Vortragsunterlagen 2016

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09:00 Begrüßung und Eröffnung Manage Agile 2016
09:10 Eröffnungskeynote: Komplexithoden: Clevere Wege zur Agilität und zur (Wieder)Belebung von Arbeit in dynamischen Zeiten

Niels Pfläging, Managementexorzist, Autor, Veränderungskurator, Beeinflusser
10:10 Kurzvorstellung der Sponsoren (Elevator Pitch)
10:20 Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
Track

Erfahrungsberichte
Raum Alexander 2

Moderatorin: Annegret Kampe, SupplyOn AG

Kultur
Raum Grenander 1

Moderatorin: Alicia Hunter, borisgloger consulting GmbH

Führung
Raum Alexander 3

Moderator: Oliver Zilken, REWE digital GmbH

Produkte
Raum Grenander 2

Moderator: Hanno Jarvet, Jarvet Consulting

Agile Contracts
Raum Friedrich Wilhelm

Moderator: Daniel Georges, Westernacher Solutions AG

Interaktiver Kurz-Workshop
Raum Grenander 3
10:50 M1.1: Baby-Steps von Mittleren Management zum Agilen Leader - Eine persönliche Erfahrung

Sven Krause, Zühlke Engineering
M2.1: “Sag mir, was ich machen soll” - Widerstände bei der Selbstorganisation im Team überwinden

Peter Rubarth, Carmudi GmbH
M3.1: Die drei Säulen agiler Führung

André Häusling und Kati Oimann, HR Pioneers
M4.1: Agiles Projektmanagement? In der physischen Produktentwicklung!

Marcel Laubmeyer, Tagueri AG
M5.1: Agile Verträge im Braunkohlentagebau – eine Frage des Mindsets

Philip Stolz, HOOD GmbH und Michael Effertz, RWE Power AG
M6.1: Empowering teams to take ownership of their continuous improvement

Dr. Andrea Tomasini und Konrad Pogorzala, agile42
11:35 Zeit für Raumwechsel
11:45 M1.2: Das ganze Unternehmen muss agil werden! Aber wie?

Dr. Sascha Theißen, Holtzbrinck Publishing Group
M2.2: Wie können wir eine agile Kultur gestalten?

Birgit Mallow, Birgit Mallow Organisationsentwicklung und Prozessberatung
M3.2: Eins? Zwei? Drei Geschwindigkeiten - wie weit kann/ muss / darf Agile gehen?

Dr. Erik Lenhard, The Boston Consulting Group
M4.2: Das kleine Einmaleins des agilen Produkmanagements

Andrea Grass und Dr. Michael Hofmann, oose Innovative Informatik eG
M5.2: Agile Verträge im Projektgeschäft

Joern Bock, AOE GmbH und Christof Braun
12:30 Zeit für Raumwechsel
12:40 M1.3: Einführen von Kanban in administrativen Teams ganz ohne Berater - mit dabei Do's und Don'ts

MarcO Mathews, Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG
M2.3: „Ich komme alleine nicht weiter“ - Kollegiale Fallberatung im Reflecting Team

Victoria Wenzelmann und Kristina Müller, Leanovate GmbH
M3.3: Team. Dynamik. Steuerung.

Michaela Jäger
M4.3: Product Thinking mit dem Product Field

Wolfgang Wopperer-Beholz und Tim Schurig, mindmatters
M5.3: Panta Rhei mit Agilen Verträgen

Björn Schotte, Mayflower GmbH
13:25 Mittagspause / Lunch Buffet & Besuch der Ausstellung
Track Scaling Agile
14:30 M1.4: Agil im Projekt - Oder wie ich auszog die Welt zu retten

Matthias Mohme, HOOD GmbH
M2.4: Der Teufel steckt in der Hierarchie

Susanne Mühlbauer
M3.4: Management in einer bimodalen Welt

Prof. Dr. Ayelt Komus, Hochschule Koblenz
M4.4: The Predictability of Delivery

Brett Ansley, Brett Ansley Consulting
M5.4: Agile Contracting: changing the approach

Edwin Hanegraaf, High Tech ICT
15:15 Zeit für Raumwechsel
15:25 M1.5: Machen heißt der Drachen – Organisationsentwicklung agil, oder wie aus einem „bunten Haufen“ ein performantes Team wurde!

Miruna-Diana Sachse, Daimler TSS GmbH
M2.5: Agile Aufbauorganistation statt Hierarchien - geht das?

Markus Hippeli, Leanovate GmbH
M3.5: Führung ohne Führungskräfte - ein Werkstattbericht

Steffen Jakob, Haufe-Lexware GmbH & Co. KG
M4.5: Delivering Agile

Elmar Seestädt
M5.5: Von der Regulation zur Kooperation – Vertrags- und Zusammenarbeitskultur in agilen Projekten

Mathias Wrba, FELD M GmbH
16:10 Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
16:40 M1.6: Beratungsunternehmen und Agilität

Dr. Joachim Baumann und Frank Scheffler, dibuco GmbH
M2.6: Was bedeutet Karriere in einer agilen Organisation?

Stefan Sack, Capgemini
M3.6: 1001 Fallstricke, Corporate-ScrumMaster Anti-patterns

Timothee Bourguignon, MATHEMA Software GmbH
M4.6: Big Room Planning für Furchtlose - mit 125 Personen gleichzeitig erfolgreich planen!

Florian Beck, Freiberuflicher Berater für agiles Management und Sebastian Friedsam, finnova AG
M5.6: Der agile Festpreis mit Scrum und Prince2

Michael Kaufmann, Alegri International Service GmbH
17:25 Zeit für Raumwechsel
17:35 Abendkeynote: Von einem, der auszog, das Scheitern zu lernen

Udo Wiegärtner, conplement AG
18:35 Abendveranstaltung

Exzellentes Networking mit Teilnehmern, Referenten, Sponsoren und Ausstellern

Ab ca. 20:00 Uhr heißt es dann: "Faites vos jeux!"
09:00 Begrüßung zum zweiten Konferenztag der Manage Agile 2016
09:05 Keynote: Schwarmdumm

Prof. Dr. Gunter Dueck
10:05 Zeit für Raumwechsel
Track

Erfahrungsberichte
Raum Alexander 2

Moderator: Dr. Stefan Hilmer, Acando GmbH

Kultur / Change
Raum Alexander 3

Moderator: Florian Eisenberg

Methoden
Raum Grenander 1

Moderator: Fabian Schiller, Agile Fab

Innovation
Raum Grenander 2

Moderator: Sascha Preissler, Elektrobit Automotive GmbH

Governance
Raum Friedrich Wilhelm
Interaktiver Kurz-Workshop
Raum Grenander 3
10:20 D1.1: Von der Bürofabrik zur liquiden Organisation

Sylvius Gerber, Veraenderungskraft
D2.1: Scrum funktioniert nicht. Was nun?

Björn Schotte, Mayflower GmbH
D3.1: Industrie 4.0 und Agile KAIZEN – ein ideales Paar!

Andreas Skuin und Andre Streeferk, Kaizen Institute GmbH
D4.1: Interfacing Design thinking project results to agile IT project implementations

Frank Giroux, Bayer Business Services GmbH
D5.1: Governance in einem agilen Programm

Dr. Thorsten Janning, KEGON AG
D6.1: Improve the chances of success of your organization, by increasing resilience and antifragility

Dr. Andrea Tomasini und Gregory Keegan, agile42
11:05 Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
Track Interaktive Workshops
11:35 D1.2: People Coach: manage the system, not the people

Sudan Martin Jackson, REWE Digital GmbH
D2.2: Strategic agility and thoughtful execution - less plans, more options.

Hanno Jarvet, Jarvet Consulting
D3.2: Agile Mitarbeiterführung mit OKRs

Patrick Lobacher und Christian Jacob, +Pluswerk AG
D4.2: Industrie 4.0: Werden jetzt alle agil?

Joachim Pfeffer, peppair GmbH
D5.2: Business Analyse im agilen Kontext - eine Familienreise!

Dieter Strasser, Viable Projects
12:20 Zeit für Raumwechsel
12:30 D1.3: Agile Transformation als Chance für die Leica Camera AG: „Wie lassen sich 100 Jahre Tradition und agiles Handeln nutzbringend vereinen?“

Dr. André Christ und Dr. Michael Frank, Leica Camera AG
D2.3: Führung ist zu wichtig, um sie nur Führungskräften zu überlassen

Bernd Oestereich, next U
D3.3: Management 3.0 in konservativen Umgebungen...

Peter Schnell, Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH
D4.3: Agile Banking – die Zukunft?

Christoph Schmiedinger, borisgloger consulting GmbH und Jakob Etzel, Mantigma GmbH
13:15 Mittagspause / Lunch Buffet & Besuch der Ausstellung
Track Kultur / Change 2
14:15 D1.4: Echt Agil: Mit experimenteller Grundhaltung und dem Fortschritt im Fokus

Alexander Krause, agil-inform
D2.4: Agiles Mindset in einem 125-jährigen Versicherungsverein - Erfolge und Misserfolge

Tobias Berens, Grundeigentümer Versicherung VVaG
D3.4: EAM is Dead; Long Live Agile. Agile is Dead; Long live Agile EAM; Agile EAM will be dead; Long live Adaptive EAM

Michael Kunz, Michael Kunz Consulting und Thomas Bollmoor, SSW Beratungs-GmbH
D4.4: Eine klare Rolle: So funktioniert der Product Owner effizient

Jens Trompeter und Sebastian Neus, Conciso GmbH
D5.4: Resonante Führung im Scrum

Mirjana Zec, NETCONOMY Software & Consulting GmbH
15:00 Zeit für Raumwechsel
15:10 D1.5: Gehaltsfindung in der Gruppe - Ein Experiment

Björn Schneider, Hypoport AG
D2.5: Entscheidungssysteme und agile Organisationen

Jens Coldewey, improuv GmbH
D3.5: Agile HR mit Sociocracy 3.0

Bernhard Bockelbrink, Sociocracy 3.0 Movement
D4.5: Retrospektiven für alle! Mit Praxisteil: Liberating Structures

Erik Hogrefe und Johannes Schartau, Holisticon AG
15:55 Kaffeepause und Besuch der Ausstellung
16:25 D1.6: Mit dynamischen Team-Setups Komplexität begegnen

Sebastian Radics und Jan Hegewald, idealo internet GmbH
D2.6: Scrum: the walking dead

Daniel Dubbel, DER Touristik Online GmbH und Christian Fischer, itemis AG
D3.6: Agiles Projektmanagement (Scrum) und Neuro-Linguistisches-Programmieren - NLProgrammieren im Kontext agiler Methoden

Erik Mautsch, EMCC.BIZ | Universität Potsdam (Institut für Informatik und Computational Science) und Astrid Harbich, HA-Coaching
D4.6: The-Poke-Concept – The key to value based development

Marco Ley, CosmosDirekt LebensversicherungsAG
D5.6: Warum wir für die agile Transformation ungehorsam werden und Autorität neu denken müssen

Frank Baumann-Habersack, Autor
17:10 Zeit für Raumwechsel
17:20 D1.7: Visuelles Projektmanagement

Christian Botta und Daniel Reinold, Visual Braindump
D2.7: Agilität jenseits der IT

Dr. Martin Mandischer
D3.7: Die Minecraft-Challenge: Scrum vs. PMI - Ein (Projekt-)Management-Vergleich

Björn Radon, diva-e
D4.7: Vom Projekteiter zum Product Owner - der größte Karriereschritt

Gerrit Beine, adesso AG
18:05 Ende der Manage Agile 2016

Komplexithoden: Clevere Wege zur Agilität und zur (Wieder)Belebung von Arbeit in dynamischen Zeiten

Referent: Niels Pfläging, Managementexorzist, Autor, Veränderungskurator, Beeinflusser

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 09:10 - 10:10 Uhr

Abstract: Zur Lösung komplexer Fragestellungen braucht es »Komplexithoden« – also Organisationswerkzeuge, die so lebendig sind wie heutige Märkte und heutige Arbeit. Weil Komplexithoden in tatsächlich jeder Organisation Verwendung finden können, ist dieser pfiffige neue Ansatz gleichermaßen interessant für die Belebung und Weiterentwicklung von Startups, Mittelständlern und Konzernen. Insbesondere dort, wo schon Erfahrungen mit Agile und Scrum gesammelt wurden! Bei dieser Kategorie von Werkzeugen geht darum, robuste Organisationen für turbulente Zeiten zu schaffen und zu erhalten. Dafür lohnt es sich erst einmal den Unterschied zwischen Blau und Rot zu kennen...

Niels Pfläging stellt clevere, in unsere Zeit passende Vorgehensweisen für die Entwicklung von Unternehmen unter deren realen Bedingungen vor – jenseits von Gebrauchsanweisungen und Checklisten. Die Financial Times Deutschland schrieb über ihn: „Wenn Pfläging die Dogmen des Managements durchschüttelt, zerbröseln sie in seinen Händen“. Erwarten Sie einen Vortrag voller anregender, praktischer und vielfältiger Impulse zu Projektarbeit, Organisationsdesign, Personalführung, Performance, Selbstorganisation und wirksamen Werkzeugen in Komplexität.


Niels Pfläging ist Keynotesprecher der Manage Agile 2016Wo Niels Pfläging auftritt, sprühen Funken. Der Berater, Beeinflusser und Autor mit Wohnsitz in Wiesbaden ist ein engagierter und leidenschaftlicher Business-Vordenker. Pfläging ist Gründer des BetaCodex Network, einem internationalen Open-Source-Netzwerk. Fünf Jahre lang war er Direktor des renommierten Beyond Budgeting Round Table BBRT. Als Ratgeber und Advisor unterstützt er Manager und Organisationen aller Art bei tiefgreifender Veränderung. Er redet nicht nur. Er tut es auch.

Von einem, der auszog, das Scheitern zu lernen

Referent: Udo Wiegärtner, conplement AG

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 17:35 - 18:35 Uhr

Abstract: Hans, der Sohn eines Projektmanagers, hat nie gelernt, zu scheitern und kann daher nicht verstehen, was es bedeutet, aus Fehlern zu lernen. Seine Schwiegermutter macht sich deshalb Sorgen, da sie Scheitern für eine wichtige Lebensgrundlage hält. So macht sich Hans auf in die Firmen-Welt, um das Scheitern zu lernen. Er muss allerdings feststellen, dass er dort niemanden um Rat fragen kann, denn in seinem Land scheint niemand Erfahrungen mit dem Scheitern zu haben. Der Vortrag erzählt die Geschichte von Hans und seiner Suche nach dem Scheitern und ist damit gleichzeitig eine Reise durch die Fehlerkulturen in unseren Unternehmen.


Udo Wiegärtner ist Keynotesprecher der Manage Agile 2016Udo Wiegärtner ist bei der conplement AG in Nürnberg als Agile Innovation Coach tätig. Er begleitet Firmen und Teams seit mehreren Jahren auf ihrem Weg zur agilen Organisation. Neben seiner Zeit als Bereichsleiter war er als Softwareentwickler, Product Owner und Scrum Master bereits in allen Bereichen eines Scrum Teams aktiv. Seine Erfahrungen gibt er regelmäßig auf Konferenzen weiter.

Baby-Steps von Mittleren Management zum Agilen Leader - Eine persönliche Erfahrung

Referent: Sven Krause, Zühlke Engineering

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 10:50 - 11:35 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Erfahrungen eines "agilen Managers" in einem klassischen Management-System.

Mitarbeiter erwarten eine agile Führung, die Geschäftsleitung schnelle Entscheidungen.
Zwischen klassischem Management und agilem Leadership besteht insbesondere für Manger der mittleren Führungseben ein Spannungsfeld. Bücher, blogs und Artikel zeigen auf, wie eine «moderne» Führung sein sollte, doch die Realität schreibt andere Wahrheiten. Erzählen möchte ich von meinen persönlichen Erfahrungen, Sorgen und erzielten Ergebnissen, um andere Manager in derselben Situation zu ermutigen und zu inspirieren.

- Es braucht Mut - aber was heisst das denn für den Manager?
- Empowered Team – Was das bedeutet und wie es dabei dem Manager ergeht?
- „Agiles“ Performance Management – Zieldefinition zum Mitarbeitersache machen

Der Weg zum «agilen» Leader eine persönliche Herausforderung.
Sie verändert einen selbst, die Art zu arbeiten und die Zufriedenheit der Mitarbeiter!

Bezug zum Management: Als Manager «Head of Competence Unit Manager» führte ich mehrere Teams; insgesamt 45 Mitarbeiter, die als Experten in den Bereichen Business Analytics, Data Analytics, Requirements Engineering und Process Management arbeiten.
Verantwortlich war ich für Performance Management, Recruiting, Staffing, Team- und Mitarbeiterentwicklung und Führung von themenspezifischen Inhalten.
In einer Aufbauorganisation mit klassischen Management-System, führte ich agile Methoden in meinem Verantwortungsbereich ein.


Sven Krause ist Referent der Manage Agile 2016Sven Krause, Experte für ICT-basierte Produkt- und Dienstleistungsinnovation sowie agile Organisationsformen. Sein Fokus liegt im Aufbau sowie der inhaltlichen Führung und Entwicklung von agilen Organisationen und innovativen Projekten nach unternehmerischen Gesichtspunkten.

Interaktiver Vortrag

“Sag mir, was ich machen soll” - Widerstände bei der Selbstorganisation im Team überwinden

Referent: Peter Rubarth, Carmudi GmbH

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 10:50 - 11:35 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Die Agile Führung betont das Konzept des Servant Leader, Command & Control ist out. Viele Führungskräfte möchten diesem Ideal gerecht zu werden, Mitarbeitern auf Augenhöhe begegnen, Freiräume schaffen usw.
Mitunter stellen sie dabei fest, dass die Mitarbeiter das Angebot des neuen Führungsstils nicht annehmen. Warum wollen sich die Mitarbeiter nicht selbst organisieren und Verantwortung übernehmen?
Woher kommt diese Situation und was kann die agile Führungskraft unternehmen?

Bezug zum Management: New Work und Servant Leadership sind große und relevante Themen. Der Übergang von traditioneller Top-Down Führung ist eine Herausforderung - nicht nur für Führungskräfte
Der Vortrag soll zur Reflektion anregen, einen Einblick in die Zusammenhänge geben und konkrete Ansätze für die Anwendung in der Praxis bieten.


Peter Rubarth ist Referent der Manage Agile 2016Peter Rubarth ist Scrum Master bei der Carmudi GmbH, dem führenden Marktplatz für Fahrzeuge u.a. in Vietnam, Indonesien und den Philippinen. Er unterstützt mehrere Teams bei der Entwicklung der Carmudi Plattform.
Bei seiner Arbeit greift er auf mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Software Entwicklung zurück. Als Software-Entwickler, Entwicklungsleiter und Scrum Master verfügt er über einen breiten Hintergrund sowohl in traditionellen als auch agilen Ansätzen in fast allen Aspekten der Software-Entwicklung.
Als Gründer und Mitveranstalter des Project Management Meetup Berlin unterstützt er den Austausch zwischen Professionals aus dem Projektmanagement.

Interaktiver Vortrag

Die drei Säulen agiler Führung

Referent: André Häusling und Kati Oimann, HR Pioneers

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 10:50 - 11:35 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Führung beeinflusst in hohem Maße die Mitarbeiterperformance sowie Mitarbeiterzufriedenheit- auch oder gerade im agilen Kontext. Hierbei stoßen das klassische Führungsverständnis bzw. die klassischen Führungsinstrumente schnell an ihre Grenzen. In einem Umfeld, das geprägt ist durch Selbstverantwortung sowie Selbstorganisation, ist es erforderlich, Führung neu zu denken und innovativ umzusetzen. Es stellt sich aber die Frage: Wie funktioniert Führung in der agilen Umgebung, so dass das agile Mindset im Unternehmen gestärkt und der Weg hin zu einer agilen Organisation geebnet wird?

André Häusling stellt in seinem Vortrag die drei Säulen der agilen Führung vor. Diese bestehen aus Verantwortung, Kompetenzen und Haltung. Welche Verantwortung bringt agile Führung mit? Wie muss die Führungskraft im agilen Kontext führen? Wie unterstützt sie eigenverantwortliches Arbeiten? Welche Kompetenzen muss eine agile Führungskraft erwerben? Ist sie Entscheider, Berater oder Coach? Und wie ist es um die Haltung agiler Führungskräfte bestellt? Welche Glaubenssätze fördern agile Führung, welche hemmen sie?

Im Laufe des interaktiv gestalteten Vortrags haben die Teilnehmer Gelegenheit anhand der von HR Pioneers entwickelten Haltungsanalyse „agile mind“ ihre eigene Haltung einem Selbstcheck zu unterwerfen und die Ergebnisse im Anschluss zu diskutieren. Ebenso setzen sie sich mit dem Kompetenzmodell „agile skills“ auseinander und nehmen praktische Lösungen für ihren Unternehmensalltag mit.

Bezug zum Management: Unternehmen starten die agile Transformation meist mit der Einführung agiler Methoden und Prozesse insbesondere in der Produktentwicklung. Die übergreifende agile Transformation gerät dann aber oftmals ins Stocken, wenn die weichen Faktoren zum Tragen kommen. Die Haltung und Kompetenzen des Managements spielen eine bedeutende Rolle, denn sie entscheiden in der Regel über Misserfolg oder Erfolg einer agilen Transformation. André Häusling gibt konkrete Instrumente und Praxistipps für Manager und Führungskräfte an die Hand wie z.B. die Pioneers Haltungsanalyse „agile mind“ und das Kompetenzmodell „agile skills“.


André Häusling ist Referent der Manage Agile 2016Nach Abschluss seines sozialwissenschaftlichen Studiums hat André Häusling als Consultant in HR-Beratungsgesellschaften gearbeitet. Er spezialisierte sich auf das Personalmanagement in IT-Unternehmen und erwarb den Abschluss Master of Arts mit dem Schwerpunkt „Human Resources Development“. In seiner Position als Head of HR bei der ehemaligen WEB.DE AG hatte er 2005 das erste Mal Berührung mit Scrum und begann sich mit agiler Personal- und Organisationsentwicklung zu beschäftigen. Nach seiner Wirkungszeit bei der ehemaligen WEB.DE AG leitete er das unternehmensübergreifende HR-Competence Center der IT-Outsourcing Anbieter Fujitsu Services GmbH und TDS AG. Seit 2010 ist er Geschäftsführer der HR Pioneers GmbH, die sich auf agile Personal- und Organisationsentwicklung spezialisiert hat. Er ist Initiator der Agile HR Conference. In 2015 erhielt er als einer der 40 führenden Köpfe des Personalwesens die Auszeichnung „Der Agile“.

Kati Oimann ist Referentin der Manage Agile 2016In ihrem Studium der Psychologie legte Kati Oimann schon früh ihren Schwerpunkt auf die Arbeits- und Organisationspsychologie, Personalentwicklung und Eignungsdiagnostik. 2009 beendete sie erfolgreich ihr Studium mit dem Abschluß Master of Science. Sie sammelte Berufserfahrung rund um die Themen Assessment Center und Personalentwicklung während und nach ihrem Studium bei dem Kölner Institut für Managementberatung. Zudem hat Sie eine Scrum Master Zertifizierung erworben.
Seit September 2011 ist Kati Oimann für HR Pioneers als HR Consultant tätig und begleitet Unternehmen inhaltlich und prozessual bei ihrer agilen Transformation. Sie ist Experte für agile Personalentwicklung und –auswahl.

Interaktiver Vortrag

Agiles Projektmanagement? In der physischen Produktentwicklung!

Referent: Marcel Laubmeyer, Tagueri AG

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 10:50 - 11:35 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Physische Produktentwicklung, internationaler Großkonzern, hierarchische Strukturen, klassisches Projektmanagement – so sieht das bildhafte Feindesland der agilen Welt aus. Mit einem unserer Kunden nahmen wir die Herausforderung an, den agilen Projektmanagementansatz in diesem Umfeld zu implementieren. Nach über einem Jahr können wir außerordentliche Erfolge verzeichnen.

Die Ausgangslage:
Unser Kunde sah sich mit üblichen Problemfeldern komplexer Entwicklungsprojekte konfrontiert:

- unzureichende abteilungsübergreifende Zusammenarbeit
- lange Entscheidungsphasen
- technische Probleme wurden spät sichtbar
- Projektpläne zerschlugen sich wiederholt
- zunehmende Frustration in den ENtwicklungsteams

Da viele weitere Projekte außerhalb der Abteilung ebenfalls betroffen waren, wuchs beim Kunden die Überzeugung, dass diese Problemfelder weitestgehend systembedingt seien und sich grundsätzlich etwas ändern müsse.

Die Vision:
Mit der Implementierung agiler Prinzipien wollten wir für die Entwicklungsteams einen Rahmen bilden, in dem sie ihre Produktivität, Termintreue und Motivation wiederherstellen können. Das Scrum Framework war das Mittel der Wahl, um das bestehende System zu verändern und Raum für ein agiles Mindset zu schaffen. Uns war bewusst, dass wir mit dieser Vision einer großen Herausforderung gegenüber standen und innerhalb des traditionellen Konzernumfelds einen „Kulturkampf“ provozierten.

Die Umsetzung:
Die Einführung von agilem Projektmanagement setzt das aktive Vorleben des entsprechenden Mindsets voraus. Diese Verantwortung übernahm ein separates Scrum Team, das das Framework iterativ und inkrementell in den Projekten implementierte. Auf diese Weise ist eine unternehmens- und projektspezifische Umsetzung gewährleistet. Es wäre schließlich paradox, agile Prinzipien mit einem klassischen Projektmanagementansatz zu implementieren. Berater der Tagueri übernahmen dabei die Rolle der Scrum Master und Agile Coaches.

