Coach gestaltet sie nun bei der idealo internet GmbH die Rahmenbedingungen für direkte Kommunikation und authentische Zusammenarbeit.

Harald Pross

Harald ProssHarald Pross (59) unterstützt Organisationen, auch Nicht-IT-Firmen, in der Agilen Transformation. Er möchte die Menschen ermutigen, befähigen und begleiten.
Sein Master-Abschluss in Systemische Beratung an der Internationalen Hochschule Liebenzell im Nordschwarzwald liegt gerade hinter ihm.
Die Master-Thesis beleuchtet Empowerment der Menschen in einer modernen Organisationen und beschreibt die Schlüsselindikatoren zur Erhöhung der Mitarbeiter-Zufriedenheit in der Agilen Transformation.

Als verantwortlicher Interims-Bereichsleiter leitete er fast zwei Jahre die agile Software-Entwicklung eines schwäbischen kleinen Unternehmens im Großraum Stuttgart.
Er baute ein globales Team auf, bestehend aus PO, SM, Konzept-Analysten und SCRUM Teams, verteilt auf vier Standorten.

Davor war er 30 Jahre lang als Entwicklungs-Ingenieur und Projektleiter bei IBM Entwicklung und Forschung in Böblingen und in den USA.
Er leitete internationale Entwicklungsteams für Großrechner-Systeme.

Harald Pross ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder und bereits eine Enkelin und einen Enkel. Er ist begeisterter Motivator, Möglichmacher, Camper, Segler, und Musiker.

Andreas Skuin, Kaizen Institute GmbH

Andreas Skuin, Kaizen Institute GmbHHerr Andreas Skuin studierte an der Universität Stuttgart, Betriebswirtschaftslehre technisch orientiert. Erweitert hat er sein Wissen zu Organisationsentwicklung an der John Hopkins University in Baltimore (USA) und machte seinen MBA zu Systemischer Organisationsentwicklung und Beratung an der Universität Augsburg.
Er hat mehr als 15 Jahre Erfahrungen als Management Consultant, Trainer, Projekt Manager und im Business Development. Während dieser Zeit hatte er ein Beratungshaus für Change Management und Prozess Optimierung aufgebaut und entwickelt. Weiterhin gewann er fundamentales Wissen und Erfahrungen zu Lean Management, Kaizen und Komplexitätsmanagement. Tätig war er für Konzerne und Unternehmen des gehobenen Mittelstands in den Branchen Energie, Maschinenbau, Automobilzulieferer, ITK und IT.
Als Executive Consultant bei der Kaizen Institute GmbH in Bad Homburg liegt sein Fokus auf Lean Leadership sowie Kulturentwicklung und kümmert sich im Rahmen von Business Development auch mit Zukunftstrends für Kaizen und Lean Management.

Andreas Ulrich, DB Systel GmbH

Andreas Ulrich, DB Systel GmbHAndreas Ulrich arbeitet als Berater und Agile Coach bei der DB Systel GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Deutschen Bahn AG. Als ehemalige Führungskraft und Agile Coach der idealo Internet GmbH kann er sich in ein klassisches und agiles Umfeld hinein denken. Das hilft ihm bei seinen Aufgaben, welche sich über die Beratung bei agilen Transformationsprozessen über die Durchführung von Design Sprints bis hin zum Coaching von Teams und Führungskräften erstreckt. Als Mitinitiator des Digital Innovation Camps auf Ibiza vertritt er die Ansicht, dass sich nur in der Mischung von bekannten und neuen Ansätzen Wege finden lassen, sich evolutionär zu einem erfolgsorientierten und dynamikrobusten Unternehmen zu entwickeln.

Birgit Mallow, Birgit Mallow Organisationsentwicklung und Prozessberatung

Birgit Mallow, Birgit Mallow Organisationsentwicklung und ProzessberatungBirgit Mallow ist Dipl. Informatikerin und seit rund 20 Jahren als systemische Organisationsentwicklerin und Management Beraterin tätig. Mit viel Erfahrung und Leidenschaft, begleitet und unterstützt sie Organisationen, Teams und Individuen bei betrieblichen Veränderungen und auf ihrem Weg zu mehr Lebendigkeit und Agilität. Sie ist selbständig und arbeitet neben ihren eigenen Projekten mit verschiedenen Consulting-Firmen und Netzwerken zusammen.
Frau Mallow ist ausgebildete Systemisch-Agile Organisationsbegleiterin und Coach, zertifizierter Scrum Master, Scrum Product Owner, SAFe Program Consultant (SPC4), Design Thinking Coach, Cultural Transformation Tools (CTT) Consultant, freie Soziokratie Beraterin und Effectuation Expert. Sie arbeitet derzeit schwerpunktmäßig als Beraterin und Agile Coach und Facilitator für Teams und Führungskräfte bei agilen Transformationen.
Werte liegen ihr für ihre Arbeit besonders am Herzen, denn sie verbinden Menschen und bilden das Fundament einer lebendigen und agilen Organisation.