Der Vortrag: Wir werden einen interaktiven Vortrag gestalten, der unmittelbar zu Diskussionen einlädt und ein Forum bietet, in dem insbesondere Erfahrungen mit der agilen Entwicklung physischer Produkte ausgetauscht werden können. Hierfür enthält unser „Backlog“ folgende Themen bereit:

- Details zur organisatorischen Umsetzung innerhalb eines Konzernumfelds
- Anwendung agiler Prinzipien in der physischen Produktentwicklung
- Rolle des mittleren/oberen Managements
- Herausforderungen & Blockaden im Projektalltag

Bezug zum Management: Die erfolgreiche Einführung eines agilen Projektmanagements erfordert nicht nur die Unterstützung des Managements, sondern verändert auch seine Aufgaben in der Organisation. Dies ist insbesondere in klassischen Konzernstrukturen der Fall. In unserem Vortrag gehen wir deshalb speziell auf die Rolle des Managements als Erfolgsfaktor ein.


Marcel Laubmeyer ist Referent der Manage Agile 2016Marcel Laubmeyer
Consultant
Dipl. Ing. oec. (Wirtschaftsingenieur)

Expertenwissen:
- Agiles Projektmanagement
- Lean Management
- Innovationsmanagement

Berufserfahrung: 5 Jahre / Diverse Projekte als Consultant und Projektleiter in der Produktentwicklung (Automobil- & Luftfahrtindustrie)

Agile Verträge im Braunkohlentagebau – eine Frage des Mindsets

Referenten: Philip Stolz, HOOD GmbH und Michael Effertz, RWE Power AG

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 10:50 - 11:35 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Der Wandel vom klassischen PM zum auf Scrum-basierenden Projektmanagement keimt üblicherweise eher bei technischen Einheiten oder dem PM- Office als beim Einkauf oder den Juristen.
Wie also gehen PMs mit diesem Zwischenstand um? Welche Lösungsansätze gibt es für die Vertragsgestaltung und Projektdurchführung mit der alle Fakultäten leben können? Welche Vorteile bringt die geänderte Vorgehensweise?
Nach ersten Schritten mit agilen Methoden hat das SCADA-Team der Tagebaue der RWE Power AG ein Rahmenwerk für die Durchführung agiler Projekte erstellt. Nach der Abstimmung u.a. mit dem Einkauf konnte eine Vertragsform gefunden werden, die scrum-basiertes Arbeiten ermöglicht.
Dabei tauchten Fragen auf wie:
„Wie sieht zukünftig das Claim Management aus?“
„Welche Risiken bestehen im agilen Projektrahmen?“
„Wie gestalten sich Heilungs- oder Ausstiegsszenarien in diesem Projektrahmen?“
„Wo bin ich als Auftraggeber mehr als früher gefordert?“
„Wie gestaltet sich das Thema Gewährleistung?“
"Wie lässt sich vorab ein zeitlicher Gesamtrahmen vereinbaren?"
"Wie lässt sich vorab der Gesamtaufwand abschätzen/vereinbaren?"
Die kritische Auseinandersetzung dieser Fragen mit einem agilen Mindset, führt zu einem effizienten Projektmanagement und vermeidet kostentreibende Verträge.
Unser Fallbeispiel soll Sie ermutigen, auch im eigenen Unternehmensumfeld neue Ansätze für den vertraglichen Rahmen zu entwerfen. Sie erhalten Argumente für Auftraggeber, PM und Einkauf für die Nutzung ausgewählter Scrum-Methoden im Projektmanagement.

Bezug zum Management: Der Vortrag betrachtet die Thematik vor allem aus dem Blinkwinkel des Projektmanagements.


Philip Stolz ist Referent der Manage Agile 2016Philip Stolz arbeitet für Agile by HOOD als Trainer, Coach und Berater mit Leidenschaft und viel persönlichem Engagement mit Menschen, Teams und Organisationen.
Er verfügt über eine fundierte Ausbildung im Bereich Software Engineering. Durch Erfahrung aus unterschiedlichen Entwicklungsprojekten in verschiedenen Branchen sind ihm typische Projektsituationen sowie das Vorgehen bei der Einführung methodischer Verfahren innerhalb von Projektteams bekannt. Er treibt mit viel Engagement das Thema „Certified Agile Requirements Specialist“ bei HOOD und in der agilen Community vorwärts.

Michael Effertz ist Referent der Manage Agile 2016Michael Effertz arbeitet für die RWE Power AG als Verantwortlicher für die SCADA Systeme im Tagebau. Mit seinem Team betreut er an 5 Standorten über 220 Server mit insgesamt ca. 50 Applikationen in 3 Datacentern. Das Team ist verantwortlich für den 24/7 RUN-Betrieb der Software, ebenso wie für Projektstrategien und deren Umsetzung. Aus Rationalisierungszwängen heraus hat das Team in 2015 in kürzester Zeit agile Arbeitsweisen erfolgreich etabliert. Damit konnte erreicht werden dem hohen Qualitätsanspruch mit geringerer Teamstärke gerecht zu bleiben. Darüber hinaus hat die aus konsequenten Lean Leadership hervorgehende Kultur die Mitarbeiterzufriedenheit deutlich gesteigert. Um zukünftig auch die sehr individuellen Softwareprojekte effizienter durchzuführen wurde in 2016 das Projektmanagement auf agile Arbeitsweisen umgestellt.

Das ganze Unternehmen muss agil werden! Aber wie?

Referent: Dr. Sascha Theißen, Holtzbrinck Publishing Group

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 11:45 - 12:30 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Ihrem Unternehmen geht es gut. Noch. Sie selbst aber sehen die dunklen Wolken am Horizont, die der digitale Wandel mit sich bringt. Und Sie wollen etwas unternehmen, Windräder bauen, um den Sturm zu nutzen. Aber Ihre Mitarbeiter und Kollegen bauen Bunker, wollen warten, bis der Sturm vorüber geht. Wie bringen Sie diese dazu, sich dem Wandel zu stellen, gar Treiber des Wandels im Konzern zu werden? Und was machen Sie mit den üblichen Bedenkenträgern und jenen, die Angst vor Veränderung haben? Wie holen Sie diese ab und wie nehmen Sie die mit?

In seinem inspirierenden Praxisvortrag nimmt uns Dr. Sascha Theißen mit auf seine Reise, wie ausgerechnet die Abteilung im Konzern, der man das sicher am wenigsten zutraut, komplett agil wurde. Und wie nun die Konzernrechtsabteilung sogar zum Innovationsmotor wurde, die mit Legal Design Thinking schlanke, geschäftsfördernde Lösungen liefert und agiles Arbeiten in andere Stabsabteilungen exportiert.

Sascha Theißen zeigt auf, worauf es bei der Einführung agilen Arbeitens jenseits der Softwareentwicklung wirklich ankommt, wie der Wandel zur agilen Organisation gelingen kann. Dabei kann er sowohl auf seinen eigenen Erfahrungen zurückgreifen, als auch auf seine aktuellen Forschungsergebnissen aus bekannten deutschen Unternehmen, die mal mehr, mal weniger erfolgreich agiles Arbeiten eingeführt haben.

Bezug zum Management: Meine eigenen Erfahrungen berichte ich aus der Perspektive des verantwortlichen Managers, welche Entscheidungen ich treffen musste, welche Rückendeckung ich einholen musste und wie ich agiles Arbeiten erfolgreich in einer Stabsabteilung eines Konzerns eingeführt habe. Dabei gebe ich zudem Ausblicke auf meine aktuellen Forschungsergebnisse, was das Management (besser: Führungskräfte) tun sollen und besser nicht tun, um den Wandel eines Unternehmens zur agilen Organisation insgesamt bestmöglich zu fördern. Der Vortrag liefert hand-on Beispiele, macht Mut und motiviert, den Wandel gemeinsam mit den Mitarbeitern anzugehen.

Die Zielgruppe sind all diejenigen, welche in großen Organisationen den Wandel voran treiben wollen, aber noch nicht wissen, wie genau dies geschehen soll, oder die auf Widerstände stoßen und Lösungen suchen. Fortgeschrittene werden sicher genauso Nutzen aus dem Vortrag ziehen.


Dr. Sascha Theißen ist Referent der Manage Agile 2016Sascha ist ein kreativer Schöpfer pragmatischer und geschäftsfördernder interdisziplinärer Lösungen. Seine Karriere begann er als Anwalt, wo er für Porsche, Intel, Playboy, Automobilzulieferer, Maschinenbauer, Verlagsgruppen und Internet Start-Ups arbeitete. Sascha hat zudem einen Dr-Ing. in Informatik vom KIT, ist Fachanwalt für IP und spezialisiert aufs IT Recht. 2010 wechselte er zu Holtzbrinck, seit 2013 ist er Leiter der Konzernrechtsabteilung.

Sascha hat erfolgreich Kanban und agile Managementmethoden in der Rechtsabteilung eingeführt und deren strategische und operative Unterstützung aller Geschäftsaktivitäten massiv ausgebaut. Als agile Führungskraft arbeitet er daran, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter wachsen und ein Team werden, in dem Innovation und konstante Änderungen willkommen geheißen werden. Anfang 2016 beendete er seinen berufsbegleitenden MBA mit Schwerpunkten Strategisches Management und agile Organisationen.

Wie können wir eine agile Kultur gestalten?

Referentin: Birgit Mallow, Birgit Mallow Organisationsentwicklung und Prozessberatung

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 11:45 - 12:30 Uhr

Level: Einsteiger und Fortgeschritten

Abstract: Die Diskussion rund um die Gestaltung von Unternehmenskultur erlebe ich oft wie einen Glaubenskrieg. Für die Praxis ist das natürlich nicht nützlich.
Das erleben wir in der Praxis: Wir möchten uns im Unternehmen zu einer agilen Organisation entwickeln, aber „Unsichtbare Kulturgrenzen“ scheinen den Prozess zu bremsen und sind schwer fassbar. Gängige Change-Methoden kratzen oft nur an der Oberfläche. Die Veränderung dauert dann einfach viel zu lange und erzeugt viel Widerstand.
Aus meiner eigenen Erfahrung möchte ich deshalb einen einfachen Ansatz vorstellen, wie wir Kulturgestaltung verstehen, leicht und wirksam umsetzen und sogar „messen“ können. Und das mit einem Vorgehen, das einfach sehr gut zum agilen MindSet passt.
Wir knüpfen dazu an den Werten an und machen die Werte der gelebten Unternehmenskultur transparent. So können Führungskräfte erkennen, welche Werte und Verhalten für sie und ihre Mitarbeiter aktuell und auch für einen agilen Kontext wirklich wichtig sind. Und alle Beteiligten können es „besser in Worte fassen“. Die angestrebte „Kulturveränderung“ und agile Transformation wird damit leichter, weil sie auf der bestehenden Unternehmenskultur basiert. Und wir nutzen den Bezug zwischen Werten und Verhalten, um den Veränderungsprozess wirksam zu gestalten. Auf dieser Basis können wir ganz konkrete Umsetzungsschritte formulieren und für Transformations-Iterationen einplanen. Das Vorgehen umfasst einen partizipativen Ansatz, der auch für große Konzerne mit überschaubarem Invest an Zeit und Geld gangbar ist.

Bezug zum Management: Im Vortrag geht es darum, wie Unternehmen ihre Kultur wirksam gestalten können. Ich stelle ein wirksames Vorgehen vor, wie Werte transparent gemacht und sukzessive verändert werden können. Das Vorgehen erlaubt es Führungskräften und Change-Verantwortlichen in agilen Transformationen, Werte und Kultur sehr einfach zu analysieren, einen wirksamen Veränderungsprozess zu gestalten und den Umsetzungserfolg dann wiederum sehr einfach zu messen. Gerade für Top-Manager ist das ein interessantes Vorgehen, weil es „Kulturveränderung“ entmystifiziert und agil entwickelbar macht, wir die Feedback-Schleifen aber nicht einem vagen Bauchgefühl überlassen.


Birgit Mallow ist Referentin der Manage Agile 2016Birgit Mallow ist Dipl. Informatikerin und seit rund 20 Jahren als systemische Organisationsentwicklerin und Management Beraterin tätig. Ihr Fokus ist, Organisationen bei betrieblichen Veränderungen und auf ihrem Weg zu mehr Lebendigkeit und Agilität zu begleiten und zu unterstützen. Frau Mallow ist zertifizierter Scrum Master, Scrum Product Owner, SAFe Program Consultant (SPC4), Cultural Transformation Tools (CTT) Consultant und in Ausbildung zur Soziokratischen Moderatorin. Sie arbeitet derzeit schwerpunktmäßig als Beraterin und Agile Coach für Teams und Führungskräfte bei agilen Transformationen.

Team. Dynamik. Steuerung.

Referentin: Michaela Jäger

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 12:40 - 13:25 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Als Antwort auf die aktuellen Herausforderungen von Organisationen sind Teamarbeit verbunden mit Selbstorganisation derzeit stark im Trend. Was gilt es zu beachten, damit die berechtigten Hoffnungen in Teamarbeit und Selbststeuerung auch wirklich zu passenden Ergebnissen für die Gesamtorganisation führen?

40 Jahre nachdem Teams erstmalig ihren Einzug in Organisationen erhielten haben Teams durch die agile Bewegung und dem damit sich ändernden Verständnis von Führung in Organisationen wieder stärker an Bedeutung gewonnen. Ähnlich wie damals sind Agilität und damit Themen wie Selbstorganisation, flache oder gar keine Hierarchien scheinbar die Lösung für die aktuellen Probleme in Organisationen. Die Frage ist nur: Ist das tatsächlich so? Und warum hat es dann damals nicht schon funktioniert?

Was genau bedeutet es für eine Organisation Teamarbeit einzusetzen? Welche gruppenspezifischen Dynamiken entstehen in Teams? Und welche besonderen Anforderungen ergeben sich hieraus für das Management? Was bedeuten die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Hierarchie der herrschenden Organisation einer Firma und einer Teamstruktur für das Miteinander? Welche Widersprüche ergeben sich aus den beiden Formaten Team und Organisation? Und mit welchen Erwartungen sind sie gekoppelt?

Der Fokus bei der Beantwortung dieser Fragen liegt auf einer Ausdifferenzierung von Organisation und Team und einer gruppendynamischen Sichtweise, welche die sozialen Phänomene von Teams betrachtet.

Bezug zum Management: Der Vortrag liefert einen ersten Einblick in die Themen: Team und Organisation, gruppenspezifische Dynamiken von Teams und deren Steuerung. Er richtet sich an Projektmanager, Scrum Master und Linienmanager.


Michaela Jäger ist Referentin der Manage Agile 2016Michaela Jäger ist als selbstständige Beraterin, Trainerin und Coach rund um das Thema IT-Projektmanagement tätig. Hierbei setzt sie den Schwerpunkt auf die Themen klassisches und agiles Projektmanagement, Steuerung von Projekt-Teams und Umgang mit Unsicherheit. Sie ist Dipl. Ing. für Elektrotechnik, hat langjährige Erfahrung als Projektmanagerin in der IT und hat darüber hinaus den Master of Arts in Mehrdimensionaler Organisationsentwicklung absolviert. Sie ist Mitglied der österreichischen Gesellschaft für Gruppendynamik.

Das kleine Einmaleins des agilen Produktmanagements

Referenten: Andrea Grass und Dr. Michael Hofmann, oose Innovative Informatik eG

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 11:45 - 12:30 Uhr

Abstract: Die Produktidee ist da! Sie stehen nun vor der Aufgabe möglichst schnell einen Releaseplan zu erstellen, der den fachlichen und geschäftlichen Mehrwert deutlich macht. Da es sich um ein agiles Projekt handelt, können Sie nicht auf eine detaillierte Anforderungsanalyse zurückgreifen. Wie gehen Sie vor?

In diesem Vortrag zeigen wir eine neue Methode zur Produktplanung, die sich mittlerweile in vielen Projekten bewährt hat. Basierend auf Geschäftsdimensionen, Einführungsszenarien, Story Maps und einem angepassten Business Model Canvas erstellen wir Schritt für Schritt einen Releaseplan für agile Projekte.


Dr. Michael Hofmann ist Referent der Manage Agile 2016Michael Hofmann ist Arbeits- und Organisationspsychologe. Seit 2010 hilft er als Trainer und Berater (für die oose Innovative Informatik eG) anderen Unternehmen Lean, Agile, Scrum einzuführen.

Andrea Grass ist Referentin der Manage Agile 2016Andrea Grass arbeitet als Trainerin und Agile Coach für die oose Innovative Informatik eG. Sie führt Agilitätschecks durch und unterstützt Teams, Agilität zum Leben zu erwecken.

Agile Verträge im Projektgeschäft

Referenten: Joern Bock, AOE GmbH und Christof Braun

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 11:45 - 12:30 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Die agilen Methoden der Softwareentwicklung beschreiben ausführlich die enge Zusammenarbeit und den partnerschaftlichen Austausch zwischen Product Owner, Entwicklungsteam und Stakeholdern. Leider wird die Grenze zwischen Stakeholder und Entwicklungsteam als eine Grenze zwischen Kunde und Dienstleister sehr selten beleuchtet. Und noch viel seltener werden in diesen Zusammenhang die Stakeholder Procurement, Legal und Controlling berücksichtig, die häufig nichts oder sehr wenig über agile Softwareentwicklung wissen. Bei AOE erstellen wir Softwarelösungen für große, internationale Unternehmen und stehen in jedem neuen Projekt vor der Herausforderung, ein zu unserem Organisationsmodell passendes Vertragswerk mit unseren Kunden auszuarbeiten. In dem Vortrag möchten wir unseren Ansatz „Team&Method“ vorstellen und von den Erfahrungen aus den Verhandlungen mit unterschiedlichsten Kunden berichten.

Bezug zum Management:
- Vertragsverhandlungen agil gestalten
- Kundenbindung
- Basis für agiles Projektmanagement schaffen
- Einfluss der Agilität auf den Rest der Organisation und auf den Kunden


Joern Bock ist Referent der Manage Agile 2016Bereits seit Anfang der 90er Jahre beschäftigt sich Joern mit der Gestaltung, Konzeption und der Organisation von interaktiven Medienprojekten. Bei AOE ist er für die globale Projekt Management Organisation zuständig. Hierzu treibt er den Einsatz agiler Entwicklungsmethoden, wie Kanban, Scrum oder Lean als Teil einer agilen Organisation und einer gelebten agilen Unternehmenskultur kontinuierlich voran. Auch organisiert er regelmäßig Treffen der Agile Usergroup Rhein-Main. Bei AOE ist Bock Key Account Manager für Kunden wie Sony Entertainment Network oder T-Systems und beschäftigt sich intensiv mit der mobilen Web-Entwicklung.

Christof Braun ist Referent der Manage Agile 2016Christof ist gelernter Informatiker, der viele Jahre in der Führung von Softwareentwicklungsunternehmen tätig war. Seit vier Jahren arbeitet er als selbstständiger Agiler Coach und hilft Softwerkern, Teams und Organisationen bei ihrer Transition zu mehr Agilität und zu lebendigen Unternehmensstrukturen. In dieser Rolle ist er auch bei der AOE GmbH tätig. Außerdem gibt Christof Management 3.0 Workshops und hält Vorträge zu agilen Themen, besonders zu agiler Führung und Organisationsentwicklung.

Interaktiver Vortrag

Einführen von Kanban in administrativen Teams ganz ohne Berater - mit dabei Do's und Don'ts

Referent: MarcO Mathews, Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 12:40 - 13:25 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG (bis 1999 Gebr. Hellmann) ist ein international arbeitendes deutsches Transport- und Logistikunternehmen mit Hauptsitz in Osnabrück (Niedersachsen). Es ist tätig in den Bereichen Logistikdienstleistung, Gütertransport auf der Straße, Schiene, per Schiff, Flugzeug und der Bahn, IT-Lösungen, Warehousing, Consulting und Entsorgungsdienstleistung. Das 1871 gegründete Unternehmen hat 12.536 Beschäftigte mit über 240 Büro's weltweit. Es befindet sich in vierter Generation in Familienbesitz.

MarcO Mathews hat in den letzten 3 Jahren mehr als 10 Teams aus unterschiedlichsten administrativen Bereichen zu dem Thema Daily Task Management (Kanban mit Scrum Merkmalen) geschult und erfolgreich bei der Implementation in den täglichen Ablauf begleitet. Ein besonderes Augenmerk wurde bei dem Einführungskonzept darauf gelegt, wie Manager und deren Bereichsleiter sich anpassen müssen, wenn eine erfolgreiche Einführung das Ziel sein soll. Zusätzlich dazu wurde darauf geachtet, dass das Konzept generisch passend ist für Teams, die aus verschiedensten Bereichen kamen, wie z.B. IT Serviceprozesse, Software Entwicklung, Finanzabteilung, Preisausschreibungen und Kundenangebote.

Es wurde die Entscheidung getroffen, dass die Einführung ohne Berater Einsatz möglich sein muss. Nur sehr punktuell wurde Berater Wissen eingekauft um eine weitere Qualitätssicherung des Einführungskonzeptes zu gewährleisten. Warum wurde dieser Weg so gewählt und warum war es auch rückwirkend betrachtet immer noch der richtige Weg?

Nach den gemachten Erfahrungen zusammengetragen in einer Do's und Don'ts Session werden schlussendlich die zwei der häufigsten Zuhörer-Problemfelder identifiziert und im Detail diskutiert.

Haben Sie bereits Themen die sie besprechen wollen? Dann bitte Email vorweg an "ManageAgile(@)hellmann.com"


MarcO Mathews ist Referent der Manage Agile 2016

MarcO Mathews ist Business Architekt bei Hellmann Worldwide Logistics in Osnabrück. Neben über 15 Jahren im Bereich der IT-Infrastruktur mit abschliessender IT Service Managament (ITIL) Einführungsverantwortung, beschäftigte er sich aktuell hauptsächlich mit Reorganisationsprojekten die ab 2009 dazu führten ein eigenes Lean Management Trainings Konzept auf den IT Bereich zugeschnitten zu erzeugen und international einzuführen. 2013 erzeugte MarcO ein Kanban Einführungs- / Trainingskonzept für Serviceprozess-Teams und implementierte dieses in verschiedenen deutschen und internationalen Teams.

Interaktiver Vortrag

„Ich komme alleine nicht weiter“ - Kollegiale Fallberatung im Reflecting Team

Referenten: Victoria Wenzelmann und Kristina Müller, Leanovate GmbH

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 12:40 - 13:25 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Als Coaches und agile Führungskräfte sind wir immer wieder vor Herausforderungen gestellt, für die wir ad hoc alleine nicht die beste Lösung finden. Wir wünschen uns schnellen und umsetzbaren Input von unseren Kollegen, ohne dabei die Verantwortung abzugeben.
Kollegiale Fallberatung setzt hier an und kombiniert beides: Das Reflecting Team ist eine Methode aus der Systemischen Beratung, um gemeinsam systematisch und ergebnisorientiert mehr als nur eine Handlungsalternative zu erarbeiten.
Dieser Workshop führt in die Methodik ein und bietet eine Plattform, erste Fälle mit Hilfe des Reflecting Team zu bearbeiten.

Bezug zum Management: Kollegiale Fallberatung im Reflecting Team hilft Managern und Führungskräften dabei, ihre Herausforderungen in Chancen zu verwandeln. Des weiteren ist das Reflecting Team ein Instrument zur Teamentwicklung für Führungskräfte-Teams, insbesondere zur Stärkung des Vertrauens. Bei regelmäßiger Anwendung liefert es Evidenz für eventuelle systemische, nicht nur Einzelfall-Probleme.


Victoria Wenzelmann ist Referentin der Manage Agile 2016Victoria Wenzelmann ist Ethnologin, Systemische Organisationsberaterin sowie Agile Consultant und bei Leanovate die Expertin für Leadership, Teams, Innovation und Change Management. Als zertifizierte Kanban Management Professional und Coach vertritt Victoria Kanban als Methode, die diese Themen vereint.

Kristina Müller ist Referent der Manage Agile 2016Kristina Müller ist Wirtschaftspsychologin, systematische Beraterin, erfahrene Agile Coach und bei Leanovate die Expertin für Agile Transition, Organisationsentwicklung und Themen persönlicher Entwicklung. Sie treibt den agilen Wandel sowohl innerhalb als auch außerhalb der IT mit. Ihr Empathievermögen gepaart mit Zielorientierung sind ihre großen Stärken.

Agile Mitarbeiterführung mit OKRs

Referent: Patrick Lobacher und Christian Jacob, +Pluswerk AG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 11:35 - 12:20 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Die Großen der Branchen - wie Google, LinkedIn, Zalando, Red Bull, Oracle & Co. - machen es vor. In modernen Unternehmen wird ein modernes und zeitgemäßes Framework zur Mitarbeiterführung verwendet - OKR (Objectives & Key Results). Zielvereinbarungen und New Work sind Gegensätze? OKR verbindet beides! Wir stellen die Methode und das Framework ausführlich vor und zeigen, warum es gerade jetzt - in Zeiten der digitalen Transformation - so erfolgreich ist.

Bezug zum Management: Zielvereinbarungen und Führung sind klassische Management-Themen, auf die sich der Vortrag fokussiert.


Patrick Lobacher ist Referent der Manage Agile 2016Patrick Lobacher ist Digital Native, Berater, Trainer, Agile-Coach, Entwickler, Speaker und Autor zahlreicher Fachbücher und -artikel zum Thema Web-Development & Management. Er ist Vorstandsvorsitzender der +Pluswerk AG, die an zehn Standorten mit über 130 Mitarbeitern digitale Kommunikationslösungen im Enterprise-Bereich mit Fokus Open Source für anspruchsvolle Kunden konzipiert und umsetzt.

Christian Jacob ist Referent der Manage Agile 2016Christian Jacob ist Agile Coach, Speaker, Trainer, Berater. und Autor zahlreicher Fachartikel und Fachbücher zum Thema "Agile Mitarbeiterführung". Er ist Consultant der +Pluswerk AG. eine Agentur für die Digitale Transformation mit über zehn Standorten und 130 Mitarbeitern. Dort ist der er Leiter der Business Unit pluswerk:okr, die Kunden aller Branchen und Größen im Bereich „Agile Mitarbeiterführung“ berät.

Product Thinking mit dem Product Field

Referent: Wolfgang Wopperer-Beholz und Tim Schurig, mindmatters

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 12:40 - 13:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Echte Produktinnovation ist komplex. Einfache Rezepte und lineare Prozesse werden ihr nicht gerecht – sie führen regelmäßig zu Fehleinschätzungen, Misserfolgen und Frustration. Hier setzt Product Thinking an: eine Methodologie, die Produktinnovation als komplexes System behandelt und ihre nachhaltige Wirkung für alle Stakeholder maximiert. Dabei hilft das Product Field, ein kognitives Medium für Produktinnovation: Ein Modell, ein Canvas und ein Werkzeugkasten, mit dem Teams und Unternehmen gemeinsam bessere Produkte entwickeln und systematisch ihre Innovationsfähigkeit erhöhen. Der Vortrag illustriert die Komplexität von Produktinnovation, führt anhand konkreter Beispiele in Product Thinking und Product Field ein und ermöglicht eine Einschätzung, ob und wie diese für den eigenen Projektalltag hilfreich sein können.

Bezug zum Management: Der Vortrag richtet sich explizit an Produkt- und Projektmanager und stellt eine Methodologie und ein Werkzeug für diese vor.


Wolfgang Wopperer-Beholz ist Referent der Manage Agile 2016Wolfgang Wopperer-Beholz ist gelernter Philosoph und ungelernter Unternehmer. Er ist Mitgründer von mindmatters, einem Hamburger Product Development Studio, und dem Coworking Space betahaus Hamburg. Als Co-Creator des Product Field begleitet er Innovationsprojekte und Produktentwicklungen für Startups und etablierte Unternehmen.

Tim Schurig ist Referent der Manage Agile 2016Tim Schurig begleitet bei mindmatters Startups und etablierte Unternehmen dabei, aus innovativen Gedanken realisierbare Konzepte und erfolgreiche Produkte zu entwickeln. Sein Hauptinteresse liegt dabei in der kollaborativen Gestaltung, Visualisierung und Facilitierung funktionierender Prozesse.

Panta Rhei mit Agilen Verträgen

Referent: Björn Schotte, Mayflower GmbH

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 12:40 - 13:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Alles fließt und nichts bleibt. Es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln. Was schon im alten Griechenland galt, gilt heute für agile Softwareprojekte in dynamischen Märkten umso mehr. Vor diesem Hintergrund erscheint die Forderung von Einkaufsabteilungen und Juristen, über Verträge Kosten zu kontrollieren und planen zu wollen, wie Hybris. Dieser Vortrag hat verschiedene agile Vertragsmodelle im Gepäck. Aber nur im Kleingedruckten am Ende, wie bei Verträgen üblich. Wer die rote Pille schlucken und seinen Horizont erweitern möchte, der ist hier richtig. Erfahren Sie hier, warum Agile Verträge eigentlich blanker Unsinn und glatter Selbstbetrug sind. Und welche Denkwerkzeuge sie brauchen, damit das Umparken im Kopf klappt. Damit am Ende Ihr Unternehmen erfolgreich wandelbare Projekte in dynamischen Märkten navigieren kann - und sich trotzdem sicher fühlt.

Bezug zum Management: Umparken im Kopf in Bezug auf Agile Verträge, für GFs, Führungskräfte, Einkäufer, Juristen. An sich ist es blanker Hohn, für agile - also dynamische, sich wandelnde Projekte - feste Vertragswerke zu fordern. Die typischen Vertragsmodelle, die es gibt, und die ich auch über meinen slideshare-Beitrag geprägt habe, sind ein workaround, ein schmutziger Workaround, der Unternehmen daran hindert, das volle Potenzial aus agilen Projekten zu heben.


Björn Schotte ist Referent der Manage Agile 2016Björn Schotte ist Unruhestifter und Geschäftsführer der MAYFLOWER GmbH. Er berät Kunden in der Entwicklung digitaler Produkte. Als Agiler Management Coach berät er darüber hinaus zu agilen Prinzipien und Praktiken im Umfeld von Scrum, Kanban und Lean Startup. Juristen ärgert er gerne mit seiner Sicht der Dinge auf Agile Verträge.

Agil im Projekt - Oder wie ich auszog die Welt zu retten

Referent: Matthias Mohme, HOOD GmbH

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 14:30 - 15:15 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Martin Horvath wagt in seinem Buch „Mohr im Hemd oder wie ich auszog die Welt zu retten“ einen humoristischen und nachdenklichen Umgang mit der österreichischen Flüchtlingsdebatte. Der 15 jährige Ali, Hauptfigur des Romans, schafft es durch Eloquenz, Mehrsprachigkeit und Einfühlungsvermögen, den Betrieb eines Wiener Asylbewerberheims aufrecht zu erhalten.

Diese fiktive Geschichte werde ich als Metapher nutzen, um die Probleme und Herausforderungen, die sich durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Berufsfelder ergeben, aufzuzeigen. Dabei werde ich in die Rolle des 15 jährigen Alis schlüpfen und einen Einblick in meine tägliche Arbeit als Trainer und Berater gewähren.

Doch statt nur zu mahnen und den Zeigefinger zu heben, werde ich konkrete Maßnahmen zur Überwindung kultureller Unterschiede präsentieren. Viele dieser Maßnahmen stammen aus der Agilen Produktentwicklung, was mich dazu veranlassen wird, einige Mythen und Missverständnissen auszuräumen.
Überleitend möchte ich unter Zuhilfenahme der Agilen Werte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass kulturelle Unterschiede nicht „gemanagt“ oder „weg professionalisiert“ werden können, sondern dies eine Lebensaufgabe ist, für die es keine Blaupause oder Berater gibt.

Bezug zum Management: Wenn Praktiken, Methoden oder Tools versagen, hört man es immer wieder:
"Wir müssen unsere Unternehmenswerte leben" oder "Unsere Kultur steht uns um Wege"

Das Management muss begreifen, dass sich hinter Werten und einer Unternehmenskultur Bedürfnisse von Mitarbeitern verstecken, die gehört und gesehen werden wollen. Schafft es das Management den Schwenk von einer Werte-Proklamierung zu einer Bedürfnis-Wahrnehmung, eröffnen sich neue Dimensionen der Zusammenarbeit.


Matthias Mohme ist Referent der Manage Agile 2016In den ersten Berufsjahren als Konstrukteur im klassischen Maschinenbau tätig, entdeckte der 34 jährige Münchener in den darauf folgenden Jahren als Produktmanager seine Leidenschaft für SCRUM und KANBAN in der Softwareentwicklung. Seine Erfahrungen und Beobachtungen, wie sich die Einführung Agiler Methoden auf Mitarbeiter, Teams und ganze Organisationen auswirkt, gibt er als Trainer, Berater und Systemischer Coach an seine Kunden weiter. Matthias Mohme engagiert sich in der Agilen Community und ist auf immer wieder als Speaker auf Konferenzen vertreten. Im Jahr 2015 hob er zusammen mit 3 Kollegen das Beyond Agile Camp in München aus der Taufe und fungiert auch im Jahr 2016 wieder als Gastgeber.

Interaktiver Vortrag

Der Teufel steckt in der Hierarchie

Referentin: Susanne Mühlbauer

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 14:30 - 15:15 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Hierarchien müssen weg! Niels Pfläging sagt: „[...]Hierarchie ist der Feind von Komplexität“

Mich bringt das zum Nachdenken... Was mache ich in einer Organisation mit Hierarchien? Sind es formelle oder informelle Hierarchien? Was kann ich in so einer Organisation eigentlich bewirken? Ist Hierarchie wirklich schlecht und was daran ist schlecht?

Anhand der systemischen Dimensionen/ Ebenen in Unternehmen reflektieren und diskutieren wir über hierarchische, Pfirsich-, Netzwerk- und soziokratische Organisationen.

Nach einer Ausbildung im systemischen Coaching hat sich mein Blick auf Organisationen geändert. Ich erkenne Dinge, die ich vorher nicht gesehen und auch nicht in Worte fassen konnte. Darüber möchte ich gemeinsam mit Euch nachdenken und Erfahrungen austauschen. Aus zwei Perspektiven kann ich einen Beitrag leisten: Aus meiner Arbeit als externer Coach in Unternehmen und von meiner Zeit als Teil einer (hierarchischen) Organisation.

Das bestehende Management-Paradigma wird durch agiles Arbeiten in Frage gestellt bzw. die Abschaffung aller Manager gefordert. Die Gestaltung der Organisationsstrukturen ist definitiv eine Aufgabe der Manager. Sie sollen sich also quasi selbst abschaffen. In dem Vortrag versuche ich herauszuarbeiten, welche positiven Aspekte Hierarchien eigentlich haben können: Sicherheit, klare Verantwortungen, Entscheidungskompetenzen, ... Des weiteren ist es wichtig, wieso Hierarchie heute diesen negativen Beigeschmack für uns hat. Eine Hypothese: Verantwortung wird einfach nach unten durchgereicht. Das Management übernimmt die Verantwortung und Konsequenzen für seine Entscheidungen nicht, die Mitarbeiter müssen das ausbaden. Der Ruf nach Selbstorganisation befeuert diese Unart noch. Wenn wir also mit Hierarchien leben (müssen) und das gilt besonders für Versuche in Großkonzernen agil zu arbeiten, sollten wir die Manager wieder in die Pflicht nehmen, die Verantwortung zu tragen, die Ihnen mit der Position in der Hierarchie auch gegeben wird.

Bezug zum Management: Das bestehende Management-Paradigma wird durch agiles Arbeiten in Frage gestellt bzw. die Abschaffung aller Manager gefordert. Die Gestaltung der Organisationsstrukturen ist definitiv eine Aufgabe der Manager. Sie sollen sich also quasi selbst abschaffen. In dem Vortrag versuche ich herauszuarbeiten, welche positiven Aspekte Hierarchien eigentlich haben können: Sicherheit, klare Verantwortungen, Entscheidungskompetenzen, ... Des weiteren ist es wichtig, wieso Hierarchie heute diesen negativen Beigeschmack für uns hat. Eine Hypothese: Verantwortung wird einfach nach unten durchgereicht. Das Management übernimmt die Verantwortung und Konsequenzen für seine Entscheidungen nicht, die Mitarbeiter müssen das ausbaden. Der Ruf nach Selbstorganisation befeuert diese Unart noch. Wenn wir also mit Hierarchien leben (müssen) und das gilt besonders für Versuche in Großkonzernen agil zu arbeiten, sollten wir die Manager wieder in die Pflicht nehmen, die Verantwortung zu tragen, die Ihnen mit der Position in der Hierarchie auch gegeben wird.


Susanne Mühlbauer ist Referentin der Manage Agile 2016Susanne Mühlbauer ist selbständiger Agile Coach und systemischer Business Coach. Mit Leidenschaft und viel persönlichem Engagement arbeitet sie mit Menschen, Teams und Organisationen auf deren Weg zu mehr Agilität.
Als unermüdliche Idealistin bringt sie Expertise und Freude an Veränderung, Führung, Erfolg, Sinn und Umdenken in ihre Arbeit ein. Pragmatische, zielorientierte und lösungsfokussierte Ansätze liegen ihr besonders am Herzen.
Aus ihrer Zeit als Consultant, Scrum Master, Projektleiter, Business Analyst, Requirements Engineer und Führungskraft bringt sie langjährige und unterschiedlichste Erfahrungen aus dem Projektgeschäft, der Entwicklung komplexer Produkte/ Systeme und dem Umgang mit Menschen mit. Ein Schwerpunkt ist hierbei sicherlich das Requirements Engineering.

Management in einer bimodalen Welt

Referent: Prof. Dr. Ayelt Komus

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 14:30 - 15:15 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Agile Methoden sind auch außerhalb der IT-Entwicklung bei der ‘frühen Mehrheit‘ – vielleicht in Teilen auch schon bei der ‘späten Mehrheit‘ angekommen.
Dies heißt in der Praxis aber für die meisten Unternehmen keinesfalls, dass klassische Methoden des Managements, der Planung, des Controllings und des Projektmanagements obsolet geworden sind. Vielmehr zeigt sich in der Praxis in den meisten Organisationen eine Konstellation, in der agile, hybride, selektive und klassische Methoden parallel zu managen sind.
Teilweise differenziert nach Aufgabenfeld, nach Organisation oder auch einfach nach Vorliebe der Führungskraft müssen Organisationen Wege finden, um größere Aufgabenstellungen auf Basis unterschiedlichster Managementphilosophien integrativ und synergetisch zu managen.
Analog zum Konzept des bimodalen IT-Managements – auch als `Management der 2 Geschwindigkeiten` bekannt gilt es, Chancen, Herausforderungen und Konsequenzen des vielfach unbewusst praktizierten bimodalen Managements zu begreifen und Empfehlungen abzuleiten.

Hier geben durch den Referenten durchgeführte empirische Untersuchungen wie „agiles PMO“, „Status Quo Agile“ (2012, 2014 und 2016), die evidenzbasierte Studie „Erfolgsfaktoren im Projektmanagement“, „Multitasking im Projektmanagement“ und der aktuelle „Offshoring-Report“ kombiniert mit praktischen Erfahrungen aus Coaching und der Beratung einer Vielzahl unterschiedlichster Unternehmen in Branchen wie Pharma, Finance, EVU wichtige Hinweise. Diese werden im Vortrag mit Konzepten wie myAgile zur Auswahl geeigneter Methodenphilosophien und –Elemente kombiniert.
In der Quintessenz wird deutlich, dass das betrachtete bimodale Management an vielen Stellen sehr herausfordernd, manchmal aber auch überraschend einfach sein kann.
Folgende Aspekte des bimodalen Managements werden im Vortrag in den Fokus gestellt:
- bimodales Management – vielfach Praxis, selten als aktive Aufgabenstellung verstanden
- Auswahl und Ausgestaltung von Methodenphilosophien und -Elementen
- Planung und Portfoliomanagement in der bimodalen Welt
- Risikomanagement und Controlling in der bimodalen Welt
- Erfolg und Erfolgspotenziale in der bimodalen Welt
- Konfigurationsmanagement und Integration in der bimodalen Welt
- Führung, Team- und Mitarbeiterführung und -entwicklung in der bimodalen Welt
- Implikationen für Einkauf und Vertragsgestaltung
- Gesetz von Conway: Herausforderungen der Agilisierung für klassische Strukturen
- `Modus 1` – Die `Bad Bank`der bimodalen Organisation?

Bezug zum Management: Der Vortrag nimmt durchgängig die Perspektive des Managements auf den unterschiedlichen Ebenen ein: Unternehmensleitung und Strategieprozess, Portfolio- und Programmmanagement, Management von Projekten, Teams, Mitarbeitern.
Ein weitergehender spezifischer Bezug zu technologischen Aspekten ist nicht vorgesehen.


Prof. Dr. Ayelt Komus ist Referent der Manage Agile 2016Prof. Dr. Ayelt Komus, Management Advisor, Autor, Key-Note-Speaker ist Professor an der Hochschule Koblenz. Er ist Leiter des BPM-Labors, Mitinitiator der Modelfabrik Koblenz, wissenschaftlicher Leiter des Rechenzentrums der HS Koblenz und (Mit-)Initiator vielbeachteter Studien wie "Status Quo Agile", "Agiles PMO", „Multitasking im Projektmanagement“, „Offshoring Report 2016“. Komus‘ Schwerpunkte sind hybride Anwendung agiler Methoden wie Scrum und Kanban, wertorientiertes PMO, Einführung/Coaching agiler Methoden in klassischen Branchen und Anwendungsfeldern.
Komus blickt zurück auf über 50 Fachpublikationen, über 100 Keynotes und Voträge sowie weit über 100 publizierte Interviews, Zitate und Berichte in den Medien.

The Predictability of Delivery

Referent: Brett Ansley, Brett Ansley Consulting

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 14:30 - 15:15 Uhr

Level: Experte

Abstract: Agile methodologies are often criticised for their lack of rigour in planning and the difficulties this poses for other department / organisations that are dependent on the outcome of the work being delivered by the Agile teams. Traditional Agile methods of forecasting using burn-up / burn-down charts, Sprint commitments etc. have not proved to be reliable. In this talk I explore the concept of predictability and introduce a set of tools based on Kanban / Lean queueing theory. I have used these tools in a number of different environments with far better capability to forecast delivery dates than traditional Agile tools have provided. Another advantage of this method is that it scales to the portfolio level allowing forecasting across the organisational portfolio.

Bezug zum Management: Co-ordinating activities across multiple departments or organisations is difficult and when delivery dates change it requires a change across all dependent activities increasing the management overhead. This talk aims to provide the tools to more accurately forecast delivery end dates and also give an insight into modelling resource changes to help accelerate delivery.


Brett Ansley ist Referent der Manage Agile 2016I am an independent consultant who has been working in the Agile industry for the last 15 years. During that time I have worked in various roles from Business Analyst to Project and Programme Management, from coaching to heading up change programmes. I've worked at a number of both large and small companies during the last 15 years including 5 years at Thoughtworks as a principal consultant.

Agile Contracting: changing the approach

Referent: Edwin Hanegraaf, High Tech ICT

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 14:30 - 15:15 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Agile contracting requires a bit different approach than the traditional way of contracting. The traditional way of contracting often leads to disappointments, since products are not delivered in time, do not meet end users expectations and –worst of all– ‘unexpectedly’ cost a lot more than agreed. By just applying agile techniques you might improve on that (a bit), though it is not a guaranteed silver bullet. By ensuring that the prerequisites are set right (like in the contract), you will increase the chances for success.

In this talk various aspects in transitioning from a traditional way of software product development contracts into an agile approach are discussed. It will show the most typical hurdles you will run into and the most common made mistakes. It is about changing a contract from a strict and limited set of ‘agreements’ into an agreement in which openness and collaboration is the base for development.

Bezug zum Management: As a manager you need to know which way of creating a contract will contribute to enabling the agile way of working and which most typically won’t. This talk will provide some practical tips based on an actual use case where such a transition has been done successfully.

By comparing the traditional way of contracting and the actual needs of agile contracts, the differences seem to be huge, where actually the gap between the approaches are not always that big. In this talk you will discover the most important reasons why the contract may contribute to success… or failure.


Edwin Hanegraaf ist Referent der Manage Agile 2016Edwin Hanegraaf (CSP, CSM, CSPO) is a passionate agile coach working for High Tech ICT in the Netherlands. Within SPS (a Dutch paint producing company) he has transformed the way of working with respect to software development from the traditional approach into an agile way of working. For that he has coached the development team and the management in making that change. As a result he succeeded in delivering products within agreed scope and budget that are used with joy by the end users. Next to that he created a joyful work environment for the team and anyone involved.

Machen heißt der Drachen – Organisationsentwicklung agil, oder wie aus einem „bunten Haufen“ ein performantes Team wurde!

Referent: Miruna-Diana Sachse, Daimler TSS GmbH

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 15:25 - 16:10 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Wir haben mit agilen Methoden bereits erfolgreich Software entwickelt – wie schaffen wir es nun Organisationen agil zu führen?
Aufgrund der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens war der Zweck des neu zusammengestellten Teams unklar. Vorgaben bezüglich der neuen Teamausrichtung gab es kaum. Als Führungskraft wollte ich das Team anregen und herausfordern, eine neue strategische Ausrichtung und Identität zu finden. Eine gute Gelegenheit es aufgrund der komplexen Anforderungen anders als bisher anzupacken: den Veränderungsprozess des eigenen Teams agil steuern und begleiten!
Dabei galt es einige Hindernisse und Spannungsfelder aus dem Weg zu räumen. Eine Herausforderung ist es beispielsweise, dass Berater sich meistens durch die Kundenprojekte identifizieren und weniger über das Team, dem sie in ihrem eigenen Unternehmen angehören. Man arbeitet zu wenig gemeinsam als Team an konkreten Dingen. Dies sollte hier nun anders werden.
Als erstes Team im Unternehmen haben wir eine fundierte Teamentwicklung vollständig mit agilen Methoden durchgeführt. Damit haben wir dem Team nicht nur zusammen eine neue Ausrichtung gegeben, sondern mit viel Engagement und Spaß auch eine gemeinsame Identität geschaffen. Durch das Erlernen und Anwenden von agilen Methoden in einem geschützten Umfeld wurden zeitgleich die Kompetenzen des eigenen Teams erweitert. Die angewandten Vorgehensweisen haben anschließend auch andere Teams des eigenen Unternehmens „angesteckt“. So wurden agile Ansätze nachhaltig im eigenen Unternehmen als auch erfolgreich in Kundenprojekten zum Einsatz gebracht!
Die Team Mitarbeiter agieren seitdem in Projekten als Scrum Master, sie coachen Kunden in der Umsetzung ihrer agilen Projekte und tragen somit die Erfolgsgeschichte weiter. Mit der richtigen Haltung und Leidenschaft wird aus „Machen heißt der Drachen“ in einem Team: „Wenn Drachen gemeinsam Sache machen“! Der Erfahrungsbericht soll dabei Einblicke und Anregungen geben, wie das auch in der eigenen Organisation machbar ist.

Bezug zum Management: Zu folgenden Fragestellungen werden Anregungen und Ideen gegeben:

- Wie können agile Methoden in der Organisationsentwicklung erfolgreich angewendet werden?
- Wie können Spannungsfelder und Hindernisse aufgelöst werden und die Vorgehensweise auf dem Weg zur Organisationsveränderung zu einem role model für die gesamte Organisation werden?
- Wie kann man mit der richtigen Haltung und mit Hilfe von agilen Methoden als Führungskraft erfolgreich sein?
- Wie können agile Methoden dabei helfen Organisationseinheiten strategisch auszurichten und ihnen eine Identität zu geben?
- Vor allem: wie kann man bei agilen Projekten Spaß haben!


Die studierte Betriebswirtin gehört als langjährige Führungskraft der Daimler TSS GmbH an, einer IT-Tochter des Daimler Konzerns. Darüber hinaus ist sie ausgebildete systemische Organisationsentwicklerin und Change Management Beraterin, die sich seit mehr als zehn Jahren mit Leidenschaft und Überzeugung dafür einsetzt, dass Organisationen selbstwirksamer werden und Veränderungsprozesse erfolgreich umsetzen.

In verschiedenen Rollen und insbesondere als Führungskraft hat sie mehrfach Teams entwickelt und erfolgreich gemacht. Zahlreiche Projekte und Organisationseinheiten sind bei ihren Veränderungsprojekten durch sie beraten und unterstützt worden. Der zunehmende Trend zur Agilität in der IT wurde von ihr immer wieder auf ihre Führungsarbeit und Organisationsentwicklung übertragen.

Agile Aufbauorganistation statt Hierarchien - geht das?

Referent: Markus Hippeli, Leanovate GmbH

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 15:25 - 16:10 Uhr

Level: Experte

Abstract: Agile Methoden wie Scrum und Kanban haben ihren Siegeszug durch die Organisationen angetreten und sind in vielen Bereichen der de-facto-Standard für eine moderne Ablauforganisation geworden. In den letzten Jahren wurden Methoden zur Skalierung von agilem Vorgehen entwickelt - doch auch sie bleiben in der Ablauforganisation verhaftet. Für die klassische Aufbauorganisation fehlt bislang ein Konzept, das Hand in Hand mit der agilen Ablauforganisation spielt und in der Lage ist, die Flexibilität und Veränderungsgeschwindigkeit zu honorieren, die durch Agilität erreicht wird. Klar ist auch: Mit dem Eintritt der Generation Y und ihrer Nachfolger in den Arbeitsmarkt verändern sich die Ansprüche an Organisationen dramatisch. Kooperation wird wichtiger, Hierarchien werden hinterfragt, Strukturen müssen veränderbar sein. Für die Organisation der Zukunft sind Lernfähigkeit und schnelle Entscheidungsfähigkeit die zentralen Kriterien - klassische Organisationen kranken genau an diesen Schlüsseleigenschaften. Die These: Konzepte wie Holakratie und weitere können Hand in Hand mit Methoden wie Kanban ein Framework für Aufbau und Ablauf einer modernen und zukunftssicheren Organisation liefern. Während Kanban die Organisation hinsichtlich der Lieferung von Services optimiert und dabei ein skalierbares Framework für Informationsaustausch und Lernen aus der Ablauforganisation heraus schafft entwerfen Holakratie, Soziokratie und Reinventing Organisations kongeniale Denkmodelle für die Aufbauorgansation.


Markus Hippeli ist Referent der Manage Agile 2016Markus Hippeli ist Berater, Trainer und Coach bei der Leanovate GmbH in Berlin. Der studierte Kommunikations- und Wirtschaftswissenschaftler hat seit jeher eine Leidenschaft dafür, die Funktionsweise von organisatorischen Systemen zu dekodieren. Als akkreditierter Kanban-Trainer der Lean Kanban University unterstützt er die Kunden von Leanovate auf dem Weg zur lernenden Organisation.

Interaktiver Vortrag

Führung ohne Führungskräfte - ein Werkstattbericht

Referent: Steffen Jakob, Haufe-Lexware GmbH & Co. KG

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 15:25 - 16:10 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Im Zentrum des interaktiven Vortrags steht ein Erfahrungsbericht, wie mit Hilfe von agilen Ansätzen ein Unternehmensbereich personell wachsen kann, ohne (weitere) Führungskräfte einzustellen oder weitere Hierarchien aufzubauen. Durch die Übertragung von (Führungs-)Verantwortung auf die Mitarbeiter des Bereichs entsteht eine hohe Dynamik- Gestaltungsfreiraum und Motivation nehmen stark zu - und damit steigt letztendlich auch die Ergebnisqualität.

Dieser Erfahrungsbericht wird ergänzt durch Workshopelemente, in denen interaktiv mit den Teilnehmern über die Aufgaben von Führung – und ihre Delegierbarkeit an Mitarbeiter aus dem Team – gearbeitet wird.

Konkret handelt es sich um den Geschäftsbereich Projekt- und Requirements-Management (PRM) der Haufe Gruppe mit Sitz in Freiburg. Die Haufe Gruppe hat ca. 1.800 Mitarbeiter und bietet ihren Kunden integrierte Arbeitsplatz- und Gesamtlösungen zur erfolgreichen Gestaltung ihrer steuerlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Aufgaben an. Sie ist in Deutschland eines der führenden Medien- und Softwarehäuser für Fachinformationen und -portale, (Cloud Computing-) Applikationen, eProcurement, Online-Communitys sowie Personal- und Organisationsentwicklung.