Markus Willner, Detecon International GmbH

Markus Willner, Detecon International GmbHMarkus Willner ist als Management Consultant & Senior Agile Enterprise Coach im Detecon Digital Engineering Center bei der Detecon International GmbH tätig. Er ist seit 10 Jahren in den Bereichen Telco, Innovation, Automotive und Technology tätig und spezialisiert auf Agile Skalierung, Agile Leadership und Agile Transformation. Zu seinen Qualifikationen gehören:

• Certified LeSS Practitioner – Large Scale Scrum (LeSS)
• Certified Scrum Master, CSM (Scrum Alliance)
• Certified Scrum Professional, CSP (Scrum Alliance)
• Certified Agile Leader I , CAL1 (Scrum Alliance)
• Kanban Professional (Leankanban University)
• Certified Agile Requirement Specialist
• Ausgebildeter Systemischer Business Coach und DVCT Mitglied
• Ausgebildeter Team Coach
• SAFe Agilist

Erik Mautsch, EMCC.BIZ | Universität Potsdam

Erik Mautsch, EMCC.BIZIch bin seit über 10y als freiberuflicher Berater/Coach in den Bereichen Informatik, Gesundheit und Bildung tätig. Ich begleite Lernsituationen, Teamprozesse, Projekte oder Veränderungsvorhaben. Ich oute mich als ein sehr großer Fan von NLP Grundannahmen, agilen Werten und Prinzipien, weil u. a. dadurch ein sehr wertvolles "Mindset" beim Einzelnen und später im Team verankert wird.
Neben meiner langjährigen Software-Expertise bin ich in der Agile Community zu finden, weiterhin auch in der Welt des NLP’s:

• Coach (Society of NLP) | LernCoach (nlpaed)
• Certified LeSS Practitioner - Large Scale Scrum (LeSS)
• Certified Scrum Professional, CSP (Scrum Alliance)
• Mimikresonanz® - Basic (Coaching Dollinger | Eilert Akademie)
• Bikablo Essentials + Visual Coaching (Kommunikationslotsen)
• Marathonläufer, Triathlet, verheiratet, zwei Töchter (Charlotte, Johanna)

Stefan Hilmer, Acando GmbH

Stefan Hilmer, Acando GmbHStefan Hilmer ist Principal Consultant bei der Acando GmbH in Hamburg. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit liegen im Projekt- und Prozessmanagement sowie in agilen Denk- und Arbeitsweisen.
In diesem Rahmen bearbeitet und verantwortet er als zertifizierter Projektleiter (IPMA), Prozessmanager (ABPMP), Scrum Master und Product Owner (Scrum.org) nationale und internationale Projekte. Zudem ist er als Berater für die Entwicklung und Einführung unternehmensweiter Vorgehensmodelle und Methoden des Projektmanagements sowie als Coach in Veränderungsprozessen und agilen Transitionen tätig.
Gern gibt er seine Erfahrungen in Vorträgen und Veröffentlichungen weiter und engagiert sich in verschiedenen Organisationen und Communities, insbesondere den von ihm moderierten Agile Talks.

Timothée Bourguignon, MATHEMA Software GmbH

Timothée Bourguignon, MATHEMA Software GmbHTimothée Bourguignon ist als Chief Learning Officer und Agile Coach bei der MATHEMA Software GmbH tätig. Seine Themenschwerpunkte umfassen Agilität, Lean, Scrum, Kanban, Mentoring, Teambuilding und noch einiges mehr. Daneben hält er regelmäßig Vorträge auf Fachkonferenzen und schreibt Artikel für Fachmagazine. In seiner Freizeit, wenn seine kleine Familie schläft, kümmert er sich mit seinem Developer's Journey (devjourney.info) Projekt um die Umwandlung seiner Kollegen in mythische Wesen.

Frank Edelkraut, Mentus GmbH

Frank Edelkraut, Mentus GmbHDr. Frank Edelkraut, Geschäftsführender Gesellschafter der Mentus GmbH und Interimsmanager im Personalbereich. Als Experte für Führungskräfte- und Organisationsentwicklung befasst er sich seit Jahren mit der Frage, wie Agilität durch gutes Organisationsdesign und die Entwicklung der Führungskräfte unterstützt werden kann. Er ist Autor mehrerer Bücher und TED Speaker Coach.

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