Der Geschäftsbereich PRM, verantwortlich für die erfolgreiche Umsetzung der Projekte innerhalb der Haufe Gruppe, ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und stand vor der Frage, wie das Wachstum strukturell abgebildet werden soll. Dabei hat man sich gegen die Einstellung weiterer Führungskräfte entschieden und Modelle entwickelt, wie Führungsaufgaben konsequent in das Team übertragen werden können – um damit die Führungskräfte zu entlasten, eine höhere Leitungsspanne zu ermöglichen und gleichzeitig Gestaltungsraum und damit Engagement, Commitment und Motivation der Mitarbeiter zu steigern. Im Vortrag werden sowohl diese Modelle vorgestellt als auch der agil gestaltete Prozess zur weiteren Entwicklung des Bereichs. Diese Modelle reichen von der Abschaffung von Genehmigungsprozessen bis zur internen Ausschreibung von Projekten, auf die sich jeder bewerben kann.

Referent bzw. Workshopmoderator ist der Leiter dieses Bereichs, der in diesem Kontext auch über seine - teilweise persönlichen – Erfahrungen beim Abgeben von Führungsverantwortung und die damit verbundenen Herausforderungen, berichten möchte.

Es handelt sich dabei um einen laufenden Prozess (gestartet im Januar 2016) und einen aktuellen Werkstattbericht – mit sowohl positiven als auch eher ernüchternden Erfahrungen – über beides soll berichtet werden.

Bezug zum Management: Diese Initiative führt bei allen Betroffenen zu einem Nachdenken über Führung: Was erwarte ich von meiner Führungskraft – welchen Anspruch habe ich als Führungskraft, welche meiner Aufgaben sind wertschöpfend, welche nicht, welche übertragbar? Dies geht bis zur Frage, ob und wofür Führungskräfte in einem Kontext, der von einem hohen Maß an Selbstverantwortung und Freiraum geprägt ist, überhaupt noch gebraucht werden.

Der Vortrag ist als interaktiver Vortrag angelegt, indem ein Dialog und ein gemeinsames Nachdenken über Führung, Erwartungen, Erfahrungen und Möglichkeiten der Übertragung stattfindet – unterstützt durch Fragen und Thesen.


Steffen Jakob ist Referent der Manage Agile 2016Steffen Jakob (50) hat in Karlsruhe und Straßburg Wirtschaftsingenieurwesen studiert und war anschließend in unterschiedliche Führungsfunktionen im Medienbereich und der IT-Beratung tätig. Seit Mai 2013 leitet er den Geschäftsbereich Projekt- und Requirements-Management der Haufe Gruppe in Freiburg.

Interaktiver Vortrag

Delivering Agile

Referent: Elmar Seestädt

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 15:25 - 16:10 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Großprojekte haben ihre eigenen Dynamiken und bewegen sich in einem oftmals politisch geprägten Projektumfeld mit vielfältigen Abhängigkeiten. Die Einführung agiler Methoden bringt an einigen Stellen Vorteile, sorgt jedoch auch für neue Komplexitäten und Abhängigkeiten. Der Vortrag soll sich auf die neuen Herausforderungen und passende Lösungsansätze bei der Einführung agiler Methoden in Großprojekten konzentrieren. In der Praxis ist festzustellen, dass viele an komplexen Vorhaben beteiligte Organisationseinheiten noch nicht in ausreichendem Maße auf „agil“ vorbereitet sind. Dies betrifft zum Beispiel die Vergabe von Aufträge, die neuen Anforderungen genügen muss, da nicht mehr zu Beginn ein Lastenheft definiert ist und auf Basis eine Festpreisangebotes angeboten und vergeben werden kann. Dies betrifft die Einbindung in Corporate Governance Strukturen, ein unternehmensweites Risikomanagement oder klassische Reportingwege, zum Beispiel in Richtung des CFO. Die klassischen Fragen des Managements „Was wird es mich kosten?“, „Wann wird es fertig?“ und „Welchen Nutzen habe ich am Ende?“ müssen neu definiert und mit Inhalten gefüllt werden. Der Vortrag soll auf interaktive Weise Probleme transparent machen, Lösungsansätze aufzeigen und das Publikum in die Weiterentwicklung der Gedanken einbinden, um das „Vorgetragene“ „Erlebt“ und somit leichter und praxisorientierter umsetzbar zu machen.

Bezug zum Management: Der Vortrag zeigt die Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Einbindung agiler Projekte in klassische - konzerngeprägte - Unternehmensstrukturen auf. Es wird im Schwerpunkt beleuchtet, welche Schnittstellen an der "äußeren Hülle" von agilen Großprojekten hin zu Konzernstrukturen notwendig sind.


Elmar Seestädt ist Referent der Manage Agile 2016Elmar Seestädt ist freiberuflicher Berater mit den Schwerpunktthemen Digitalisierung, agile Transformation und Projektmanagement. Seit 15 Jahren beschäftigt Herr Seestädt sich mit Softwareentwicklung und Projektmanagement. Mit dem Hintergrund als handfester Softwareentwickler im Java Custom Development Umfeld kennt Herr Seestädt die Bedürfnisse und Nöte der Crew im Maschinenraum aus eigener Erfahrung. Sein weiterer beruflicher Werdegang ist von Projektmanagementmethodik auf Großprojekten mit Volumen im zwei- & dreistelligen Millionenbereich eines international führenden IT-Beratungshauses geprägt. In der Praxis erlebt Herr Seestädt den Zwiespalt zwischen "klassischen Methoden" und der Ausrede "agile" für Disziplinlosigkeit. Sein Ziel ist es Elemente aus den verschiedenen Welten zusammenzuführen und Schnittstellen zu gestalten, um agile Projekte zu ermöglichen und in den Unternehmenskontext einzubinden.

Von der Regulation zur Kooperation – Vertrags- und Zusammenarbeitskultur in agilen Projekten

Referent: Mathias Wrba, FELD M GmbH

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 15:25 - 16:10 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Agile Rahmenverträge tuen sich traditionell schwer mit Festpreisprojekten. Die von den Projektbeteiligten verlangte Flexibilität scheint im Widerspruch zu einem im Vorfeld klar definierten Scope des Projekts zu stehen. Gleichzeitig zeigt die Praxis das gerade komplexe Entwicklungsprojekte mit anspruchsvollen fachlichen und technischen Anforderungen nur dann gelingen, wenn Teams interdispziplinär zusammenarbeiten und es schaffen Geschäfts-, Nutzer- und Technologierperspektive zusammenzubringen.

Ein solches Vorgehen setzt ein großes Maß an Vertrauen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer voraus das gezielt durch Transparenz, gute Kommunikation und entsprechende Methoden unterstützt werden muss. Der agile Vertrag ist dann auch weniger eine exakte Definition eines Scopes als vielmehr eine Beschreibung des Vorgehensmodells auf das sich die Parteien geeinigt haben inkl. einer Mitigationsstrategie für Streitfälle (z.B. In Form einer Schlichtung durch den PO).

Der Schritt von der Regulation hin zur Kooperation auf Basis eines wechselseitigen Vertrauensverhältnisses wirkt sich somit nicht nur auf die vertraglichen Rahmenbedingungen, sondern auch auf die Praxis der Zusammenarbeit aus.

Ziel des Vortrags ist es das Vorgehen sowohl theoretisch zu erläutern, als auch mit Beispielen aus Projekten die FELD M zu belegen. Damit hoffe ich sowohl eine klare Vorstellung von den vertraglichen Rahmenbedingungen als wertvolle Tips für ein Gelingen im Projektalltag zu vermitteln.

Bezug zum Management: Der Fokus auf die Themenfelder Vertragsgestaltung, Scoping und Kultur der Zusammenarbeit auch über Unternehmensgrenzen hinweg macht den Vortrag aus meiner Sicht sehr relevant für Entscheider/Innen und Management.


Mathias Wrba ist Referent der Manage Agile 2016Mathias "Hias" Wrba arbeitet seit nunmehr fast 15 Jahren als quereingestiegener Konzepter im Bereich digitale Medien. Aktuell ist er Leiter des Bereichs Human-Centered-Design bei FELD M, einer Münchner Beratung für digitales Marketing. Seit Anfang 2011 ist er zudem zertifizierter Scrum Master und beackert mit Begeisterung für agiles Vorgehen die Schnittstelle zwischen Nutzer, Business und Entwicklung. Er ist immer auf der Suche nach guten Ideen, um Arbeitsergebnisse spannender zu machen und den Weg dorthin für alle Beteiligten effizienter und freundlicher zu gestalten.

Beratungsunternehmen und Agilität

Referenten: Dr. Joachim Baumann und Frank Scheffler, dibuco GmbH

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 16:40 - 17:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Wie kann ein hierarchisch organisiertes Beratungsunternehmen (und das sind die meisten) die agile Transition eines Kunden begleiten? In diesem Erfahrungsbericht wird gegenüber gestellt, wie dies in einem hierarchisch organisierten Unternehmen gegenüber einem agilen Unternehmen abläuft. Das Ergebnis: Ultimativ brauchen wir agile Unternehmen, um agile Transitionen zu begleiten.

Bezug zum Management: Über die Organisationsstruktur wird direkt aus dem Management vorgegeben, welche Arten von Beratung ein Beratungsunternehmen durchführen kann.


Dr. Joachim Baumann ist Referent der Manage Agile 2016Dr. Joachim Baumann ist Geschäftsführer der dibuco GmbH und Mitglied der Geschäftsführung der dipaho GmbH. Davor war er bei der Capgemini Head of Delivery Financial Services in Frankfurt für den strategischen Ausbau der Einheit verantwortlich. Vorher war er Geschäftsführer der codecentric für den Standorts Frankfurt, wo er den Auf- und Ausbau der Unternehmensbereiche “Beratung”, “Schulung” und “Agile Software Factory” verantwortete. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der IT, als Entwickler, Architekt, Projektleiter, Scrum-Master und Berater und beschäftigt sich seit dem Jahr 2000 mit agilen Vorgehensweisen. Sein Wissen gibt er gerne in Form von Büchern, aber auch als Hochschuldozent und in Schulungen weiter. Ein besonderes Steckenpferd ist die konsequente Vollendung des agilen Gedankens durch die Einführung agiler Organisationen, er ist aber auch immer noch Committer in Open-Source-Projekten. Joachim Baumann verfügt über umfangreiche Managementerfahrung durch Rollen als Leiter der Produktentwicklung, Leiter der Forschung und als Geschäftsführer/Gesellschafter von mittelständischen Unternehmen, aber auch als Leiter eines Competence Centers in einem internationalen Unternehmen.

Frank Scheffler ist Referent der Manage Agile 2016Frank Scheffler ist Senior Solution Architect bei der dibuco GmbH, wo er den Kompetenzbereich Cloud Native Application Architectures verantwortet. Er verfügt über 15 Jahre Erfahrung in der IT, als Entwickler, Architekt, Scrum Product-Owner, Coach und Berater und kann sich Softwareentwicklungen ohne agile Vorgehensweise seit 2010 nicht mehr vorstellen. Sein Fokus sind agile Architekturen zur Unterstützung der digitalen Transformation seiner Kunden. Dabei setzt er seit mehr als 10 Jahren erfolgreich auf den Einsatz von Java und Spring und ist zudem ein Verfechter agiler testgetriebener Entwicklung.

Was bedeutet Karriere in einer agilen Organisation?

Referent: Stefan Sack, Capgemini

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 16:40 - 17:25 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Digitalisierung, verändertes Konsumentenverhalten und globaler Wettbewerb fordern Unternehmensagilität und konsequent darauf ausgerichtete Organisationen. In vielen Fällen sind die derzeitigen Strukturen zu starr und hierarchisch und damit zu langsam. Agil liefert hier Lösungen.
In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage nach der langfristigen persönlichen Perspektive der an agilen Projekten Beteiligten – ihrer Karriere. Unternehmen und CIOs sind gefordert, Antworten und Perspektive zu bieten, wenn der Schritt zu einer agilen Organisation gelingen soll.
Die bestehenden Entwicklungspfade der Unternehmen definieren Karriere primär über Führungsspannen, Budget- oder Ergebnisverantwortung. Dass dies mit einem agilen Vorgehen nicht konform geht, wird unmittelbar klar, wenn man sich die Verantwortlichkeiten der Beteiligten eines Scrum Projektes als der am weitesten verbreiteten agilen Methodik anschaut. Jede der Rollen ist in ihrer Verantwortung autonom. Nur gemeinsam, in einem kollaborativen Prozess, werden Ergebnisse erzielt. Die Verantwortung dafür trägt das gesamte Team, nicht eine Einzelperson.
Der Vortrag wird Ansätze und Modelle zur Personalentwicklung aufzeigen und auch die Rolle des Managements in agilen Organisationen sowie dessen Aufgabe in der Transformation behandeln.

Bezug zum Management: Personalentwicklung ist eine zentrale Führungsaufgabe. Klassische Karrierepfade stehen an vielen Stellen im Widerspruch zu agilen Vorgehensweisen und hemmen damit Business Agility. Unternehmen, die die Transformation zu einer agilen Organisation erfolgreich bewältigen wollen, müssen auch ihre Personalentwicklung darauf abstellen


Stefan Sack ist Referent der Manage Agile 2016Stefan Sack hat über 20 Jahre Management und Beratungs-Erfahrung in der IT. Er leitet seit 2012 das Agile Competence Team bei Capgemini welches Unternehmen und Projekte in der agilen Transformation berät und begleitet. Zuvor war er in verschiedenen Management Funktionen in der Prozessberatung, Projektmanagement sowie im Vertrieb und der Vertriebsleitung tätig.

1001 Fallstricke, Corporate-ScrumMaster Anti-patterns

Referent: Timothee Bourguignon, MATHEMA Software GmbH

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 16:40 - 17:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Wie interpretieren Sie die Servant-Leader Rolle des Scrum Masters? Mit seinem Tun zeigt der Scrum Master den Weg auf, wie das System beeinflusst werden kann um die Effektivität des Teams zu maximieren. Meine Definition ist diese Vorbildfunktion.
Viele Scrum Masters haben eine Leitungs-/Managementkarriere hinter sich. Für sie kann das Wort "leader" (Leiten, Managen) eine ganz andere Bedeutung haben.
Während einer Agilen Transition in einem Corporate Umfeld, müssen Scrum Masters die Gratwanderung schaffen zu leiten - im Management Sinne des Wortes - und gleichzeitig das Team Richtung Selbst-Organisation zu begleiten.
Micro-Management, sich für das Team opfern um Impediments/Blockaden aus dem Weg zu räumen, das Team vor der Politik schützen, die Corporate Kommunikation bei sich zentralisieren etc. All diese Tricks sind gut und helfen um eine Umstellung ins Agile zu schaffen, führen am Ende aber wieder zu Mehraufwänden.
In diesem Vortrag werden wir uns verschiedene gute Ideen ansehen, die Anfangs richtig geholfen aber gleichzeitig andere Probleme geschaffen haben, mit manchem schlimmen Effekt.

Bezug zum Management: Oft werden im agilen Umfeld Management Methoden verwendet die kurz oder mittelfristig helfen, aber manchmal fiese Nebeneffekten haben. In diesem Vortrag werden mehrere Beispiele untersucht, die Nebeneffekte erläutert und potenzielle Alternativen vorgeschlagen.


Timothee Bourguignon ist Referent der Manage Agile 2016Tim ist ein Alltags-Geek, Agiler Entwickler und Bullshit-Jäger. International-Speaker, er ist neugierig und kreativ, er liebt suchen, lernen, lehren und sprechen... und das genau hat er - laut seine Familie - immer getan. Als gebürtiger Franzose, lebt er in Deutschland und arbeitet als Berater, Entwickler, Scrum Master und Agile Coach. Wenn er nicht hinter einem Rechner oder in einen Scrum Team sitzt ist er hinter seiner Kamera, in seinen Laufschuhen oder bei Frau und Sohn zu finden... allerdings nie in diese Reihenfolge!

Big Room Planning für Furchtlose - mit 125 Personen gleichzeitig erfolgreich planen!

Referenten: Florian Beck, Freiberuflicher Berater für agiles Management und Sebastian Friedsam, finnova AG

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 16:40 - 17:25 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Wenn viele agile Teams an einem Produkt oder Produktgruppe zusammen arbeiten und es hierbei Abhängigkeiten zu beachten gibt, hilft eine gemeinsame Planungssitzung, um das Team-of-Teams auf ein gemeinsames Ziel zu fokussieren. Dabei werden mit allen Beteiligten die Grundlagen für die Zielerreichung erarbeitet und ein gegenseitiges Verständnis für die Rahmenbedingungen aufgebaut. Ein Release Planning als zweitägige Großraum-Veranstaltung ist beispielsweise im Scaled Agile Framework (SAFe) ein wichtiges Element zur Ausrichtung des Team-of-Teams auf ein gemeinsames Ziel.

Wird eine gemeinsame Planung aller Teams vorgeschlagen, trifft man zunächst meist auf Skepsis. Häufige Ausrufe sind "Das kann nicht funktionieren.", "Was soll das bringen?", "Das ist ein Mannjahr!". Nach erfolgreicher Durchführung schlägt dies meist in Euphorie um - “Dies hat uns als Organisation weit nach vorne gebracht.”.

In dieser Session stellen wir den theoretischen Hintergrund einer team-übergreifenden Release Planung vor, zeigen warum es funktioniert und wie es die agile Transformation der Gesamtorganisation von Mal zu Mal einen guten Schritt nach vorne bringt.

Der Hauptteil des Vortrags besteht aus konkreten Vorschlägen für Experimente (“Try…”) und zu vermeidende Fallstricke (“Avoid…”) aus eigenen Projekten. Damit erhalten die Teilnehmer ein Gefühl für Chancen und Risiken die ein teamübergreifendes Release Planning für ihre agile Transformation mitbringt sowie konkrete Tipps wie sie ihre Planungssitzungen vorbereiten und erfolgreich durchführen können.

Bezug zum Management: Ein Big Room Planning ist in vielen Skalierungsansätzen für agile Vorgehensweisen als Best Practice verankert. In unserem Vortrag werden wir die Herausforderungen die ein Big Room Planning mit sich bringt beleuchten und die Beteiligung bzw. die Bedeutung des Managements für das Gelingen der Veranstaltung herausarbeiten.
Ein Big Room Planning ist mit einer Dauer von zwei Tagen und der Teilnahme aller an der Produktentwicklung beteiligten Personen eine kostenintensive Veranstaltung. Da reicht ein reines Sponsorship der Entscheidungsträger nicht aus. Sie müssen sich aktiv beteiligten.


Florian Beck ist Referent der Manage Agile 2016Florian Beck hat sich zur Aufgabe gemacht die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Fachabteilung und Softwareentwicklung zu verbessern. Für ihn ist klar, gute Produkte entstehen nur wenn jeder Mitarbeiter sein Wissen einbringt - und dies nicht nur an Phasenübergängen. Daher unterstützt Florian Beck als Berater und Agile Coach klassisch geprägte Organisationen bei der Einführung von Agile|Lean Prinzipien.

Sebastian Friedsam ist Referent der Manage Agile 2016Sebastian Friedsam ist Release Train Engineer und somit Host mehrerer Big Room Plannings in einem sehr traditionell geprägten Umfeld: der Welt der schweizer Bankensoftware. Er wirkt somit aus dem Nucleus der Skalierung agiler Methoden heraus über Teams und deren Zusammenarbeit hinein in das Produktmanagement, die Kundenschnittstellen, das Selbstverständnis des Managements und die Nutzenfokussierung.

Der agile Festpreis mit Scrum und Prince2

Referent: Michael Kaufmann, Alegri International Service GmbH

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 16:40 - 17:25 Uhr

Abstract: In der Softwareentwicklung sind ein agiles Vorgehen und agile Schätzmethoden bereits Standard. Bei klassischen Ausschreibungen und in Lieferanten-Kunden-Umfeldern ist dies leider nicht der Fall. Hier wird nach wie vor versucht das Risiko durch eine möglichst detaillierte Beschreibung der Endlösung zu minimieren.
Leider funktioniert die detaillierte Planung vor Projektstart nicht, da der Fachbereich die Zielplattform und technischen Möglichkeiten und der Lieferant die Fachdomäne nicht kennt.
Das ganze führt dazu, dass im Projekt Lieferant und Kunde mehr gegeneinander statt miteinander arbeiten und meistens direkt nach Start des Projektes die Verhandlung von „Changes“ beginnt.
Der Vortrag beschreibt, wie man mithilfe von Kooperationsverträgen, die Interessen beider Seiten ausgleichen, aus diesem Kreislauf ausbrechen kann. Er geht dabei besonders auf die Verwendung von agilem Anforderungsmanagement und agile Schätztechniken ein und wie man diese zusammen mit den Standard-Frameworks Scrum und Prince2 für eine erfolgreiche, agile Vorgehensweise in Festpreisprojekten einsetzen kann.


Michael Kaufmann ist Entwicklungsleiter bei Alegri in Stuttgart. Er ist seit über 12 Jahren als IT-Berater und Projektleiter tätig und setzt Unternehmensanwendungen auf Basis von .Net seit der Version 1.1 um. Er ist Alegri zertifizierter Projektleiter und hat die Zertifizierungen MCSD ALM, MCSD/MCAD, MCPD und etliche MCTS-Qualifikationen. Außerdem ist er zertifiziert nach ITIL v3.

Neben der Projektleitung und der Software-Architektur liegen seine Schwerpunkte in der Implementierung von Entwicklungs-prozessen (besonders Scrum), Test- und Domänengetriebener Entwicklung und dem Application Lifecycle Management.

Empowering teams to take ownership of their continuous improvement

Referenten: Dr. Andrea Tomasini und Konrad Pogorzala, agile42

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 10:50 - 13:25 Uhr

Abstract: Self-organisation does not occur when teams do not, or cannot, take ownership of their process. In order to achieve real process improvement teams need to learn to think as one and be given the opportunity to self organise around their goals. Based on agile42 team coaching experience we have developed a coaching structure which supports self organisation and continuous improvement. In this workshop we will provide a structured approach and concrete examples you can take to your own organisation. This workshop will be beneficial to team members, Scrum Masters, Agile Coaches and managers by providing a structured approach to continuous improvement.

Get Together und Casino Abend

Casino AbendAuf unserer diesjährigen Abendveranstaltung kommt der Networking Faktor nicht zu kurz.

Im Anschluss an die Vorträge des ersten Konferenztages am 16. November 2016 wird zunächst für Ihr kulinarisches Wohl im Ausstellungsbereich gesorgt. Anschließen können Sie den Tag bei einem Get Together im Ausstellungsbereich Revue passieren lassen und sich mit den Sponsoren & Ausstellern, Referenten und anderen Teilnehmern austauschen.

Ab ca. 20:00 Uhr heißt es dann: “Faites vos jeux!”. Lassen Sie sich von der Casino-Atmosphäre anstecken und versuchen Sie Ihr Glück beim Poker, Roulette oder Black Jack.

Schwarmdumm

Referent: Prof. Dr. Gunter Dueck

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 09:05 - 10:05 Uhr

Abstract: Unternehmen sind ein großes System von Mitarbeitern, die man ja bei der Einstellung für richtig gut hielt. Wie kommt es dann, dass sich diese vielen intelligenten Menschen in Meetings streiten und ineffektiv Zeit verschwenden, sodass viele, viele Menschen alles rund um Zusammenarbeit, Abstimmungen und Teamarbeit als ausgesprochen quälend erfahren? Menschen (zum Beispiel frisch studierte Betriebswirtschaftler) beginnen mit zu hohen Zielen, die eigentlich nicht erreichbar sind, versuchen es dennoch mit Überstunden und Extrameilen, geben dann anderen in Meetings die Schuld und beginnen zu kämpfen – gegeneinander und auch gegen die Kunden. Langsam versinkt alles in Opportunismus, gegen den nun wieder von oben her Kontrollmechanismen etabliert werden.


Prof. Dr. Gunter Dueck ist Keynotesprecher der Manage Agile 2016Gunter Dueck lebt als freier Schriftsteller, Philosoph, Business Angel und Redner in Waldhilsbach bei Heidelberg. Er ist derzeit als einer der Initiatoren für das „Wiki of Music“ tätig. Nach einer Karriere als Mathematikprofessor arbeitete er fast 25 Jahre bei IBM, zuletzt bei seinem Wechsel in den Unruhestand als Chief Technology Officer. Dueck ist korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Fellow des amerikanischen Ingenieursverbandes IEEE und Fellow der Gesellschaft für Informatik. Er ist Autor vieler Bestseller, zuletzt von „Das Neue und seine Feinde“ und „Schwarmdumm“.

Von der Bürofabrik zur liquiden Organisation

Referent: Silvius Gerber, Veraenderungskraft

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 10:20 - 11:05 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Während der Industrialisierung zählte vor allem Masse:
Stückzahlen bei der Fertigung und eine große Zahl an Mitarbeiter um diese Fertigungsziele zu erreichen.
Unser Denken wird auch im 21. Jh. Immer noch durch die erlernten Handlungs- und Denkmuster arbeitsteiliger Produktion so stark beeinflusst, dass die meisten „agilen“ Organisationen lediglich einem Facelift-Modell der alten Fabrik gleichen.
Aus dem Manager wird der „agile Manager“, aus dem „Requirementsengineer“ der „agile Requirementsengineer“ und aus dem Tester der „agile Tester“.
Alter Wein in neuen Schläuchen.
Die Organisation wird als Maschine gedacht deren Räder von Menschen und Maschinen gleicher Maßen bedient werden, fast so wie im Film „Moderne Zeiten“ von Charlie Chaplin.
Ich möchte daher als Gegenentwurf meine Gedanken zu liquiden, d.h. im Fluss befindlichen Organisations- und Teamstrukturen vorstellen und mit dem Publikum diskutieren. Mir geht es dabei vor allem darum, sich von festen Organisationsstrukturen und Rollendenken zu verabschieden und aufgabenbezogene, temporäre Zusammenarbeitsformen zu diskutieren, bei denen Effektivität und nicht Effizienz im Vordergrund stehen.
Ich stelle dabei sowohl Zwischenschritte in Form von produktbezogenen Arbeitsgruppen als auch eine Netzwerkstruktur vor, die sich permanent im Wandel befindet und sich der jeweiligen Aufgabe anpasst.

Oder wie es Bruce Lee formulierte:
Don't get set into one form, adapt it and build your own, and let it grow, be like water. Empty your mind, be formless, shapeless — like water.

Bezug zum Management: Management - so wie wir es derzeit kennen und anwenden, enstand zur Zeit der industriellen Fließband arbeitet. Es ging vor allem um die Festlegung von Arbeitsprozessen und die Kontrolle ob diese eingehalten werden.
In der liquiden Organisation geht es nicht mehr um diese alte Definition von Management, sondern um Selbsteuerung und Führung, welche meiner Überzeugung nach "Management" im 21. Jahrhundert schleichend ersetzen wird.


"Ich mag Montage :-)" lautet das Motto von Sylvius Gerber.
Deshalb arbeitet er bei Veraenderungskraft und begleitet deutschlandweit Kunden aus dem Mittelstand und in Großkonzernen auf Ihrem Weg zur lernenden Organisation.
Daneben engagiert er sich in der Scrum-Usergroup Hannover ("Agile Wednesday") als Co-Organisator, veranstaltet das freiräume.camp und knüpft Netzwerke zwischen Veränderungsinteressierten.

Scrum funktioniert nicht. Was nun?

Referent: Björn Schotte, Mayflower GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 10:20 - 11:05 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Scrum hat die Welt wie im Sturm erobert. Doch schaut man genauer hin, gibt es immer häufiger einen faden Beigeschmack: viele Unternehmen können die Potenziale, die Scrum in Aussicht stellt, nicht heben. Warum ist dieses einfache, aber doch rigide Prozess-Rahmenwerk nicht immer gut anwendbar? Was macht uns sicher, dass Scrum die richtige Lösung ist? Warum müssen wir uns verbiegen, indem wir uns an die Rollen und Meetings, die Scrum vorgibt, anpassen? Dieser Talk ist dann für dich, wenn du lieber die rote anstatt der blauen Pille nehmen willst. Wenn du über den Tellerrand schauen willst. Wenn du erfahren möchtest, wie du in evolutionären Change Schritten voran kommen kannst und dass dazu Scrum nicht immer notwendig ist. Was es mit Kanban auf sich hat. Und worauf du achten solltest, um deine Software-Projekte besser umzusetzen. Wir werfen einen kritischen Blick auf die Rahmenwerke, allen voran Scrum.

Bezug zum Management: Das Management glaubt häufig, mit dem "Einkauf" eines BluePrints, einer Methode, ist es getan. Und wundert sich dann, wenn es nicht funktioniert. Hinzu kommt, dass Scrum für sich alleine genommen ein rigides und mitunter starres Rahmenwerk darstellt. Hier will ich den Finger in die Wunde legen. Und gleichzeitig schauen, welche anderen, mehr evolutionären Change Management Möglichkeiten es gibt - Lean Kanban ist hier eines von vielen Dingen, die mit reinspielen. Aber auch Sachen wie die J-Curve (aus der Familientherapie) und anderes, die für echten Change notwendig sind.


Björn Schotte ist Referent der Manage Agile 2016Björn Schotte ist Unruhestifter und Geschäftsführer der MAYFLOWER GmbH. Er berät Kunden in der Entwicklung digitaler Produkte. Als Agiler Management Coach berät er darüber hinaus zu agilen Prinzipien und Praktiken im Umfeld von Scrum, Kanban und Lean Startup. Juristen ärgert er gerne mit seiner Sicht der Dinge auf Agile Verträge.

Interaktiver Vortrag

Industrie 4.0 und Agile KAIZEN – ein ideales Paar!

Referenten: Andreas Skuin und Andre Streeferk, Kaizen Institute GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 10:20 - 11:05 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Durch die Globalisierung, sowie technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen verlangt der Markt zunehmend Produkte, die mehr und mehr personalisiert sind, während sie weiterhin preiswert sein sollen und schnell produziert werden müssen.

Die Produktindividualisierung, Globalisierung und Ausweitung der Produktpalette bis hin zu Nischenprodukten prägen die Entwicklung der Angebotsstruktur in vielen Bereichen, auch in der industriellen Fertigung. Als Folge dieser Entwicklung kommt es zu einem verstärkten Anstieg der herzustellenden Varianten (bis hin zu der Losgröße 1) und einer Verkürzung der Produktlebenszyklen. Um die Herausforderung der steigenden Marktkomplexität, bei steigender Produktvielfalt und der notwendigen Verringerung der Losgrößen erfolg-reich zu meistern, wird die Flexibilität in der Produktion immer wichtiger, wodurch der Aufwand bei einer weiterhin zentral gesteuerten Produktion extrem ansteigt. Produzierende Unternehmen werden sich also künftig in einem Umfeld wiederfinden, in dem es sowohl auf die richtige und schnelle Reaktionsfähigkeit bei kurzfristigen Änderungen als auch auf die unbedingte Kundenorientierung unter Berücksichtigung der Interessen der Mitarbeiter ankommt.

Industrie 4.0 bietet die technischen Voraussetzungen flexibel auf die verstärkende Individualisierung eingehen zu können. „Industrie 4.0 ist ein Metabegriff für die Weiterentwicklung der Produktions- und Wertschöpfungssysteme durch die Verknüpfung der realen und der digitalen Welt. Diese Verknüpfung entsteht durch sich selbststeuernde CPS, die mit eingebetteten Systemen ausgestattet sind. Industrie 4.0 beschreibt die vertikale (innerhalb eines Unternehmens) und die horizontale Verknüpfung dieser CPS (sowohl über mehrere Unternehmensbereiche als auch über mehrere Unternehmen entlang der Supply Chain hinweg) zur effizienten, dezentral organisierten und flexiblen Produktion von Erzeugnissen oder Durchführung von Dienstleistungen.

Mit der Verzahnung der Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik können intelligente Wertschöpfungsketten entstehen, mit dem Ziel alle Phasen des Lebenszyklus des Produktes mitein-schließen. Es können somit Kundenwünsche von der Produktidee bis hin zum Recycling einschließlich der damit verbundenen Dienstleistungen mitgedacht werden, wodurch Unternehmen leichter als bisher maßgeschneiderte Produkte nach individuellen Kundenwünschen produzieren können. Es deutet vieles darauf hin, dass die individuelle Fertigung und Wartung der Produkte sich zum neuen Standard entwickeln wird. Durch die Vernetzung der Unternehmen in der Wertschöpfungskette ist es möglich, nicht mehr nur einen Produktionsschritt, sondern die ganze Wertschöpfungskette zu optimieren. Durch das Verbinden von Menschen, Objekten und Systemen entstehen dynamische, echtzeitoptimierte und selbst organisierende, unternehmensübergreifende Wertschöpfungsnetzwerke, die sich nach unterschiedlichen Kriterien wie bspw. Kosten, Verfügbarkeit und Ressourcenverbrauch optimieren lassen.

In der Folge werden durch Industrie 4.0 somit Bedingungen geschaffen flexibel auf die sich entwickelnden Umwelten einzugehen und den damit verbundenen Chancen zu nutzen. Gleichsam werden Bedingungen geschaffen, die es erfordern, sich von traditionellen Strukturen, die auf zentralen Entscheidungsmechanismen, Hierarchien und starren Grenzen einzelner Wertschöpfungsschritte aufbauen, abzulösen. Vielmehr wird es erforderlich sein diese durch eine agile Organisation zu ersetzen.

Eine agile Organisation charakterisiert sich dadurch, dass sie die Fähigkeit besitzt zum einen schnell, kurzfristig und adäquat Veränderungen und Ereignisse in der Unternehmensumwelt wahrzunehmen und zum anderen schnell und flexibel im Markt, in der Organisation und in der Umwelt des Unternehmens zu agieren bzw. zu reagieren. Die agile Organisation trägt dabei die Fähigkeit in sich, nicht nur Risiken in bestehenden Umwelten schnell zu erkennen und schnell, flexibel und adäquat auf diese zu reagieren sondern auch in komplexen und dynamischen Umwelten Chancen, Erfolgspotenziale oder Wettbewerbsvorteile schnell zu erkennen und zu nutzen.

Um diese Fähigkeiten für eine Organisation zu schaffen, zu entwickeln und zu erhalten wird eine Kultur be-nötigt, die sich im Kern in der gelebten KAIZEN Kultur widerspiegeln. Der Begriff KAIZEN stammt aus dem japanischen (Kai = Veränderung, Wandel; Zen = zum Besseren) und bezeichnet eine japanische Lebens- und Arbeitsphilosophie. Im Mittelpunkt des KAIZEN Konzeptes steht das Streben nach kontinuierlicher und unendlicher Verbesserung. Es beinhaltet die innere Haltung eines jeden Mitglied der Organisation, die Veränderung begrüßt, nie mit dem aktuellen Zustand zufrieden ist und ständig nach der absoluten Perfektion sucht – wohlwissend, dass diese nie erreicht wird. Wesentlich für eine gelebte KAIZEN Kultur ist das Alle Mitglieder der Organisation einbezogen sind sowie durch Vertrauen und gegenseitigem Respekt geprägt ist.

Zu den Prinzipien von KAIZEN gehört es den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und den zu schaffenden Wert verschwendungsfrei zu erzielen. Es geht darum ständig wachsam zu sein und sich entsprechend der notwendigen Gegebenheiten in kleinen Schritten zu verändern, diese zu reflektieren, und dann die nächsten Schritte zu gehen, um das nächste Ziel zu erreichen. Die zu erzielenden Potenziale werden unterstützt durch das Implementieren eigenständiger, autonomer Teams, die crossfunktional über die Prozesskette interagieren und diese ganzheitlich integrieren. Durch regelmäßige Teammeetings werden Verschwendungen aufgedeckt und eliminiert, Wissen vermittelt und Innovationen geschaffen, die der kontinuierlichen Verbesserung zu Flexibilität dienen.

Autonome crossfunktional agierende Teams, sind in der Lage sich schnell an die Gegebenheiten anzupassen, Entscheidungen zu treffen. Durch die Integration und Kollaboration über die Prozessschritte und der KAIZEN Kultur sind sie schneller, innovativer und effizienter und ermöglichen es die Potenziale von Industrie 4.0 in reale Wettbewerbsvorteile umzusetzen. Durch den Mindset im Sinne von KAIZEN darf die Organisation darauf vertrauen, dass die Teams agil im Sinne der Organisation und dem Kunden agieren.

Zusammenfassend darf man davon ausgehen, dass sich aus dem Zusammenwirken von KAIZEN und Industrie 4.0 ein ideales Erfolgsduo ergibt, um Effizienzsteigerungen, Kostenreduktionen und die notwendige Flexibilität zu erzielen.

Bezug zum Management: Für das Management wird es Zeiten hoher Komplexität verbunden mit dem immer schnelleren Wandel immer wichtiger die Organisation agiler werden zu lassen und dies auch aktiv anzugehen. Industrie 4.0 eröffnet für die Unternehmen verbunden mit Kaizen hierbei sehr gute Möglichkeiten. Für das Management sind mit der notwendigen Veränderung viele Herausforderungen gegeben, da diese auch sie persönlich betrifft. Machtverlust und Ängste als auch Chancen spielen dabei eine große Rolle. Es geht darum, das Bewusstsein für das Management zu stärken und sich mit der Relevanz kritisch zu beschäftigen. Verbunden mit Thesendualitäten werden die Teilnehmer interaktiv in den Vortrag eingebunden.


Andreas Skuin ist Referent der Manage Agile 2016Herr Andreas Skuin studierte an der Universität Stuttgart, Betriebswirtschaftslehre technisch orientiert. Erweitert hat er sein Wissen zu Organisationsentwicklung an der John Hopkins University in Baltimore (USA) und machte seinen MBA zu Systemischer Organisationsentwicklung und Beratung an der Universität Augsburg.
Er hat mehr als 15 Jahre Erfahrungen als Management Consultant, Trainer, Projekt Manager und im Business Development. Während dieser Zeit hatte er ein Beratungshaus für Change Management und Prozess Optimierung aufgebaut und entwickelt. Weiterhin gewann er fundamentales Wissen und Erfahrungen zu Lean Management, Kaizen und Komplexitätsmanagement. Tätig war er für Konzerne und Unternehmen des gehobenen Mittelstands in den Branchen Energie, Maschinenbau, Automobilzulieferer, ITK und IT.
Heute ist er verantwortlich für das Business Development bei der Kaizen Institute GmbH in Bad Homburg und beschäftigt sich dabei auch mit Zukunftstrends für Kaizen und Lean Management.

Andre Streeferk ist Referentin der Manage Agile 2016Andre Streefkerk has a Bachelor’s degree in Marketing and Business Economics from the Higher Economic School in Utrecht. Following that, he completed a degree in Strategic Marketing with the Dutch SRM Institute.
Andre has over 15 years of experience in change-management, functioning as a senior consultant, program manager and interim manager. His clients are blue chip corporates in the energy sector, Finance and IT. One of his biggest achievements was the sustainable implementation of lean in the largest Dutch Insurance company, Achmea. Over the last three years, Andre has been active as senior program manager for the implementation of Agile in Achmea.
Recently Andre joined the Kaizen Institute and is now supporting one of the most successful companies in the Netherlands in implementing lean in OPS.
Andre’s personal goal is to help and support every organization that wishes to structurally improve its way of working so that everyone is improving everyday, everywhere.

Interfacing Design thinking project results to agile IT project implementations

Referent: Frank Giroux, Bayer Business Services GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 10:20 - 11:05 Uhr

Abstract: Design thinking ist eine zentrale Methode für die Aufnahme von Anforderungen in unsicheren und innovativen Umgebungen geworden. Besonders im Bereich digitaler Innovation wird mit kleinen Proof of concept Ansätzen oder der Erstellung des Minimum viable products gearbeitet bevor man sich der Komplexität und den Abhängigkeiten klassischer IT Implementierungen ausliefert. Was bedeuten dies für die Übergabe der Kundenanforderungen an die industrialisierte IT Implementierung? Welche Probleme können aufkommen, und welche Voraussetzungen müssen von der Organisation geschaffen werden, um diesen Übergang geschmeidig zu gestalten? Welche Rolle spielen Agile Projektmethoden dabei?

Der Vortrag orientiert sich an Erfahrungen, die bei Bayer in der Übergaben sogenannter Minumin viable products die in einem Design thinking Ansatz entstanden sind an die Organisation der IT Implementierung. Er kombiniert Erfahrungen mit der Theorie um Design thinking und agile Projektmethoden.

Bezug zum Management: Der Vortrag konzentriert sich auf die durch das Management vorzubereitende Prozess und Organisationsumgebung und hat von daher einen sehr hohen Managementbezug.


Dipl-Wi-Ing Frank Giroux
· Derzeitige Tätigkeit: Bayer Business Services/ Abteilung Digital Accelerator Ansprechpartner für Product supply Innovationen
· Diplomiert Materialflusstechnik und Logistik TU Berlin und Master an der Ecole superieure de commerce von Toulouse.
· 12 Jahre Erfahrung in Logistik und Logistik IT Projekten davon 5 als Projektleiter
· 5 Jahre Erfahrung in CRM BI IT Projekten als Teamleiter
· Weitreichende internationale Erfahrungen (USA, China, Vietnam, europäisches Ausland)
· Weiterhin Erfahrungen in Innovationsmethoden (speziell design thinking) und agilen Projektmethoden.
· Veröffentlichung zum Thema Reststoffkostenrechnung

People Coach: manage the system, not the people

Referent: Sudan Martin Jackson, REWE Digital

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 11:35 - 12:20 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Traditionell zentrieren sich die Instrumente des Talent Management um Hierarchien und Performance-Management-Zyklen die am Ende eines Jahres primär zur Bewertung von Mitarbeiter hinsichtlich Beförderung, Gehaltserhöhung oder Bonusberechnung dienen. Bei einer Unternehmenskultur die stark auf die Selbstorganisation ausgerichtet ist, und eine sehr flache Hierarchie hat, braucht es Instrumente die eine flexible Gestaltung der persönlichen Entwicklungsmaßnahmen ermöglicht. In einem Erfahrungsbericht werden wir aufzeigen, wie wir bei REWE Digital ein adaptives System zur individuellen Entwicklung eingeführt haben, und welche Bedeutung ein People Coach/Manager in dem Kontext für die Mitarbeiter hat. Der People Coach managed das System, nicht die Mitarbeiter. Er schafft einen Rahmen in dem der Mitarbeiter genügend Entwicklungsmöglichkeiten findet, und er ist zugleich Ankerpunkt, Leitplanke, Inspirerer und Coach der dem Mitarbeiter dabei hilft, das adaptive System zu navigieren, seine Stärken an der richtigen Stelle einzusetzen, und mittel bis langfristig die richtige Transferleistung zu finden.

Bezug zum Management: Im Zeitalter wo "People Empowerment" eine neue Dimension angenommen hat, und Selbstorganisation sehr großgeschrieben wird, stellen sich einige Fragen: Wie kann ich als Unternehmen individualisierte Weiterentwicklungsmöglichkeiten bieten, ohne starre Vorgaben zu machen? Welche Perspektiven habe ich als Mitarbeiter in einer Unternehmenskultur, die sich nicht nach klassischen Hierarchien ausrichtet?


Sudan Martin Jackson ist Referent der Manage Agile 2016Sudan Jackson ist People Manager im Bereich Technologie bei REWE Digital, hat langjährige Erfahrung als Projektmanager, IT-Berater, und Business Coach. Er hat Trainings- und Personalentwicklungsprogramme für Software-Entwickler eingeführt und fungierte als Dozent bei der Donau-Universität, unter Anderem, im Bereich Telematik-Management.

Strategic agility and thoughtful execution - less plans, more options.

Referentin: Hanno Jarvet, Jarvet Consulting

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 11:35 - 12:20 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: In a world with increasing speed and complexity, it is less useful trying to predict your future than structuring your organisation to take advantage of opportunities in the future.

Strategic agility helps your organisation to come to an agreement on a common framework for making strategic decisions, to build an internal capability to reconfigure business systems and to redeploy resources rapidly.

In a perfect world everyone in our organisation knows what to do and why it should be achieved, has clarity around which decisions need to be made by whom and has the necessary competence, information, resources and authority to do it. Usually this is not the case.

Fortunately there are domains, where stochastic conditions are the norm and there are ways of dealing with such conditions successfully. I will contrast practices and approaches from the military and civilian world and share tools and models that I have used to help organisations make progress in executing their strategy.

Bezug zum Management: Agile is not a strategy. It is an operational issue, that helps achieve improved outcomes. Agile does not answer strategic questions. It only raises those questions and brings impediments to the surface. What are some common pitfalls in aligning the organisational structure, governance, budgeting and legal issues and what to do about it?

Historically the four ways of dealing with uncertainty are:

- increased planning,
- avoiding high risk/payoff options,
- masking risk by padding estimates and
- counteracting it through increased robustness of the whole system.

In a dynamic world and a competitive marketplace it is simply not enough. What are some better ways of making sure your organisation is better prepared to deal with ever increasing complexity, uncertainty and speed?


Hanno helps companies to dramatically improve performance. Since 2006 he has helped dozens of companies and software teams improve their processes and productivity. He has worked with organisations in such industries as telecom, IT, media, government, non-profit, education, banking, insurance and energy.

Eins? Zwei? Drei Geschwindigkeiten - wie weit kann/ muss / darf Agile gehen?

Referent: Dr. Erik Lenhard, The Boston Consulting Group

Tag und Uhrzeit: Mittwoch, 16. November 2016, 11:45 - 12:30 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Die meisten Unternehmen haben inzwischen Erfahrung mit Agile - sei es als etablierte Entwicklungsmethode oder im Rahmen laufender Piloten. Insbesondere für größere Unternehmen stellt sich die Frage, wie weit sie Agile (sofern in Piloten erfolgreich) skalieren müssen und sollen sowie was der anzustrebende Zielzustand ist. Eine Produkt-/Softwareentwicklung der zwei Geschwindigkeiten (z.B. Agile im Frontend und Wasserfall in Backend-Systemen)? Wie gehen Unternehmen dann in Sekundärprozessen wie Planung, Finanzen, Personal mit diesen zwei Geschwindigkeiten um? Oder besser einheitliche, agile Prozesse im Kern? Da fürchten viele Unternehmen, dass 100% Agil vielleicht doch nicht das richtige Modell für alle Bereiche ist.

Der Vortrag betrachtet die Vor- und Nachteile verschiedener, paralleler Prozesse der Produkt- und Softwareentwicklung und definiert ein Entscheidungsmodell. Konkrete Beispiele verdeutlichen die Management-Herausforderungen in beiden Ansätzen.

Bezug zum Management: Sowohl ein bi-modales als auch rein agiles Modell stellen für das Management hohe, aber auch unterschiedliche Herausforderungen bei der Einführung und laufenden Optimierung dar. Neben den klassischen Kernprozessen der Entwicklung und daran angelehnte IT-Sekundärprozesse (Integration, Deployment, Betrieb) müssen zahlreiche Sekundärprozesse sowohl im Fachbereich (Produktplanung, Marketing) als auch in horizontalen Funktionen (HR, Finance, Facility, Procurement) auf das Zielmodell abgestimmt werden.


Dr. Erik Lenhard ist Referent der Manage Agile 2016Dr. Erik Lenhard ist Associate Director bei BCG in der Technology Advantage Practice Group. Er ist Mitglied des Software Business und Big Data Leadership Teams. Dr. Lenhard besitzt umfangreiche Expertise in agiler Softwareentwicklung, Information Management und Data Warehousing. Bei BCG leitete er zahlreiche Projekte im Bereich "Agile Transformation" und "Agile performance management". Zuvor leitete er die Abteilung Management Information bei Kabel Deutschland und war Manager bei Solon Management Consulting. Er studierte Wirtschaftsinformatik in Darmstadt und London und promovierte in Volkswirtschaftslehre. Dr. Lenhard ist zertifizierter Scrum Master und Product Owner.

Industrie 4.0: Werden jetzt alle agil?

Referent: Joachim Pfeffer, peppair GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 11:35 - 12:20 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Die vierte industrielle Revolution, in Deutschland auch als Industrie 4.0 bezeichnet, ist in aller Munde. Der Fokus der öffentlichen Diskussion liegt dabei auf neuen Technologien in der Produktion und der Automatisierungstechnik. Wenn es jedoch wirklich eine Revolution ist, wird sie nicht nur einzelne Abteilungen, sondern ganze Unternehmen oder gar Wirtschaftssysteme erfassen. Darüber möchte ich mit Ihnen diskutieren.

Mit der voranschreitenden digitalen Vernetzung von Kunden, Unternehmen und Produktion und der damit verbundenen Verschiebung von der Produktion zur Dienstleistung sind bestehende Prozesse und Organisationsformen überfordert. Kein Wunder, denn diese wurden vor 100 Jahren bei der zweiten industriellen Revolution zum letzten Mal grundlegend überarbeitet. Heute in einer zunehmend komplexen und vernetzten Umgebung sind diese offensichtlich nicht mehr passend. Was wird sich ändern? Was müssen wir verändern?

Seit über 10 Jahren lebt uns die Software-Industrie vor, wie man in komplexen Umgebungen erfolgreich Produkte entwickelt – mit agilen Methoden wie z.B. Scrum. Diese Ansätze zeigen, dass sich mit dem neuen Vorgehen nicht nur Prozesse sondern auch Organisationsformen, Führungsverständnis und Geschäftsbeziehungen verändern. Dezentrale Kontrolle und Netzwerke ersetzen Hierarchien, nicht nur in der Produktentwicklung. Die Transformation erfasst ganze Organisationen. Die Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmen wird sich also ebenso verändern wie die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen.

Meine Meinung: Die vierte industrielle Revolution hat bereits begonnen, die Veränderungen in der Produktion werden jedoch die kleinste aller Herausforderung sein. Es geht nicht darum Produktionsanlagen an das Internet anzuschließen, es geht um neue Formen der Zusammenarbeit, der Organisation und der Führung.

Ich zeige verschiedene Beispiele an denen der Wandel schon zu erkennen ist. Ein mögliches Bild der Zukunft möchte ich jedoch nicht alleine zeichnen. Zusammen mit Ihnen möchte ich diskutieren, in wie weit agile Entwicklung und agile Unternehmen Bestandteil oder Vorlage für jene nahe Zukunft sind, die wir derzeit als Industrie 4.0 bezeichnen.


Joachim Pfeffer ist Referent der Manage Agile 2016Joachim Pfeffer ist Unternehmensberater im Bereich Lean / Agile. Nach über 10 Jahren in der Produktentwicklung (Software, Elektronik, Mechanik) und 5 Jahren Beratungspraxis in Entwicklungs- und Dienstleistungsprozessen beschäftigt sich Joachim Pfeffer hauptsächlich mit der Einführung von Lean/Agile in der Embedded- und Mechanik-Entwicklung sowie in administrativen Prozessen. Sein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der ökonomischen Optimierung von Entwicklungsprojekten. Als aktiver Berufspilot überträgt Joachim Pfeffer Team-Konzepte aus der Luftfahrt auf Management und Entwicklungsteams.

Interaktiver Vortrag

Business Analyse im agilen Kontext - eine Familienreise!

Referent: Dieter Strasser, Viable Projects

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 11:35 - 13:15 Uhr

Abstract: Kommen die einen gerade beim Thema Agilität vorsichtig an, suchen andere nach Skalierung, differenzierten Rollen oder Integration in komplexe Strukturen. Anhand des neuen Frameworks zum agilen Business Analysten von DSDM wird Pro und Contra interaktiv erarbeitet. Dabei wird sowohl das Fundament des agilen Projektmanagements als auch die Skalierung zum agilen Programmanagement mit dem agilen Business Analysten verbunden.
Gewürzt mit vielen praktischen Erfahrungen bietet dieser Ausflug eine ideale Möglichkeit zum Austausch und Kennenlernen einer ganzen Familie an Methoden.

Bezug zum Management: Der Vortrag / der Workshop bietet Management pur. Agiles Projektmanagement, agiles Programmanagement und Portfoliomanagement nach DSDM und MoP beinhalten Managemement in Hülle und Fülle. Wir sind hier mitten am schlagenden Herz des Managements unterwegs.


Dieter Strasser ist Referent der Manage Agile 2016Dieter Strasser

Agile Transformation als Chance für die Leica Camera AG: „Wie lassen sich 100 Jahre Tradition und agiles Handeln nutzbringend vereinen?“

Referent: Dr. André Christ und Dr. Michael Frank, Leica Camera AG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 12:30 - 13:15 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Wie viele andere Märkte befindet sich auch die klassische Photographie im Wandel. Neue Technologien, kürzere Produktlebenszyklen, neue Wettbewerber und geänderte Geschäftsmodelle stellen das bisherige Erfolgsmodel der Leica Camera AG auf den Prüfstand.

Als Markenhersteller im Premiumsegment war das Kerngeschäft traditionell auf die klassische Hardwareentwicklung ausgerichtet. Als Antwort auf die sich wandelnden Rahmenbedingungen wurde die strategische Neuausrichtung frühzeitig angestoßen und die Transformation zum global agierenden Hardware-, Software- und Dienstleistungsunternehmen initiiert. Schnell wurde dabei klar, dass die Transformation eine intensive Auseinandersetzung mit kulturellen Werten und Führungspraktiken erfordert. Einerseits muss der Kern der einzigartigen Unternehmenskultur erhalten bleiben, andererseits muss eine modernisierte Führungskultur etabliert werden.

Der hohe Veränderungsdruck ist speziell im Bereich der Produktentstehung erkennbar. Aufgrund der ansteigenden Komplexität ist zu beobachten, dass klassische Vorgehensmodelle schnell an ihre Grenzen stoßen. Besonders unzureichende Feedback-Schleifen zur Absicherung von Entscheidungen und Entwicklungsschritten stellen im komplexen Umfeld ein hohes Risiko dar, da der erwartete Produkterfolg erst nach der Markteinführung verifiziert werden kann. Die Transformation kann daher nur durch die Etablierung neuer Ansätze erfolgreich gemeistert werden. Agile Führungsprinzipien, Etablierung von Scrum als Methode im Projektmanagement, Umsetzung von produktübergreifenden Plattformstrategien und Anwendung von Design-Thinking-Elementen sind daher folgerichtig.

Im Erfahrungsbericht werden die bisherigen agilen Transformationsschritte im Bereich der Produktentstehung (Hard- und Software) kritisch beleuchtet und zukünftige Handlungsoptionen aufgezeigt, die zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der agilen Führungskultur notwendig sind.

Bezug zum Management: Da die agilen Experimente etablierte Organisationsstrukturen in Frage stellen, sind die Fachabteilungen und insbesondere deren Führungskräfte gefordert. Wichtige Diskussionspunkte sind daher die notwendige Neuinterpretation der Rolle der mittleren Führungsebene sowie deren Verantwortung für das Gelingen der angestrebten Transformation.


Dr. André Christ ist Head of Project Management bei der Leica Camera AG. Seit mehr als 5 Jahren begleitet er die Transformation des Unternehmens sowohl in beratender als auch in operativer Funktion. Aktueller Schwerpunkt sind die Pilotierung agiler Frameworks und deren Skalierung im Rahmen der Produktentstehung sowie die Adaption agiler Führungsstrukturen zur Portfoliosteuerung.

Führung ist zu wichtig, um sie nur Führungskräften zu überlassen

Referent: Bernd Oestereich, next U

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 12:30 - 13:15 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Die letzten 100 Jahren waren gekennzeichnet durch die Automatisierung der Produktionsarbeit. Was früher manuell produziert wurde, wird heute von effizienten maschinelle Prozessen und Strukturen getragen.

Die nächsten Jahrzehnte werden gekennzeichnet sein durch die Prozessualisierung der Führung. Was bisher Führungskräfte individuell entscheiden haben, wird zukünftig vermutlich von effizienten kollegialen Führungsprozessen getragen.

Führungsarbeit statt Führungskräfte
Führung wird zum integralen Bestandteil der Arbeit eines jeden Mitarbeiters. Künftig wird mehr geführt als je zuvor. Nicht durch mehr Manager, Verwalter und Bürokraten, sondern durch die wertschöpfenden Mitarbeiter selbst – durch eine kollegiale Führung.

Eine kollegial-selbstorganisierte Führung ist nicht zu verwechseln mit Beliebigkeit, Unverbindlichkeit, Willkür, Basisdemokratie, Endlosdiskussionen und Herrschaft des Mittelmaßes. Ganz im Gegenteil. Gerade damit Führung zum Teil der Arbeit eines jeden Mitarbeiters werden kann, brauchen solche Organisationen eine leistungsfähige soziale Architektur und Infrastruktur, einen klaren organisatorischen Rahmen und eine Reihe einfach zu benutzender Organisations- und Führungswerkzeuge.

In dem Vortrag zeigt Bernd Oestereich, welche Erfahrungen er mit welchen Organisationswerkzeugen in welchen Unternehmenskontexten machen konnte.

Bezug zum Management: Im Vortrag geht es ganz zentral um das Thema Führung und Management, aus Sicht der jeweiligen Unternehmer, mit Blick auf die früheren Manager und or allem orientiert an den Bedürfnissen der (nun führenden) Mitarbeiter.


Bernd Oestereich ist Referent der Manage Agile 2016Bernd Oestereich ist Pionier und Impulsgeber für kollegial geführte Organi­sationen mit über 20 Jahren Erfahrung als Unternehmer. Sprecher und Autor inter­national verlegter Bücher.

Nach Erfahrungen in eigenen Unternehmen konnte er einige andere Unternehmer/-innen mit seinem Erfahrungswissen zu neuen Führungsprinzipien inspirieren und begleiten. Eine Essenz daraus stellt er in dem Vortrag vor.

Management 3.0 in konservativen Umgebungen...

Referent: Peter Schnell, Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 12:30 - 13:15 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Die guten Erfahrungen, die mit der Einführung von agilen Methoden, wie Scrum gemacht werden erreichen nun auch langsam die eher konservativen Firmen wie Banken und Versicherungen. Es entsteht der Wunsch auch im eigenen Unternehmen von diesen "neuen" Methoden zu profitieren und es werden erste Einführungen und Piloten gestartet. Die sich dann hoffentlich einstellenden Erfolge machen Mut den begonnen Chance im Unternehmen auszuweiten.
Und jetzt fangen die Probleme an...
Ein agiler Chance bedeutet in der Regel auch eine Revolution in der Unternehmenskultur, sowie eine Änderung der Prinzipien und Werte.
Starre Hierarchien und feste Strukturen und eine lange Historie ("...das haben wir schon immer so gemacht...") stehen auf einmal selbstverantworteten, crossfunktionalen Teams, einer neuen Fehlerkultur ("Inspect and adapt") und einem ganz anderen Arbeitsstil gegenüber (Werte- statt Budgetorientiert, Time-to-Market statt Auslastungs- und Kosten optimiert).
Spätestens an dieser Stelle kommt bei vielen der Management 3.0 Ansatz von Jurgen Appelo ins Spiel und schon trifft Delegation Poker auf Command and Control oder Merit Money auf feste Bonuszahlungen. Haben Sie schon mal Kudo-Karten in einer Bank gesehen?
Meine Erfahrung ist, dass Sie damit schneller in der "Esoterik-Ecke" sind als Sie das je geglaubt haben!
Dieser Vortrag gibt einen kurzen Einstieg in Management 3.0 und berichtet von unseren und anderen Erfahrungen mit Management 3.0 im eher konservativen Umfeld.
Was läßt sich in der Regel gut umsetzen, welche Widerstände haben wir vorgefunden und wann und wo sind wir eher gescheitert?
Wie verändern die Denkweise von Management 3.0 das Denken und Handel der ausgebildeten Manager?
Was sind die Erfahrungen der Teilnehmer ? Es wird einige Feedback-Runden innerhalb des Vortrags geben, in denen wir in kleinen Gruppen gemeinsam über unsere Erfahrungen und unsere Einschätzungen diskutieren werden.

Bezug zum Management: Für das Top-Management und die verschiedenen Führungsebenen ist die Transformation eines Unternehmens in ein agiles Unternehmen insbesondere im eher konservativen Umfeld eine echte Herausforderung.
Die Methoden müssen verstanden werden, die Prinzipien dahinter müssen akzeptiert und gewollt werden und dann muss das Ganze auch noch in die Kultur des Unternehmens eingebaut und dort fixiert werden. Mit Management 3.0 steht eine Toolbox mit bewährten Methoden zur Unterstützung des Change-Prozesse bereit. Die Methodiken stehen aber zum Teil diametral zur bisher gelebten Praxis, die möglichen Widerstände (aus dem Management, dem Konzern, dem Betriebsrat...) sind daher nicht zu unterschätzen.
Wir haben in der Summe gute Erfahrungen mit Management 3.0 gemacht, nachdem wir die Führungsmannschaft eines Bereichs geschult hatten. Wir haben auch die (derzeitigen) Grenzen der Umsetzbarkeit erleben dürfen. Auch davon berichtet dieser Vortrag.


Peter Schnell ist Referent der Manage Agile 2016Peter Schnell (geb. 1966) ist Dipl. Informatiker und seit 1994 in der IT-Branche tätig. Sein beruflicher Werdegang führte ihn vom IT-Projektleiter einer Versicherung und IT-Abteilungsleiter einer Autobank ins Beratungs- und Trainingsgeschäft und weiter in die Leitung eines IT-Bereichs. Schwerpunkte seiner beruflichen Tätigkeit sind das Projektmanagement von klassischen und agilen Projekten im Banken- und Versicherungsbereich, agiles Coaching, Personal- und Interimsmanagement. Er hat seine langjährige Erfahrung in eine Vielzahl von Vorträgen und Publikationen eingebracht.

Agile Banking – die Zukunft?

Referenten: Christoph Schmiedinger, borisgloger Consulting GmbH und Jakob Etzel, Mantigma GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 12:30 - 13:15 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Das Zinsumfeld ist herausfordernd, die Regulierungszyklen werden immer kürzer und junge Unternehmen aus dem Fintech-Bereich knabbern an den wenigen verbliebenen Profit-Bringern. Die Antwort der etablierten Bankenwelt: Start-up-Mentalität und Agilität - eine Art „Verjüngungskur“ für die traditionellen Veteranen. Doch warum sind es genau diese zwei Zutaten, die in Zukunft den großen Erfolg bringen sollen? Das und mehr würden wir gerne in unserem Vortrag beleuchten.

Die Start-Up-Mentalität: Klar, kleine Unternehmen entbehren überbordender Bürokratie und können sich flexibler bewegen. Aber es verbirgt sich mehr hinter dem Erfolg von Start-ups wie Uber, AirBnB, Spotify oder eben Number26, Stripe und TransferWise in der Finanzbranche. Wir streichen in klaren Beispielen hervor, warum unbedingte Nutzerorientierung, Prototyping und eine Fail-Forward-Mentalität die Erfolgsingredienzen schlechthin sind und nicht zwingend vor den Toren großer Unternehmen Halt machen müssen.

Das Thema Agilität: In den Vorstandsetagen sämtlicher Konzerne angekommen, beginnt nun eine Reihe an Transformationsprozessen, in denen die Unternehmen fit für die Zukunft gemacht werden sollen. Herausforderungen gibt es viele und diese auf allen Ebenen und in allen Abteilungen. Besonders herausstellen wollen wir daher jene, die uns bei der Begleitung von Digitalisierungsoffensiven und agilen Transitionen im Banksektor begegnen.

Abschließend wollen wir beleuchten, was große Banken von Fintechs lernen können und warum es aus der Sicht einer Bank Sinn macht, nicht nur auf deren Produkte und Technologie zu schielen. Definieren Sie „Collaboration“ auf einer neuen Ebene, lernen Sie über den besseren Umgang mit Unsicherheit und partizipieren Sie von einer gelebten Kultur des Scheiterns und der kontinuierlichen Verbesserung.

Freuen Sie sich auf eine erfrischende Reise durch Agilität und Banking aus der Sicht eines Enterpreneurs, der sein eigenes Fintech gegründet hat, und aus der Sicht eines agilen Coaches und Beraters, der mit den großen Banken an deren Transitionen arbeitet.

Bezug zum Management: Der Vortrag thematisiert Handlungsempfehlungen für Unternehmen diverser Branchen - insbesondere Banken - die eine agile Transition oder die Einführung agiler Methoden geplant haben oder bereits umsetzen.

Der Teil über die Start-Up-Mentalität gibt einen Einblick in die Fragestellungen, was kleinere Unternehmen besser machen – vieles entsteht aus dem Zwang knapper Ressourcen, starken Zeitdrucks und des Finanzierungsrunden-rhytmus. Der genaue Blick auf die „chaotische Organisation“ eines Start-ups lohnt sich! Die dabei angewandten Methoden wie beispielsweise Prototyping oder Guerilla-Marketing sollten auch erfolgreichen Managern bekannt sein, um diese in ihren Organisationen nutzen zu können.

Im Teil über Agilität wird über Herausforderungen auf allen Ebenen gesprochen. Klar ist, eine agile Transition ist ein Thema, das Top-Down nicht nur unterstützt, sondern initiiert werden muss. Der letzte Teil über mögliche Lernerfahrungen kann für Manager wertvolle Tipps geben, wie Sie das Beste aus der Zusammenarbeit zwischen ihren eigenen Experten und kleinen strategischen Partnern holen können, um so erfolgreiche Produkte und Lösungen zu bauen.


Christoph Schmiedinger ist Referent der Manage Agile 2016Christoph Schmiedinger hat über 7 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Produkten und Systemen, davon mehr als 4 Jahre mit agilen Methoden wie Scrum. Seine erste Begegnung mit Scrum hatte Christoph Schmiedinger bei einem Hersteller von sicherheitskritischen Kommunikationslösungen, als sein verantwortetes Team agil werden sollte. Parallel zu seiner Rolle als Product Owner hat Christoph Schmiedinger den ScrumMaster, sein Team und das Management maßgeblich unterstützt, um die Transition erfolgreich zu gestalten. Seit mehr als zwei Jahren ist Christoph Schmiedinger nun bei dem Beratungsunternehmen boris gloger consulting mit Fokus auf agile Methoden und deren Anwendung in Produktentwicklungen und ganzen Organisationen beschäftigt. Seine Schwerpunkte liegen dabei im Bereich Enterprise Agility, agile Transformationen, skalierte Projekte und sicherheitskritische Produktentwicklung.

Jakob Etzel ist Referent der Manage Agile 2016Jakob Etzel ist Gründer und Geschäftsführer von Mantigma GmbH. Das Unternehmen betreibt unter dem Namen „predictR“ eine Kontostandsvorhersage für das Privatkunden-Online-Banking. Er verantwortet im Unternehmen Vertrieb, Geschäftsfeldentwicklung und Strategie. Die White-Label-Lösung predictR wandelt historische Transaktionsdaten in Forecasts und bietet Szenarien-Planung und die Simulation von Bankprodukten. Zuvor war Jakob Etzel im Investment Finance der Raiffeisen Bank International AG und für die Europäische Kommission / Europe Direct Wien tätig. Studium der Technischen Mathematik und Politischen Bildung in Wien, Krems und Kiev.

Echt Agil: Mit experimenteller Grundhaltung und dem Fortschritt im Fokus

Referent: Alexander Krause, agile-inform

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 14:15 - 15:00 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Durch intensivste Zusammenarbeit entstehen komplexe Lösungssysteme. In einem dynamischen Umfeld ist jedoch keine Teamkonstellation final, kein Vorgehensmodell endgültig. Als Manager sind Sie "Bereitsteller", damit Arbeit und Fortschritt passieren kann. Lassen Sie sich inspirieren, was möglich wird, wenn Menschen selbstorganisiert den vorgegebenen Rahmen füllen:
Alexander Krause erzählt die Geschichte eines neugierigen Scrum-Teams, welches mit Design-Thinking & LeanStartup Methoden in ein neues Produkt startete und in der Umsetzung mit #MobProgramming, #Scrumban, #NoEstimates, #NoSprints, #NoMeetings und viel Virtualisierung und Testautomatisierung experimentiert und so lernt, Spaß und Fortschritt zu maximieren und crossfunktional elegante Lösungen zu entwickeln.

Bezug zum Management: Neue Sichtweise auf das Management als "Bereitsteller" und "Unterstützer". Einblick in die Thematik Selbstorganisation, Team-Reflexion und kontinuierliche Experimente und Verbesserung der Arbeitswelt.


Alexander Krause ist Referent der Manage Agile 2016roots: photography, consulting, teaching

current: building dynamic-robust network-organizations with SCRUM, Kanban & Design Thinking

perspectives: spreading the agile mindset & shaping new work worlds, saving us all by lowering the cortisol level at work

Agiles Mindset in einem 125-jährigen Versicherungsverein - Erfolge und Misserfolge

Referent: Tobias Berens, Grundeigentümer Versicherung VVaG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 14:15 - 15:00 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Die IT startet mit Scrum im hoch spezialisierten SAP Umfeld , der IT Leiter nervt die Kollegen mit neuen Begriffen "Mindset", "Lean", "Scrum", "Kanban", "Agilität"; der Scrum Master macht auch noch Testmanagement, Releasemanagement, Projektmanagement; die Product Owner machen noch Linienaufgaben aus der Vergangenheit wie Projektmanagement, Qualitätssicherung von Dokumenten, haben noch kein Handwerkszeug wie Agiles RE.
Die Adminshaben noch nie von DevOps oder Kanban gehört. Bei JIRA und Confluence entsteht Wildwuchs. Die Führungskräfte lehnen ebenso wie der Vorstand diese Ansätze erstmal ab, weil das Ganze zu viel Unruhe bringt und für die praktische Arbeit kein Nutzen gesehen wird- und es auch nicht verstanden wird. Ressourcen für ein "systematisches" Vorgehen, um die Strukturen des Unternehmens zu verändern, sind nicht vorhanden. Gleichzeitig steigt der Druck von Kundenseite und Wettbewerb; dazu ein neues IT-Herz durch eine komplett neue Kernsystem-Landschaft; zersplitterte Portalstrukturen im Internet ohne Anbindung an die Kernsysteme.
Wie sich "Agilität" in einem solchen Umfeld anfühlt und ob das Vorhaben "bottom-up" gelingen kann; wie wir trotzdem damit Erfolge feiern und das Denken der Organisation verändern, wäre Thema meines Vortrages.

Bezug zum Management: Welche Fehler kann das Management machen? Welche "good practices" können wir empfehlen?
Entscheidend ist es, dass die Tranformation "von oben" gewollt ist- sonst funktioniert sie nicht. Das scheint "Common Sense" zu sein, wenn man auf die Lieteratur schaut. Wir machen es "bottom-up" gegen die (wenn auch differenziert starken) Widerstände des Managements in einer herausfordernden wirtschaftlichen Lage.
Das Management kann hier lernen, wie es nicht geht oder wie es damit umgehen kann, wenn es Rebellen-Inseln gibt, die trotzdem daran arbeiten, die eige


Tobias Berens ist Referent der Manage Agile 2016Tobias Berens

• bis 2008 Studium der Rechtswissenschaften
• 2008 - 2013 Leiter Finanzen, Personal, Recht, IT bei der TerraSana LIFE AG, Hamburg
• 2013 – 2014 Projektleiter Migration SAP for Insurance Einführungsprojekt bei der Grundeigentümer Versicherung VVaG, Hamburg
• Seit 2014 IT Leiter der Grundeigentümer Versicherung VVaG, Hamburg

Interaktiver Vortrag

EAM is Dead; Long Live Agile. Agile is Dead; Long live Agile EAM; Agile EAM will be dead; Long live Adaptive EAM

Referenten: Michael Kunz, Michael Kunz Consulting und Thomas Bollmoor, SSW Beratungs-GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 14:15 - 15:00 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Klassisches EAM ist gut verstanden und hat in sich nur langsam oder voraussehbar verändernden Umgebungen erhebliche Verbesserungen in der IT von Unternehmen bewirkt. Aufgrund steigender Komplexität und Dynamik nimmt die Verbreitung Agiler Methoden immer weiter zu. In der Folge sind Ansätze einer "Agilen Unternehmensarchitektur", mit der die IT nach Agilen Mechanismen auch auf Unternehmensebene und nicht nur auf Ebene einzelner Projekte ausgerichtet werden kann, in ersten Ansätzen erkennbar. In Zukunft wird in heterogenen Unternehmen allerdings die Herausforderung bestehen, daß innerhalb eines Unternehmens Organisationsbereiche mit ganz unterschiedlichen Umfeldern und Kulturen (tayloristisch, synergistisch und chaordisch) parallel zueinander existieren. Will Unternehmensarchitektur auch dann erfolgreich sein, muß sie sich auf diese unterschiedlichen Kulturen einstellen und Vorgehensweisen finden, die mit allen diesen Kulturen vereinbar sind und dabei die übergreifenden Ziele nicht aus dem Auge verlieren.

Bezug zum Management: Der Vortrag beleuchtet diverse strategische, aufbau- und ablauforganisatorische Fragenstellungen auf der IT-Seite und an der Schnittstelle zum Business sowie die damit einhergehenden Change-Managementaspekte in eineM auf Business-Seite zunehmend dynamischer werdenden Umfeld.


Michael Kunz ist Referent der Manage Agile 2016Michael Kunz
Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Unternehmensführung und Informatik in Köln hat Michael Kunz seit nun fast 20 Jahren als Projektleiter, Architekt, Unternehmensarchitektur, Berater und Manager in der IT-Industrie gearbeitet. Dabei war er sowohl für Anwenderunternehmen als auch für Beratungs- und Produkthäuser tätig. Sein besonderes Interesse gilt den Themen Projekt- und Unternehmensarchitekturen, Geschäftsmodelle, SOA, BPM und MDSD – in methodischer, technischer, wirtschaftlicher sowie organisatorischer Hinsicht und aus (Change-) Managementsicht. Seine derzeitigen Tätigkeitsschwerpunkte sind Digitalisierung, Sharing-Economy insbes. im Bereich innovativer Mobilität sowie die sich aus diesen Veränderungen ergebenden Rückwirkungen auf die strategische Steuerung der IT.

Thomas Bollmoor ist Referent der Manage Agile 2016Thomas Bollmoor
Experte im Bereich Digitalisierung, Ableiten neuer digitaler Business Modelle für Unternehmen. Mehr als 12 Jahre Projektmanagementerfahrung im Konzernumfeld (Senior Manager), mehr als 10 Jahre Leitung und Aufbau mehrerer erfolgreicher Firmen. Tätigkeitsschwerpunkte: Marketingaufbau, Interimsmanagement, Methodische Beratung, Projektmanagement und erfolgsbasierte Umsetzung.

Eine klare Rolle: So funktioniert der Product Owner effizient

Referenten: Jens Trompeter und Sebastian Neus, Conciso GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 14:15 - 15:00 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Der Product Owner nimmt in Scrum eine sehr zentrale Rolle ein, die oft mit sehr hohen Erwartungen verbunden ist. Er soll das Produkt gestalten, seine Produktvision in das Team tragen und für Klarheit und Transparenz durch ein gut gepflegtes Product Backlog und frühzeitig lauffähige Software sorgen. Schnelle Wertschöpfung zu erzielen und dabei unterschiedliche Anforderungen zahlreicher Stakeholder zu erfüllen, ist eine schwierige Aufgabe. Die Praxis hat gezeigt, dass Personen, die für diese Rolle in Frage kommen, sehr häufig bereits mit vielen anderen Aufgaben stark ausgelastet sind. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, muss das Management die Product Owner Rolle mit Bedacht besetzen und gemeinsam mit dem dedizierten Product Owner die notwendigen Randbedingungen schaffen. Das bedeutet, sich über die Verantwortlichkeiten der Rolle intensiv Gedanken zu machen und festzulegen, welche Aufgaben, mit welchen Stakeholdern, unter Verwendung welcher Methoden, konkreter Techniken und Werkzeuge zu erfüllen sind. Der Vortrag stellt eine Methode vor, mit der die Verantwortlichkeiten und Aufgaben der Product Owner Rolle erarbeitet und festgelegt werden. Er zeigt auf, wie die erforderliche Legitimation vom Management eingeholt wird und wie dann die notwendige Klarheit und Transparenz gegenüber allen Beteiligten erreicht wird. Der Vortrag wird durch Praxisbeispiele und Kundenstimmen zur Nutzung der Methode abgerundet.

Bezug zum Management: Die Arbeit des Product Owners ist essentiell für den Produkterfolg. Damit ist es unbedingt notwendig diese Rolle richtig zu besetzten und die Randbedingungen zu schaffen, sodass der Product Owner seine Aufgaben wirksam und effizient erfüllen kann. Diese Randbedingungen zu schaffen und die Rolle richtig zu besetzen ist Aufgabe des Managements.


Jens Trompeter ist Referent der Manage Agile 2016Jens Trompeter, Geschäftsführer und Agile Coach
Im Jahr 2005 habe ich Scrum kennengelernt und wende es seitdem in kleinen und großen Projekten und in der IT-Produktentwicklung an. Als zertifizierter Scrum Master (CSM) und Professional Scrum Product Owner (PSPO) habe ich zahlreiche Organisationen, mittelständische Unternehmen und große Konzerne bei der Einführung und wirksamen Anwendung von agilen Methoden unterstützt.

Sebastian Neus ist Referent der Manage Agile 2016Sebastian Neus, Geschäftsführer und Agile Coach
In den letzten 20 Jahren habe ich als IT Berater in unterschiedlichen Rollen – von Software-Entwickler über Requirements Engineer und Product Owner bis zum Agile Coach – viele Organisationen und deren Abläufe kennen lernen können. Mit dieser Erfahrung helfe ich den Menschen in Unternehmen, die Ziele ihrer Projekte optimal zu erreichen! Sebastian Neus ist Diplom Informatiker, zertifizierter Scrum Master, zertifizierter Scrum Professional und zertifizierter Usability Engineer (Fraunhofer-Institut).

Jens Trompeter und Sebastian Neus sind Geschäftsführer der Conciso GmbH. Conciso hilft Unternehmen bei der Einführung agiler Methoden, berät zum Thema Software-Architekturen und entwickelt individuelle Software-Lösungen.

Interaktiver Vortrag

Resonante Führung im Scrum

Referentin: Mirjana Zec, NETCONOMY Software & Consulting GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 14:15 - 15:55 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: "Wenn du immer wieder das tust, was du schon immer getan hast, dann wirst du immer das bekommen, was du schon immer bekommen hast. Wenn du etwas Anderes haben willst, muss du etwas Anderes tun! Und wenn das, was du tust, dich nicht weiterbringt, dann tue etwas völlig Anderes - statt mehr vom gleichen Falschen!"
Diese Worte von Paul Watzlawick bringen es auf den Punkt: Wir Menschen, mit unseren Bedürfnissen und Wertvorstellungen entwickeln uns in unterschiedliche Richtungen und haben bestimmte Vorstellungen und Erwartungen auf unsere Arbeitswelt – ob auf Grund des Generationenwechsels, Marktentwicklung oder, weil die Dynamik der Arbeitswelt einem permanenten Wechsel unterzogen ist.
Und hier kommt der Führungsrolle eine besondere Bedeutung zu: gehe ich mit dem Wandel mit oder halte ich an Altbewährtem fest? Eines ist sicher: v.a. Führungskräfte, die in agil agierenden Unternehmen arbeiten, stoßen dabei immer häufiger an ihre Grenzen. Die Frage, die sich nun stellt, ist warum? Dieser Frage möchte ich in dem interaktiven Vortrag nachgehen sowie versuchen, die Antwort in der Theorie der resonanten Führung zu finden.

Bezug zum Management: Das Thema beschäftigt sich mit dem sogenannten Agile Leadership, der Emotionalen (Resonanten) Führung in einem Kontext, in dem Servant-Leadership immer mehr an Bedeutung gewinnt. Warum? Weil in einer agilen Organisation die Entwicklungsteams zeitnah auf den Markt reagieren müssen. Der Rolle eines agilen Managers kommt hier eine besondere Bedeutung zu: die Teams sollen in die Lage versetzt werden, selbst Entscheidungen zu treffen sowie lösungsorientiert zu denken, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Wie kann ein Manager dazu beitragen: zum Beispiel, indem er Resonanz erzeugt.
Weiters wird beleuchtet, welche Auswirkung resonante Führung im agilen Umfeld auf die Produktivität & Motivation eines Individuums sowie eines Teams haben kann. Produktivität und Motivation sind zwei Parameter, die definitiv eine Auswirkung auf die Umsatzgenerierung in Projekten haben, was widerum eine der wichtigsten Kennzahlen eines Managers ist.


Mirjana Zec ist Referentin der Manage Agile 2016Mirjana Zec leitet die Trainingsreihe "Emotionale Intelligenz" in einem der größten Weiterbildungsinstitute in Österreich. Sie absolvierte nach dem Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften einen Lehrgang für Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit und zum systemischen Wirtschaftscoach und Trainer. Sie ist zertifizierte EQ-Beraterin. Ihr Leitsatz "Nur wer sich weiterbildet, erfährt auch eine Innovation des Geistes" steht somit für ihren permanenten Drang nach Wissensaufbau. Neben ihrer langjährigen Tätigkeit als Scrum Master und Agile Coach, ist sie als Trainerin und systemischer Führungskräftecoach tätig.

Gehaltsfindung in der Gruppe - Ein Experiment

Referent: Björn Schneider, Hypoport AG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 15:10 - 15:55 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Bisher ist die Beurteilung der Leistung und die Übersetzung in ein Gehalt bei den meisten Firmen Aufgabe von Führungskräften und erfolgt nach dem Prinzip "soviel wenig wie möglich und so viel wie nötig" zu bezahlen. Was ändert sich und wie kann ein Prozess aussehen, wenn dieser Prozess nicht von der Führungskraft, sondern selbstorganisiert im Team passiert? Bei der Hypoport AG in Berlin sind wir 4 Agile Coaches und wir haben das Experiment erfolgreich abgeschlossen, unser Gehalt in der Gruppe zu ermitteln.
In meinem Vortrag möchte ich unsere Erfahrungen darlegen und dabei aufzeigen, für wen so ein Prozess geeignet ist und wer davon lieber die Hände lassen sollte.

Bezug zum Management: Beurteilung und Gehaltsfindung ist bisher Aufgabe jeder Führungskraft mit Personalverantwortung.


Björn Schneider ist Referent der Manage Agile 2016Björn Schneider leitet den Bereich "People & Organisation" bei der Hypoport AG in Berlin/Lübeck. Gemeinsam mit seinem Team aus HR-Referenten und Agile Coaches schafft er bei Hypoport ein Umfeld, in dem das Agile Mindset gelebt und selbstorganisiertes Arbeiten möglich wird. Er entwickelt und moderiert Workshops, führt Team- und persönliche Coachings durch und berät den Vorstand in strategischen Fragen zur Organisationsentwicklung. Davor war er fast 20 Jahre als Softwareentwickler, Projektleiter, Führungskraft, Bereichsleiter, Trainer, Berater, Geschäftsführer eines Beratungsunternehmens und Coach für Führungskräfte tätig.

Entscheidungssysteme und agile Organisationen

Referent: Jens Coldewey, improuv GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 15:10 - 15:55 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Entscheidungssysteme - wie werden Entscheidungen getroffen und umgesetzt - spielen eine zentrale Rolle darin, wie Organisationen de facto funktionieren. Sie bilden seit Jahrzehnten ein Basiskonzept in der Organisationsentwicklung. Häufig wird bei der Einführung agiler Verfahren allerdings übersehen, dass auch die Entscheidungssysteme entsprechend angepasst werden müssen. Das führt insbesondere an den Schnittstellen zwischen bereits agilisierten und noch traditionell arbeitenden Unternehmensteilen zu Missverständnissen, Konflikten und Frustrationen, die bis zum vollständigen Scheitern einer agilen Einführung gehen können.
In diesem Vortrag wird das Konzept der Entscheidungssysteme kurz vorgestellt und erläutert, wie sie typische Konfliktmuster erklären können. Anhand praktischer Beispiele wird gezeigt, wie man solche Konflikte auflösen kann und damit die Schnittstellen zwischen agilen und nicht-agilen Organisationsteilen zu beiderseitigem Nutzen gestalten kann.
Dieser Vortrag entstand aus einer Publikation im Rahmen der "Supporting Agile Adoptions" Arbeitsgruppe der Agile Alliance

Bezug zum Management: Die Gestaltung von Entscheidungssystemen zählt zu den Kernaufgaben des Managements im Rahmen der Aufgabe "am und nicht im System zu arbeiten", also die Organisation zu gestalten. Der Vortrag zeigt, was es dabei insbesondere in gemischten Organisationen zu beachten gibt.


Jens Coldewey ist Referent der Manage Agile 2016Jens Coldewey ist Principle Consultant bei der improuv GmbH und unterstützt seit über 18 Jahren Organisationen beim Umstieg auf agiles Denken. Er arbeitet im "Supporting Agile Adoptions" Programm der Agile Alliance mit und ist u.a. zertifiziert als Kanban Coaching Professional, als Certified Scrum Professional und Human Systems Dynamics Professional.

Agile HR mit Sociocracy 3.0

Referent: Bernhard Bockelbrink, Sociocracy 3.0 Movement

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 15:10 - 15:55 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Der wesentliche Erfolgsfaktor für agile Unternehmen (und solche, die es werden wollen), sind Mitarbeiter, die entweder bereits ein agiles Mindset besitzen und danach handeln, oder sich zumindest in diese Richtung entwickeln, im Idealfall selbstmotiviert und selbstorganisiert.

Einstellung und Entwicklung von Mitarbeitern wird jedoch in den meisten Unternehmen von HR-Abteilungen gesteuert, die selbst nicht agil arbeiten, die also - wenn überhaupt - nur theoretische Kenntnisse zum Thema Agilität besitzen. Und obwohl das Thema HR essentiell für agile Transitionen und für agile Unternehmen ist, beschäftigen sich die bekannten agilen Methoden und Vorgehensmodelle bisher nicht oder nur sehr oberflächlich damit.

Sociocracy 3.0 (a.k.a. S3) ist ein offenes agiles Framework für alle Organisationsbereiche, das bereits einige konkrete Patterns für selbstorganisierte HR-Prozesse mitbringt. Dadurch wird es möglich, sich mit S3 dem Thema gile HR auf ganz unterschiedliche Arten zu nähern: so können agile Teams ihre HR-Prozesse einfach selbstorganisiert gestalten, Teams und HR können ihre Zusammenarbeit verändern, und HR-Teams oder -Abteilungen können selbst nach agilen Prinzipien arbeiten.

Der Vortrag beginnt mit einer kurzen Einführung in die Grundlagen von S3, und zeigt, darauf aufbauend konkrete Patterns, die agilen Teams ermöglichen, HR-Aufgaben wie z.B. Recruiting und Mitarbeiterentwicklung entweder selbst in die Hand zu nehmen, oder gemeinsam mit HR-Abteilungen so zu gestalten, dass am Ende alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden sind. Den Abschluß bildet ein Ausblick auf den Aufbau serviceorientierter agiler HR-Abteilungen.

Eine Auswahl der Themen:

  • evolutionäre Entscheidungen: mit mehreren Stakeholdern gemeinsam Entscheidungen und weiterentwickeln
  • Rollen definieren und besetzen
  • Hiring for cultural fit
  • selbstorganisierte Entwicklungsgespräche
  • individuelle Entwicklungspläne gestalten und umsetzen
  • zum Unternehmen passende Prozesse finden
  • HR-Prozesse am Bedarf entwicklen

Freie Materialen zu S3 (wie auch die Folien zu diesem Vortrag) sind unter einer Creative Commons Lizenz auf der Webseite des Sociocracy 3.0 Movement oder über http://evolvingcollaboration.com verfügbar.

Bezug zum Management: Für Manager ist es essentiell, einerseits den Einfluss einzuschätzen, den HR-Abteilungen und -Prozesse auf die Agilität des Unternehmens haben, und andererseits Optionen kennenzulernen, mit denen Sie den Status Quo in eine für ihre Ziele positive Richtung beeinflussen zu können. Das kann der Anstoß zu grundlegenden Veränderungen der HR-Abteilung sein, oder auch Experimente in der Zusammenarbeit zwischen HR und den eigenen Teams. In manchen Fällen bleit nur der Weg, so viel wie möglich im eigenen Einflussbereich zu kompensieren.

Sociocracy 3.0 (S3) ist ein freies, offenes und pattern-basiertes Framework für Aufbau und Entwicklung agiler Teams und Organisationen. Die inzwischen über 60 Patterns bieten Lösungen zu den Themen Selbstorganisation, Zusammenarbeit, Entscheidungsfindung und -entwicklung, Organisationsstruktur, Governance, Arbeitsorganisation, Rollen, Mitarbeiterentwicklung, Alignment und Transition bzw. Change Management.

Da die Patterns in S3 sich zwar gegenseitig positiv unterstützen, aber auch jeweils unabhängig voneinander einsetzbar sind, und S3 einfache Werkzeuge für Entwicklung und Adaption von Patterns mitbringt, können Organisation und Teams ganz einfach nur die zu konkreten und aktuellen Herausforderungen passenden Patterns umsetzen, und so Umfang und Tempo der Veränderung an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Durch diesen offenen und evolutionären Ansatz bietet S3 - nicht nur im Bereicht HR - die perfekte Ergänzung zu anderen agilen Methoden und Vorgehensmodellen (z.B. Scrum, eXtreme Programming, LESS, Design Thinking, Lean Startup Method, Software Kanban), einerseits, um sie in den Bereichen ergänzen, die diese nicht oder nur ungenügend abdecken, und andererseits, um sie weiterzuentwickeln und besser an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.


Bernhard Bockelbrink ist Referent der Manage Agile 2016Bernhard Bockelbrink unterstützt Organisationen auf dem Weg zur Agilität als Agile Coach, S3 Trainer und Tech Consultant. Er ist Co-Founder des Sociocracy 3.0 Movement.

Seine Leidenschaft für agiles Denken wurde den späten 1990er Jahren entfacht, und hat ihn seitdem durch verschiedenste Rollen begleitet, so war er als CTO, Scrum Master, Product Owner, Projekt Manager, Tech Lead, Berater, Mentor und Entwickler in und für Startups, mittelständischen Unternehmen und Konzernen tätig.

Der Schwerpunkt seiner Arbeit hat sich von den technischen Themen immer mehr zu Führung, Kultur und Zusammenarbeit verschoben, weil sich dort oft die hartnäckigsten Widerstände verstecken, die Organisationen daran hindern, mit glücklichen Mitarbeitern wertvolle Produkte zu schaffen.

Interaktiver Vortrag

Retrospektiven für alle! Mit Praxisteil: Liberating Structures

Referent: Erik Hogrefe und Johannes Schartau, Holisticon AG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 15:10 - 15:55 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Entscheidend für die erfolgreiche Selbstorganisation und kontinuierliche Verbesserung von Scrum-Teams ist die Durchführung von Retrospektiven.

Doch nicht nur Software-Entwickler, sondern alle miteinander arbeitenden Menschen können Retrospektiven durchführen. Indem Sie Ihren Mitarbeitern Raum und Zeit für regelmäßige Retrospektiven geben, nutzen Sie ganz neues Potenzial und sorgen dafür, dass Ihr Unternehmen in einem dynamischen Markt wettbewerbsfähig bleibt oder wieder wird.

Wie Sie auch mit großen Teams in kurzer Zeit zu handfesten Ergebnissen kommen können, zeige ich Ihnen anhand der Liberating Structures. Ich führe Sie kurz in die Liberating Structures ein, und wir wenden dann gemeinsam eine der Structures zu einer Retrospektive-typischen Fragestellung an.

Bezug zum Management: Als Manager kann man seinen Mitarbeitern die Fähigkeit, in einem dynamischen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, nicht anordnen. Was man als Manager aber machen kann, ist, seinen Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, diese Fähigkeit anhand von regelmäßigen Retrospektiven selbst zu entwickeln.

Ohne Zustimmung des Managements ist es schwer oder sogar unmöglich, regelmäßige Retrospektiven im Unternehmen durchzuführen. Daher müssen die Manager davon überzeugt sein, dass regelmäßige Retrospektiven der einzelnen Teams hilfreich und sinnvoll für das gesamte Unternehmen sind.

• Teams, die Retrospektiven durchführen, sind oder werden selbstorganisierend und brauchen weniger Entscheidungen vom Management.
• Teams, die gelernt haben, ihre internen Probleme selbst zu lösen, bieten dem Management kompetente Ansprechpartner bei der Lösung von Problemen der gesamten Organisation.
• Je mehr Teams im Unternehmen sich wirklich selbst organisieren, umso dynamikrobuster, anpassungsfähiger und erfolgreicher ist die gesamte Organisation.
• Teams, die Retrospektiven durchführen, sind selbstbestimmter, zufriedener und haben weniger Krankheitsausfälle.

Im interaktiven Teil können die Teilnehmer eine Liberating Structure zu einer Retrospektive-typischen Fragestellung selbst erleben.


Erik Hogrefe ist Referent der Manage Agile 2016Ich bin bei der Holisticon AG in Hamburg als Agiler Coach und Berater tätig. Ich unterstütze Teams und Unternehmen bei der Einführung von agilen Vorgehensweisen und bei der Durchführung von agilen Projekten. Als ausgebildeter systemischer Coach habe ich ein besonderes Interesse daran, Menschen beim Kreieren eines Arbeitsplatzes zu unterstützen, der für sie nach außen und nach innen erfolgreich ist.

Johannes Schartau ist Referent der Manage Agile 2016Als agiler Coach, Berater und Trainer bei der Holisticon AG helfe ich bei der Erweiterung individueller und kollektiver Perspektiven. Durch lösungsorientiertes Hinterfragen und einer Prise Humor fördere ich die Etablierung von Agilität in inneren Räumen und äußeren Strukturen.

Mit dynamischen Team-Setups Komplexität begegnen

Referenten: Sebastian Radics und Jan Hegewald, idealo internet GmbH

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 16:25 - 17:10 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Wenn eine sehr heterogene und komplexe Technologie-Plattform von spezialisierten Komponenten-Teams betreut wird, auf die Anforderungen mit sehr stark variierender Intensität treffen, bringt dies klassische Team-Ansätze an Grenzen.
idealo stand vor diesem Problem und der Herausforderung einen flexibleren und besser skalierenden Ansatz zu finden und damit auch Mitarbeiter zu motivieren.

Auf diesem Weg haben wir erkannt, dass die Theorie von lang laufenden und dadurch hoch performant werdenden Teams heute schlecht umsetzbar ist. Einerseits erfordern die durch den Markt und den Wettbewerb gegebenen Business-Herausforderungen eine extrem schnelle Umsetzung unterschiedlichster Geschäftsanforderungen. Starre Teams können hier schwer mithalten. Andererseits torpedieren die knappe Verfügbarkeit guter Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt und damit einhergehende Fluktuation die Idee von lang laufenden Teams zusätzlich.

Als Antwort auf diese Erkenntnisse präsentieren wir unseren dynamischen Team-Ansatz, die Schwierigkeiten auf dem Weg dorthin und die Herausforderungen, die damit einher gehen.

Bezug zum Management:

- Teamfindungsprozesse
- Mitarbeitermotivation
- Anpassung an dynamisches Marktumfeld
- Selbstorganisation
- Effizienz und Effektivität


Sebastian Radics ist Referent der Manage Agile 2016Sebastian Radics ist Head of Agile bei der idealo internet GmbH. Seit 2008 fokussiert er sich auf das Thema Agile und hat in verschiedenen Positionen als ScrumMaster, Agiler Coach und in Lead - und Managementpositionen sehr unterschiedliche Perspektiven auf das Arbeiten mit agilen Methoden kennengelernt. Sein Hintergrund als Diplom-Informatiker und seine Begeisterung für den Einsatz moderner Formen der Zusammenarbeit in Verbindung mit den Themen Management 3.0, Komplexität und Motivation kennzeichnen sein Vorgehen bei der Transformation unserer Arbeitswelt.

Jan Hegewald ist Referent der Manage Agile 2016Jan Hegewald ist Group Engineering Manager bei der idealo internet GmbH und beschäftigt sich gern mit agiler Führung. Davor hat er unterschiedlichste Firmen beraten zu Themen rund um Projekt-, Programm- und Portfolio-Management - mit agilen Ansätzen, aber auch sehr klassisch. Eigentlich ist er Diplom-Informatiker und entwickelte zu Beginn seines Berufslebens lange Zeit Individualsoftware.

Scrum: the walking dead

Referenten: Daniel Dubbel, DER Touristik Online GmbH und Christian Fischer, itemis AG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 16:25 - 17:10 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Überlebende auf der Suche nach einer sicheren Unterkunft in einer Welt voller Scrum-Zombies: Warum Scrum ein lebender Tod ist und ein agiles Mindset Sicherheit verspricht.

In dem interaktiven Vortrag stellen wir uns die Frage, warum Scrum (k)ein sicherer Ort für die Zukunft sein kann, dass Scrum-Zombies uns eher behindern, wieso das Ziel eigentlich ein Anderes sein muss, als die Einführung und Etablierung von Scrum und welche wichtige Rolle das Management dabei spielt.

Bezug zum Management: Die Einführung von agilen Methoden wie Scrum bringt - wenn man es erfolgreich machen will - viele kleine und größere Veränderungen für gesamte Organisationen mit sich, für die eine Unterstützung aus dem Management erforderlich ist. Um als Management unterstützen zu können, ist häufig ein ganz persönlicher Wertewandel erforderlich. Ein Verständnis für die Werte und Prinzipien agiler Arbeitsweise muss auf allen Ebenen existieren und gelebt werden. Mit der Einführung von Scrum als Werkzeug beginnt ein Weg, er endet dort nicht. Der Vortrag unterstreicht die Wichtigkeit der Unterstützung von Ein- und Durchführung agiler Methoden durch das Management und zeigt auf, warum die einfache Einführung von Scrum in Entwicklungsabteilungen nicht die Lösung für die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft ist.


Daniel Dubbel ist Referent der Manage Agile 2016Daniel Dubbel (http://www.inspectandadapt.de/):

Als Agile Coach, Change Agent und Organisationsberater unterstützt Daniel Dubbel Organisationen und Teams auf ihrem Weg zu einer modernen Arbeitskultur und effizienter Produkt- und Projektentwicklung. Dabei profitiert er von mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Webentwicklung bei IT-Systemhäusern und Online-Agenturen sowohl auf der Seite der Dienstleister als auch direkt beim Kunden.

Unterschiedliche Blickwinkel gewann er in Rollen als Frontend-Entwickler, Informationsarchitekt und UX-Spezialist, als Projekt- und Teamleiter sowie als Berater von internen Abteilungen sowie Kunden. Hierbei entwickelte sich sein besonderes Interesse an effizienten Organisationsformen und einer Arbeitsorganisation für die Herausforderungen der Gegenwart sowie einer zeitgemäßen Mitarbeiter- und Unternehmensführung.

Christian Fischer ist Referent der Manage Agile 2016Christian Fischer:

Als Agiler Coach und Coding Architect unterstützt Christian Fischer Teams und Organisationen auf ihrem Weg zu einer effizienteren Produktentwicklung. Dabei profitiert er von seiner mehr als 15-jährigen Erfahrung im Bereich der Webentwicklung, unter anderem bei der T-Online GmbH und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Auf diesem Weg konnte er in wechselnden Rollen als Administrator, Entwickler, Architekt, Projekt- und Abteilungsleiter den Entwicklungsprozess aus vielen Blickwinkeln kennenlernen, wodurch sich ein besonderes Interesse für Agile Architektur und Testgetriebene Entwicklung entwickelt hat.

Agiles Projektmanagement (Scrum) und Neuro-Linguistisches-Programmieren - NLProgrammieren im Kontext agiler Methoden

Referenten: Erik Mautsch, EMCC.BIZ | Universität Potsdam (Institut für Informatik und Computational Science) und Astrid Harbich, HA-Coaching

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 16:25 - 17:10 Uhr

Level: Experte

Abstract: Dieser Vortrag mit Workshopcharakter wird veranschaulichen, wie Scrum als Management-Methodik-Framework mit wichtigen NLP-Elementen wie bspw. NLP-Vorannahmen (Axiome), Pacen-Leaden (Rapport), Reframing und Ankern harmoniert, um Wissensarbeiter in einen Flow-State zu versetzen.

Die modernen Kognitivwissenschaften, insbesondere Gehirn- und Lernforschung, haben viele alte Annahmen bezüglich Lernen fragwürdig werden lassen. Der Gedanke ist passé, Lernen sei einfach eine verbale , „kognitive“ Sache im Kopf. Aktuelle Forschungen weisen darauf hin, dass das beste Lernen nicht nur Emotionen einbindet, sondern auch den Körper als Ganzes, alle Sinne und das gesamte Persönlichkeitsspektrum. Die Lernstilforschung zeigt weiterhin, dass jeder Mensch auf seine ganz eigene Art lernt und dass mithin nicht eine Methode allein gültig sein kann. Der ständige Wandel der Arbeitswelt und der Kultur lässt viele unserer (Schulungs)Methoden langsam und veraltet dastehen und ebnet Bahnen für alternative Ansätze.

NLP (Neuro-Linguistisches-Programmieren) - das Wort „Programmieren“ ist jedem sicherlich im Zusammenhang mit Computern vertraut. Beim Programmieren wird einem Computer eine Folge von Anweisungen gegeben, die ihm angeben, welche Operationen mit welchen Daten durchzuführen sind. Was ein Computer tun kann, hängt zwar zum einen Teil von seiner Bauart ab (der Hardware), aber zum größten Teil hängen seine Fähigkeiten von den Programmen (der Software) und dem eigentlichen Management ab.

Wissensarbeiter wollen jedoch keine “Computer” sein, die Prozess-Programme ausführen. Die Frage nach sozialen Aspekten , der Akzeptanz und der passenden Vorgehensweise (bspw. Scrum) ist daher ein wesentliches Thema des Vortrages.

Bezug zum Management: Kommunikations-MANAGEMENT, Agile-MANAGEMENT, Lern-MANAGEMENT, ..., Wissens-MANAGEMENT und ja: NLP-Kenntnisse können m. E. für einen Manager unschätzbare Dienste leisten, da Scrum sehr stark auf die Autonomie und Selbststeuerung des Teams setzt und die Führungskraft eine unterstützende Rolle einnimmt, ohne die tägliche Verantwortung für das Team und dessen Arbeit zu tragen -> Servant Leadership | laterale Führung


Erik Mautsch ist Referent der Manage Agile 2016Erik Mautsch ist seit über 10y als Berater, Coach und Wissenschaftler in den Bereichen Informatik, Gesundheit und Bildung tätig. Er begleitet Lernsituationen, Teamprozesse, Dialogräume, Projekte oder Veränderungsvorhaben. Er weiß, wie effektive und effiziente Wissensvermittlung gelingt, wie Gruppen gemeinsam Lösungen finden und wie Organisationen sich verändern. Er hilft dabei, Komplexes zu vereinfachen, ohne jemals oberflächlich zu wirken.
Sein KnowHow reflektiert er stets im Rahmen seiner parallelen Forschungs- und Lehrtätigkeiten mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus den Bildungswissenschaften und der Softwareentwicklung, u. a. an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) und Universität Potsdam (Institut für Informatik und Computational Science). Neben seiner langjährigen Software-Expertise ist er Certified Scrum Professional (CSP, Scrum Alliance), Certified Team Coach (CTC, Scrum Alliance), NLP-Practitioner (Society of NLP) und Coach (NLP-Deutschland).

Astrid Harbich ist Referentin der Manage Agile 2016Astrid Harbich ist seit 1998 als freiberufliche Trainerin und Mental-Coach tätig. Sie ist davon überzeugt, dass jeder von uns eine große Fülle von Ressourcen in sich trägt, die dabei helfen, die Aufgaben des Lebens zu bewältigen. Manchmal spüren wir sie ganz stark und können mit Leichtigkeit darauf zurückgreifen. Dann fühlen wir uns stark und sind im viel zitierten „Flow“ –Zustand. Das Leben konfrontiert uns tagtäglich mit unterschiedlichen Herausforderungen und prüft unsere Belastbarkeit. Dabei lernen wir ständig etwas dazu, denn unsere Fähigkeit zu lernen, klassifiziert uns als besondere, herausragende Lebewesen. Ist das nicht wunderbar?
Trotzdem hat Sie durch Ihre langjährige Berufserfahrung festgestellt, dass gerade Wörter wie „Lernen“ bei vielen Menschen zu einer Stressreaktion führen. Von Freude, sich der Aufgabe zu stellen ist weit und breit nichts zu spüren. Trotz guter und intensiver Vorbereitung auf die Prüfungen des Lebens, gibt es manchmal Situationen, in denen es uns schwer fällt, die eigenen Stärken zu erkennen und auf sie zu vertrauen. Die Suche nach möglichst effektiven Methoden, Prüfungen aller Art zu bewältigen, führte Sie vom Studium der Psychologie über Ihre Dozententätigkeit schließlich zu persönlichen Vorlieben in der Coaching-Methodik: Wingwave + NLP
Astrid Harbich ist u. a. zertifizierter Wingwave Coach, NLP Practitioner (Society of NLP), Mental-Coach für systemische Kurzzeitkonzepte und Reiki Meister.

The-Poke-Concept – The key to value based development

Referent: Marco Ley, CosmosDirekt LebensversicherungsAG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 16:25 - 17:10 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Zunächst soll aufgezeigt werden, welche Voraussetzungen in Form von z.B. Messgrößen erfüllt sein müssen, um den Wertbeitrag einer Implementierung überhaupt messen zu können. Anhand dieser Messgrößen werden dann anschließend in diesem Verfahren die Anforderungen bewertet und der potenziell erwartete Businesswert einer Anforderung als Hypothese definiert. Wichtig ist hier auch die Abgrenzung von Anforderung zu Hypothese, da harte Anforderungen in einem sich stetig wandelnden Umfeld bzw. Markt schwierig zu definieren sind und es sich hier eher um Annahmen/Hypothesen dreht. Anschließend soll dargestellt werden, wie diese Anforderungen durch ein cross-functionales Team umgesetzt und in Produktion gebracht werden können. Innerhalb der Live-Umgebung kann nun ein echter A/B Test aufgesetzt werden, um das neue Feature/die neue Prozessverbesserung messen zu können. Hier können spezielle Goals definiert werden, um die vorher festgelegten Messgrößen validieren zu können. Nach erfolgreich abgeschlossenem Test können nun statistisch relevant die Kennzahlen der "alten" Variante und der "neuen" Variante verglichen werden. So ist es möglich, eins zu eins den Businesswert einer abgeschlossenen Implementierung nachweisen zu können.

Bezug zum Management: Im Vortrag soll aus Managementperspektive der Wertbeitrag von Implementierung dargestellt werden. Oft besteht hier die Gefahr, dass neue Feature-Entwicklungen oder Prozessoptimierung nicht Ihren Wertbeitrag am Unternehmenserfolg nachhaltig nachweisen können und daher deutlich in die Kritik geraten. Mit der vorgestellten Methode kann in kurzen Iterationen kurzfristig der Wertbeitrag deutlich herausgestellt werden.


Marco Ley ist Referent der Manage Agile 2016Marco Ley machte 2006 seinen Studiumabschluss zum M.A. Information Science und arbeitete danach in der Managementberatung. Seit 2009 ist er bei CosmosDirekt für die Umsetzung zahlreicher Onlineprojekte und den Aufbau des Development-Bereiches im eCommerce-Umfeld verantwortlich. In diesen Projekten setzte er sowohl klassische als auch agile Methoden erfolgreich ein. Er ist unter anderem zertifizierter PMP und CSP.

Interaktiver Vortrag

Warum wir für die agile Transformation ungehorsam werden und Autorität neu denken müssen

Referent: Frank Baumann-Habersack, Autor

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 16:25 - 18:05 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Mittlerweile ist bekannt, dass die beste agile Methodik nicht die Wirkung entfalten kann, wenn die Rahmenbedigungen dafür (noch) nicht passen.
Denn elementar für den Erfolg von agilen Arbeitsweisen sind Unternehmensstrukturen und insbesondere Führungskulturen, die Rahmenbedingungen schaffen. Rahmenbedingungen, die agile Arbeitsformen für den Erfolg benötigen.
Mit diesen steht es jedoch in den meisten Unternehmen nicht so gut. Das spiegelt sich auch in den Schwierigkeiten in der praktischen Arbeit wider.
Das Problem: Diskussionen und Argumente auf der Sachebene für die Veränderung der Unternehmensstruktur und Kultur stehen einem kollektiven Blinden Fleck gegenüber, der dem Wandel in sehr vielen Unternehmen den Weg versperrt: Die Haltung zu Führungsautorität, Gehorsam und Kontrolle aus der Zeit der Industriekultur.
Gehorsam und Autorität sind ein zutiefst emotionales Thema. Und Emotionen steuern das Verhalten von Menschen. Das belegt die moderne Hirnforschung immer wieder. Kein Wunder also, dass sich so wenig ändert: Es gibt zu viel Gehorsam und zu wenig Ungehorsam in Organisationen. Konstruktiver Ungehorsam, der verantwortungsbewusst Regeln hinterfragt und bricht – und zwar auf kultureller und struktureller Ebene.
Wir brauchen daher eine Transformation der Vorgehensweise für die Transformation hin zu mehr Agilität. Denn mehr von Gleichen (Sachargumente) helfen nicht.
Es ist Zeit, konstruktiv ungehorsam zu sein - für den Wandel.

Bezug zum Management: Ohne einen mentalen Wandel im Verständnis von Führungsautorität, laufen die meisten Sachargumente zu einer erfolgreichen agilen Transformation ins Leere. Der Wandel muss daher zunächst IN den Führungskräften stattfinden, damit diese den Wandel in der Organisation zulassen bzw. unterstützen können.


Frank Baumann-Habersack ist Referent der Manage Agile 2016Frank H. Baumann-Habersack ist geschäftsführender Gesellschafter von baumann. partner, einer systemischen Organisationsberatung aus Hannover-Burgdorf. Er hat Betriebswirtschaft und Arbeitswissenschaften studiert, ist Bankkaufmann, NLP-Practitioner (DVNLP), systemischer Familientherapeut und Supervisor (DGSF) sowie Lehrcoach (DCV). Der Unternehmer konnte seine beruflichen Erfahrungen als Projektleiter und interner Berater in der Bankbranche, als Personalleiter im Medienbereich sowie als Leiter Organisationsentwicklung und Training in der Lebensmittelindustrie sammeln.
Frank Baumann-Habersacks Spezialgebiet ist die Transformation von Unternehmensstrukturen und Führungskulturen hin zu mehr Agilität, Kundenorientierung und Innovation. Er ist Autor des SpringerGabler Buchs „Mit neuer Autorität in Führung“.

Visuelles Projektmanagement

Referenten: Christian Botta und Daniel Reinold, Visual Braindump

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 17:20 - 18:05 Uhr

Level: Einsteiger

Abstract: Visualisieren bedeutet Inhalte in Form von Bildern und Text sichtbar und fassbar zu machen. In einer immer komplexer werdenden Welt, hilft die visualisierte Wiedergabe von Inhalten um Botschaften auf den Punkt und Gedanken auf eine Linie zu bringen.

Anhand von Praxisbeispielen werden wir den Mehrwert von Visualisierung in Projekten erläutern. Darüber hinaus werden wir die Macht von Visualisierung als Kommunikationsmittel während allen Phasen eines Projektes darstellen. Ob Projektmarketing, Kommunikation, Ideenfindung, Reporting oder Planung, der gezielte Einsatz von Visualisierung schafft mehr Transparenz, erzeugt bessere Sichtbarkeit, dient zur Erleichterung von Entscheidungen und macht darüber hinaus noch Spaß.

Ebenfalls möchten wir den Besuchern die Scheu nehmen, selbst Prozesse und Sachverhalte zu visualisieren und sie ermutigen mehr Bilder in Ihren Alltag als Projektmanager einzubringen. Den Vortrag selbst werden wir ebenfalls visuell gestalten; so wird der Vortrag anstatt durch PowerPoint-Folien von live-erstellten digitalen Bildern unterstützt.


Christian Botta ist Referent der Manage Agile 2016Christian Botta, Jahrgang 1972, ist studierter Informationswissenschaftler und Chemie- Ingenieur. Seit 2000 ist er als Projektmanager und Berater in diversen IT-Projekten unterwegs. Botta arbeitet darüber hinaus als Dozent, Trainer und Coach, mit der Mission Projekte anschaulich und erfolgreich zu gestalten.

Daniel Reinold ist Referent der Manage Agile 2016Daniel Reinold, Jahrgang 1984 ist seit 2004 als Projektmanager tätig. Über V-Modell, PMBOK, PRINCE2 fand er den Weg zu agilen Vorgehensweisen und wendet heute an Mensch und Umfeld angepasste, agile Modelle an.

Seit 2015 sind Daniel Reinold und Christian Botta Inhaber von Visual Braindump, mit dem Ziel die Themen Visualisierung und Projekte näher zusammen zu bringen. Denn oft sagt ein Bild mehr als 1000 Konzeptseiten. Sie sind davon überzeugt, dass sich Visualisierung hervorragend für die Vermittlung von Wissen und das Veranschaulichen von Projekten eignet!

Agilität jenseits der IT

Referent: Dr. Martin Mandischer

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 17:20 - 18:05 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: In IT-Projekten ist Agilität inzwischen weit verbreitet. Dies ist meist nicht genug um echten Nutzen für das ganze Unternehmen zu erziehen.
Die Schnittstellen zur den Fachbereichen, dem Produktmarketing, dem Einkauf oder dem Management limitieren oder verhindern Agilität da hier oft die klassische Wasserfalldenkweise herrscht.
Dieser Vortrag beleuchtet zum einen welche Aspekte und Rahmenbedingungen beim Einbezug des Umfeldes berücksichtigt werden müssen und zum anderen welche Besonderheiten Agilität in Projekten ohne jeden IT Bezug mit sich bringt.
Es werden Beispiele und Lösungsansätze aus großen Planungsprojekten, Transition Teams und Management Teams aufgezeigt.

Bezug zum Management: Das Management ist verantwortlich für strukturelle und mögliche kulturelle Änderungen des Unternehmens. Management muss wissen welche Strukturen und Agilität hemmen bzw. fördern. Zudem werden Veränderungsprozesse häufig von Transition Teams, deren Teilnehmer sich aus dem Management rekrutieren, voran getrieben. Management welches selber Scrum oder Kanban verwendet um Ziele zu erreichen, entwickelt ein anderes Verständnis für agile Teams.


Dr. Martin Mandischer ist Referent der Manage Agile 2016Dr. Martin Mandischer ist Diplom-Informatiker, Project Management Professional (PMP®) und zertifizierter Scrum Trainer der scrum.org. Seit 2006 ist er als Agile Coach tätig und begleitet Unternehmen bei der Einführung agiler Methoden. Von Scrum- und Kanban Schulungen, Scrum Master und Product Owner Zertifizierungen über Teamcoachings bis hin zur Umstellung ganzer Unternehmen auf agile Methoden begleitet er Kunden auf ihrem Weg zu erfolgreicheren Projekten. Als Speaker und Podiumsredner auf Konferenzen gibt er sein Wissen weiter.

Die Minecraft-Challenge: Scrum vs. PMI - Ein (Projekt-)Management-Vergleich

Referenten: Björn Radon, diva-e

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 17:20 - 18:05 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Im Rahmen der Master-Vorlesung „IT-Projektmanagement“ (der Hochschule Neu-Ulm) treten zwei Gruppen von Studierenden gegeneinander an, um ein Projekt umzusetzen: Der Bau eines Freizeitparks – in Mincecraft.

Häufig hören Schulungen und Seminare zum Projektmanagement dort auf, wo es anfängt spannend zu werden – bei der Umsetzung.

Im Rahmen der Veranstaltung wird ein komplettes Projekt – von der Vision bis zur Auslieferung – umgesetzt. Dabei folgt eine Studierenden-Gruppe dem methodischen Rahmen „PMI“, die andere Gruppe „Scrum“.

Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen des Vortrags beantwortet werden:
- Worin bestehen die Unterschiede, im Vorgehen und im Ergebnis?
- Wie wird jeweils mit bestimmten Themen umgegangen (Anforderungsmanagement, Budget, Pricing, Controlling etc.)
- Was sind die jeweiligen lessons learned der beiden Gruppen?
- Wo haben die beiden Ansätze - im direkten Vergleich – ihre Vor- und Nachteile?

Bezug zum Management: Im Vordergrund steht nicht die (inhaltliche) Projekt-Aufgabe; diese ist lediglich Mittel zum Zweck. Der Fokus liegt vielmehr auf der (Projekt-)methodischen Herangehensweise der beiden Teams: "Traditionell" oder "Agil". Im gegenseitigen Wissens- und Erfahrungsaustausch sollen beide Gruppen lernen, wo die jeweiligen Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Management-Ansätze liegen.
Diese Veranstaltung (Master-Vorlesung an der Hochschule Neu-Ulm) ließe sich auch auf ein 2-4-tätiges Workshop-Seminar übertragen, um interessierten Teilnehmern das Thema „Agil“ nicht theoretisch, sondern mit direktem praktischem Bezug zu vermitteln, und insb. die konkreten Unterschiede (Pros und Cons) zu altbewährten Methoden heraus zu arbeiten.


Björn Radon ist Referent der Manage Agile 2016Björn has worked with agile methodologies on an operative level since 2007. Born and raised in Sweden, he moved to Germany in 2010, where he now is active in the agile scene of Karlsruhe.
Working as a developer in the early days of the first .com - boom Björn gathered much experience with low level programming for embedded systems, including framework development for convenient content management of the proprietary systems.
When the bubble burst, he pursued his own business ideas with a start up. In spite of the perfect plans he failed to attract and retain the necessary customers.
As an employee of WebGuidePartner AB in Stockholm he learned the treats and tricks of SEO to gain traffic from search engines. It was also at WebGuidePartner where he for the first time was introduced to agile methodologies.
2010 he moved to Karlsruhe for family reasons, and held a position ScrumMaster / Systems Architect at Solute GmbH. The quota should be 30/70, but with “as much ScrumMaster presence as necessary”. That meant 99% ScrumMaster for almost two years.
From there he went on to Netpioneer GmbH, where he now acts as Agile Coach and operative ScrumMaster. He participates actively in the German agile scene as co-organizer of the “Agile Coach Camp Germany” and in the local Scrum User Group in Karlsruhe.

Vom Projekteiter zum Product Owner - der größte Karriereschritt

Referent: Gerrit Beine, adesso AG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 17:20 - 18:05 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Der Product Owner ist sicherlich die am häufigsten unterschätzte Rolle aus der agilen Welt.
Dabei ist der Product Owner maßgeblich für den Erfolg eines Projektes verantwortlich. Warum der Product Owner für Projekt eine größere Bedeutung hat, als ein Projektleiter, warum es für Projektleiter einen Karriereschritt bedeutet, Product Owner zu werden und was diese Veränderung für Unternehmen bedeutet, möchte dieser Vortrag deutlich machen.
Dabei werden sowohl die unterschiedlichen Herangehensweisen des wertorientierten und planorientierten Projektmanagements gegenübergestellt als auch die Methoden und Werkzeuge beleuchtet, die Product Owner gegenüber Projektleitern im Vorteil sein lassen.

Bezug zum Management: Der Bezug zum Management kommt aus zwei Dingen:
Einerseits die Klärung der Tatsache, dass ein Product Owner der CEO seines Projektes oder Produktes ist - etwas, dass vielfach missverstanden ist und deutlich macht, dass der Product Owner ein Manager ist, kein Lakai.
Andererseits aus der Frage, wie Karrieren in der agilen Welt ausschauen können. Ganz wie Jürgen Appelo sagt, braucht es auch hier noch Manager - und der Product Owner ist eben einer. Nur arbeitet er anders.


Gerrit Beine ist Referent der Manage Agile 2016Gerrit Beine ist Managing Consultant bei adesso. Seine Schwerpunkte sind Agile Methoden und Softwarearchitektur. Je nach Bedarf nimmt er in Projekten die Rolle des Agile Coach, Software Architekten, Scrum Master oder Product Owner ein. Sein Steckenpferd sind Ökonomie und der Umgang mit Unsicherheit in Organisationen.

Besonders reizen ihn Projekte im interkulturellen und verteilten Umfeld. Er schreibt regelmäßig Artikel, ist immer wieder als Sprecher auf Konferenzen und als Dozent an Hochschulen in Zwickau und Kirgisistan anzutreffen. Seit 2012 ist er Board Member des iSAQB, Organisator der Agile Saxony und Gründungsmitglied der Softwerkskammer Sachsen.

Governance in einem agilen Programm

Referent: Dr. Thorsten Janning, KEGON AG

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 10:20 - 11:05 Uhr

Level: Fortgeschritten

Abstract: Agile Prozesse und Praktiken werden inzwischen auf breiter Front eingeführt. Die agilen Teams dann aber in eine übergreifende Governance-truktur einzubeziehen führt oft nicht nur zu praktischen Problemen ("Wie ist der Fertigstellungsgrad?"), sondern oft zum Kulturclash ("Wo ist der Mittelfristplan, auf dessen Basis wir ein Budget genehmigen können?").

Der Vortrag gibt einen Erfahrungsbericht über die Einführung einer agilen Governance-Struktur in einem wirklichen Großkonzern im Rahmen einer agilen Transformation.

Bezug zum Management:

Auch eine agile Organisation braucht Governance. Nur eben ein wenig anders. Und das bedeutet:

- neue Kennzahlen
- neue Praktiken
- neue Gremien
- neue Kultur.

Also Management pur. :-)


Dr. Thorsten Janning ist Referent der Manage Agile 2016Herr Dr. Thorsten Janning (geb. 1962) ist Dipl. Mathematiker und seit 1990 in der IT-Branche tätig. Sein beruflicher Werdegang führte ihn als Architekt und Projektleiter über Beratungs- und Anwenderunternehmen. Als Mitbegründer (im Jahr 2002) ist er Partner und Vorstand für Vertrieb und Marketing der KEGON AG. Schwerpunkte seiner beruflichen Tätigkeit sind die Entwicklung von agilen Organisationen für IT-Dienstleister sowie die Umsetzung von komplexen Architekturen in Anwendungsprodukte. Thorsten Janning hat darüber hinaus seine langjährige Erfahrung im Bereich neuer Entwicklungstechnologien in eine Vielzahl von Veröffentlichungen und Seminarentwicklungen eingebracht. Dr. Janning ist zertifizierter Programm Consultant für das Scaled Agile Framework von Dean Leffingwell.

Improve the chances of success of your organization, by increasing resilience and antifragility

Referenten: Dr. Andrea Tomasini und Gregory Keegan, agile42

Tag und Uhrzeit: Donnerstag, 17. November 2016, 10:20 - 13:15 Uhr

Abstract: Explicitly measuring and designing culture is an enabler towards agility and can provide incredible advantages to an organization development. Understanding how to lead such change is the one thing that might save your company in the rough waters of today's market. Are you ready for the challenge?

Annegret Kampe, SupplyOn GmbH


Annegret Kampe ist Moderatorin der Manage Agile 2016Annegret has been working in software industry in different roles since over 25 years. Especially she worked as product owner and scrum master. Nowadays she is working as business architect and is responsible for the methodology concepts at SupplyOn. She has discussed architectural and methodology questions intensively.

Alicia Hunter, borisgloger consulting GmbH


Alicia Hunter ist Moderatorin der Manage Agile 2016Alicia Hunter ist zertifizierter Scrum Master und Product Owner. Als Agile Coach und Trainer unterstützt sie Teams und Unternehmen durch neue Impulse und Ideen zu einem erfolgreichen und selbstorganisierten Miteinander.

Der Einsatz agiler Methoden ist für die Informationsmanagerin mit Schwerpunkt Unternehmenskommunikation eine Chance das Wissen jedes Teammitglieds zu entfalten, weiterzuentwickeln und mit einem starken Team aus der Veränderung zu gehen.

Oliver Zilken, REWE digital GmbH


Oliver Zilken ist Moderatorin der Manage Agile 2016Arbeitet als agiler Team Coach bei REWE digital. Wandelt in agilen Welten seit 2008, in verschiedenen Rollen wie z.B. Softwareentwickler, ScrumMaster, Teamleiter, Bereichsleiter oder Agile Coach. Regelmäßiger Referent auf Konferenzen seit 2011, z.B: auf der ReConf2015, ManageAgile2015, tools4agileTeams 2015, AGILE HR Conference 2015+2014 . Top-Referent der letzten ManageAgile2015

Hanno Jarvet, Jarvet Consulting


Hanno Jarvet ist Moderatorin der Manage Agile 2016Hanno helps companies to dramatically improve performance. Since 2006 he has helped dozens of companies and software teams improve their processes and productivity. He has worked with organisations in such industries as telecom, IT, media, government, non-profit, education, banking, insurance and energy.

Daniel Georges, Westernacher Solutions AG


Daniel Georges ist Moderator der Manage Agile 2016Daniel Georges ist als Head of Solutions Engineering verantwortlich für die Konzeption und agile Entwicklung von IT-Architekturen und Frameworks für große, verteilte Software-Systeme. Er hat langjährige Erfahrung als agiler Entwickler, Scrum-Master und Product-Owner in Projekten im Banken und Versicherungswesenbereich sowie in der Automobilindustrie als auch im öffentlichen Sektor. In seiner Freizeit engagiert er sich in der Softwerkskammer Stuttgart, die er 2013 initiiert hat.

Dr. Stefan Hilmer, Acando GmbH


Dr. Stefan Hilmer ist Moderator der Manage Agile 2016Stefan Hilmer ist Principal Consultant bei der Acando GmbH in Hamburg. Die Schwerpunkte seiner Beratertätigkeit liegen im Projekt- und Prozessmanagement, traditionell, agil und hybrid.

Nach dem Ingenieurstudium promovierte Stefan Hilmer auf dem Gebiet der Prozessautomatisierungstechnik, bevor er im Jahr 2000 in die Beratung wechselte. Seither bearbeitet und verantwortet er als zertifizierter Projektleiter (IPMA), Prozessmanager (ABPMP), Scrum Master und Product Owner (Scrum.org) nationale und internationale Projekte. Gern gibt er seine Erfahrungen in Vorträgen und Veröffentlichungen weiter und engagiert sich in verschiedenen Communitys.

Florian Eisenberg


Florian Eisenberg ist Moderator der Manage Agile 2016Hi, ich bin Florian und bin selbstständiger Berater und Trainer für Kanban. Ich arbeite seit gut 10 Jahren in verschiedenen Rollen mit agilen Teams zusammen: Entwickler, Product Owner, ScrumMaster, Berater, ... Irgendwann habe ich festgestellt, dass Scrum nicht der einzige Weg zu mehr Agilität ist und helfe meinen Kunden jetzt, mit verschiedenen Modellen eine für sie passende Lösung zu finden – meist basierend auf Kanban. Obwohl meine Mutter irgendwann mal sagte: "Mit dem, was du gerade tust, stelle ich mir die Frage, warum du eigentlich Informatik studiert hast", arbeite ich immer noch sehr viel mit IT-Organisationen zusammen und ziehe eine gute Architekturdiskussion einer Budgetplanung vor. Insgesamt wollen meine Kunden aber, dass ich ihnen helfe, ihre Organisation zu flippen – per agiler Transformation oder einer guten Kanban-Implementierung. Neben meiner Arbeit gehe ich gerne mit meinem Hund spazieren, fahre mit meinem Motorrad und geniesse die Zeit mit meiner Familie.

Fabian Schiller, Agile Fab


Fabian Schiller ist Moderator der Manage Agile 2016Für Fabian Schiller begann die agile Reise mit einem XP-Projekt im Jahr 2000. Seitdem erlebte er agile Methoden in verschiedenen Rollen, Branchen und Unternehmen. Heute arbeitet er freiberuflich als Agile Coach, Scrum Master und Trainer. Er ist Co-Initiator des "CoRe Day" (Coach Reflection Day) und Autor des Buches "Agile Planet“.

Sascha Preissler, Elektrobit Automotive GmbH


Sascha Preissler ist Moderator der Manage Agile 2016Sascha Preissler arbeitet als Berater der Elektrobit GmbH in Erlangen. Der Diplom Informatiker sammelte langjährig Erfahrung im kompletten Softwareentwicklungsprozess in kleinen mittelständischen Unternehmen. Dabei sah er sich Herausforderungen gegenüber wie neueste Ergebnisse aus der Forschung im Bereich der Bildverarbeitung oder die sehr kreativen Ideen eines Unternehmensinhabers in Produkten umzusetzen. Beide Gebiete zeichneten sich durch schwere Planbarkeit und häufige Änderungen aus, also geradezu prädestiniert für agile Arbeitsweisen, ohne das damals so genannt zu haben. 2010 - 2013 sammelte er als Projektleiter und Berater für ein finnisches Telekommunikationsunternehmen erste Erfahrung mit agilen Arbeitsweisen. 2014 wechselte er zur Elektrobit GmbH, erst als Scrummaster, später als Verantwortlicher für den Roll-Out agiler Arbeitsweisen. Während dieser Zeit entwickelte sich bei ihm das Bewusstsein für erfolgreiche agile Arbeitsweise ständig weiter. Heute arbeitet er als Berater für agile Softwareentwicklung in der Automobilbranche.

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